Fellbach

Familie Erhardt von der Schmidener Esso-Tankstelle: Keinen Einfluss auf Spritpreise

Erhardt tanken
Nina Erhardt mit Bruder Dennis (links) und Vater Hans Georg Erhardt. © Benjamin Büttner

Die Diesel- oder Benzinpreise steigen und steigen – vielerorts ist die Grenze von 1,80 Euro für den Liter Super längst überschritten. „Die Leute beschweren sich massiv“, weiß Claudia Rainer, die im Verkaufsraum der Esso-Tankstelle in Fellbach-Schmiden arbeitet. „Sie fragen, wo das enden soll“, berichtet sie.

„Wir machen die Preise ja nicht“, sagt Nina Erhardt, deren Familie die Esso-Tankstelle in Schmiden seit Juli 1958 betreibt. Damals hatte sie ihr Großvater Georg Erhardt gegründet. Mittlerweile ist ihr Vater Hans Georg der Tankstelleninhaber, wobei die komplette Familie, so auch Bruder Dennis, ihren Teil beiträgt. „Die Leute tanken weniger Sprit als früher“, weiß Nina Erhardt. „Die Umsätze sind gestiegen“, aber nicht der des Familienunternehmens. Denn der Sprit werde im Namen des Konzernriesen verkauft.

Vollautomatische Änderung

Die Spritpreise werden vollautomatisch geändert. Da habe die Familie Erhardt keinen Einfluss drauf, betont Nina Erhardt. Zunächst erstelle die Kasse einen Quittungsbon, dann erfolgt die automatische Änderung an der Anzeige. Warum sich die Preise zwischen Fellbach und Stuttgart teils um mehrere Cent unterscheiden, könne sie deshalb nicht erklären.

Früher musste die Familie den Benchmark der Gegend dem Konzern mitteilen, wonach der Spritpreis vom Konzern entsprechend geändert wurde. Und ganz früher habe ihr Großvater noch mit einer Leiter die Zahlenschilder an der Anzeige aufgehängt. Zu diesem Zeitpunkt habe es 13 Tankstellen in Schmiden gegeben. Nur die Tankstelle der Familie Erhardt ist geblieben, so Erhardt.

Steigende CO2-Abgaben

War 2020 der Spritpreis mit Beginn der Corona-Krise so günstig wie schon lange nicht mehr, beobachten Autofahrer im laufenden Jahr einen Preisanstieg, den es bisher noch nie gab. Grund dafür ist die CO2-Abgabe. Laut ADAC liege der C02-Preis für Brennstoffe seit Anfang 2021 bei 25 Euro pro Tonne und steige bis 2025 auf 55 Euro. Damit sollen mehr Verkehrsteilnehmer zum Umstieg auf CO2-freundliche Alternativen bewegt werden.

Laut ADAC tanken Autofahrer in den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 8 Uhr sowie abends zwischen 18 und 22 Uhr günstiger. Dass abends der Preis nochmals durch den Konzern um ein paar Cent gesenkt werde, kann Nina Erhardt bestätigen.

Die Diesel- oder Benzinpreise steigen und steigen – vielerorts ist die Grenze von 1,80 Euro für den Liter Super längst überschritten. „Die Leute beschweren sich massiv“, weiß Claudia Rainer, die im Verkaufsraum der Esso-Tankstelle in Fellbach-Schmiden arbeitet. „Sie fragen, wo das enden soll“, berichtet sie.

„Wir machen die Preise ja nicht“, sagt Nina Erhardt, deren Familie die Esso-Tankstelle in Schmiden seit Juli 1958 betreibt. Damals hatte sie ihr Großvater Georg Erhardt gegründet.

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