Fellbach

Die Stadt Fellbach will den Betrieb des Familien- und Freizeitbades F3 übernehmen

F3 Fellbach
Der Eingang zum F3-Freibad. Archivfoto: Habermann © Gabriel Habermann

Die Stadt Fellbach will den Betrieb des Familien- und Freizeitbades F3 übernehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Montag (20.07.) hervor. Der Grund dafür sind die finanziellen Folgen der Corona-Krise. In der Mitteilung der Stadt heißt es dazu: "Die wirtschaftlichen Einbußen sind so stark, dass die Verantwortlichen in Gesprächen mit der Stadt im Juni die Übernahme des Bades durch das Beteiligungsunternehmen Städtische Holding Fellbach GmbH angeregt haben." 

Sondersitzung des Gemeinderates am 27. Juli

Am 15. Juli hat der Aufsichtsrat der Städtischen Holding einstimmig beschlossen, den Betrieb des Bades zum 1. August zu übernehmen. Die geplante Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung des Gemeinderates. Der Rat wird eigens dazu am 27. Juli um 18.30 Uhr zu einer öffentlichen Sondersitzung in der Schwabenlandhalle Fellbach zusammentreten.

Das Badezentrum umfasst neben dem Sport- und Freibadbereich eine Erlebniswelt mit 400 Quadratmetern Wasserfläche und zahlreichen Attraktionen (drei Rutschen, Whirlpool, Strömungskanal, Solebecken etc.). Weiter gehört zum F3 eine Saunawelt mit acht verschiedenen Saunen und Dampfbädern, ergänzt durch einen 8.000 Quadratmeter großen Saunagarten mit einem 200 Quadratmeter großen Thermalsole-Außenbecken.

Mitte März musste aufgrund der Corona-Pandemie auch das F3 seinen Betrieb komplett einstellen. Zwar ging im Juni der Freibadbetrieb stark eingeschränkt wieder an den Start, gefolgt Anfang Juli durch den Saunabetrieb. Doch der Erlebnisbereich des Freizeitbades ist coronabedingt noch immer geschlossen.

"Während einige Bereiche des Bades mit stark eingeschränkten Gästezahlen wieder öffnen konnten, musste die Erlebniswelt mit ihrer Vielzahl an Becken und Einzelattraktionen aufgrund der hohen Hygiene- und Abstandsauflagen weiterhin geschlossen bleiben", heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Hohe Fixkosten bei vergleichsweise niedrigen Einnahmen durch die im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Besucherzahlen führten daher zu einem wirtschaftlichen Einbruch, aus dem sich die Betreibergesellschaft nicht aus eigener Kraft befreien kann.