Fellbach

F3 Fellbach will weniger Kinder in der Sauna - und verzehnfacht den Eintrittspreis

Sauna Symbol Symbolfoto
Symbolfoto. © Dnipro Hotel/pixabay

Als eine Familie aus Welzheim am vergangenen Sonntag mal wieder im F3-Bad in Fellbach saunieren will, kippen die Eltern fast aus den (Bade-)Latschen: Statt bislang zwei Euro für ihr Kind sollen sie nun auch für das Kleine den Erwachsenenpreis von 21 Euro bezahlen. In einer Mail an die Redaktion rechnet der Vater vor: Für drei Stunden Sauna im F3 müsste eine fünfköpfige Familie nun 105 Euro statt wie früher 48 Euro zahlen. „Da frage ich mich ernsthaft, wieso sich dieses Bad ein Familienbad nennt“, so der Welzheimer.

Was antwortet das F3? Das Thema Sauna und Kinder sei ein „sensibles“, sagt Kai Steuernagel. Man stecke in einem Dilemma, so der F3-Geschäftsführer, der selbst dreifacher Vater und „begeisterter Saunagänger“ ist. Aber: „In der Tat wollen wir keine Anreize für Kinder in der Sauna schaffen und haben entsprechende Regelungen geändert.“

Die höheren Preise sollen also dazu führen, dass weniger Kinder in die F3-Sauna mitgenommen werden. Denn, so Kai Steuernagel: „Das kindgerechte Verhalten ist gekennzeichnet von Spielen, Toben, Schreien, mit Wasser spritzen … still sein, ruhig sitzen bleiben und nicht mit Wasser spritzen ist da einfach nicht vorgesehen! Zumindest wäre es ungewöhnlich. Was aber ist unser Leistungsversprechen in der Sauna? Ruhe, Entspannung und Erholung!“ Viele Saunagäste kämen mit dieser Erwartung „und zahlen dafür einen durchaus bedeutenden Eintrittspreis“.

„Hier wird das Dilemma deutlich“, so der F3-Chef. „Es gibt einerseits das berechtigte Interesse der Erholungssuchenden (oft selbst Eltern, die sich eine kleine Auszeit von ihren Kindern gönnen) und das kindgerechte Verhalten auf der anderen Seite.“ Steuernagel betont: „Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen. Die Kinder machen alles richtig, es ist nur der falsche Ort.“ Toben könnten Kinder in vielen anderen Bereichen des F3 - aber eben nicht in der Sauna.

Die Zustimmung zu dieser Maßnahme sei unter den Saunagästen „mehr als breit“, so Steuernagel. „Auch wenn unsere Regelung in bestimmten Kreisen kritisch gesehen wird, ist der beschriebene Zielkonflikt nicht auflösbar und hat überhaupt nichts mit Kinder- oder Familienfeindlichkeit zu tun.“

Dass der Sauna-Preis für Kinder so stark angehoben wurde, ist ein Zugeständnis an die ruhesuchenden Saunagäste: „Es geht uns überhaupt nicht um eine Umsatzsteigerung zulasten der Kinder, sondern einzig um die Vermeidung von Zielkonflikten und konträren Erwartungshaltungen“, betont der F3-Geschäftsführer. „Vor diesem Hintergrund diskutieren wir derzeit intern, ob da ein Alterslimit nicht die bessere Lösung wäre. Im Übrigen sind derartige Regelungen durchaus branchenüblich.“

Als eine Familie aus Welzheim am vergangenen Sonntag mal wieder im F3-Bad in Fellbach saunieren will, kippen die Eltern fast aus den (Bade-)Latschen: Statt bislang zwei Euro für ihr Kind sollen sie nun auch für das Kleine den Erwachsenenpreis von 21 Euro bezahlen. In einer Mail an die Redaktion rechnet der Vater vor: Für drei Stunden Sauna im F3 müsste eine fünfköpfige Familie nun 105 Euro statt wie früher 48 Euro zahlen. „Da frage ich mich ernsthaft, wieso sich dieses Bad ein Familienbad

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