Kaisersbach

Kaisersbacher Feuerwehr im neuen Gerätehaus

1/3
Feuerwehrhaus Kaisersbach_0
Glücklich nach dem Umzug: Feuerwehrleute und Rotkreuzler im neuen Gerätehaus der Kaisersbacher Wehr. © Feuerwehr Kaisersbach
2/3
_1
Alles bereit zum Einsatz: Helme und Uniformen der Kameraden im neuen Gerätehaus.
3/3
_2
So sieht es aus, das neue Gerätehaus der Kaisersbacher Feuerwehr.

Kaisersbach. Endlich geschafft: 420 Tage nach dem ursprünglich geplanten Einzugstermin konnte die Kaisersbacher Feuerwehr jetzt ihre neue Wache beziehen. In den kommenden Wochen wird dann das bisherige Gebäude noch vollständig ausgeräumt. Die Erleichterung bei den Kameraden ist entsprechend groß.

Als eine spontane Aktion bezeichnet Kommandant Markus Rader den Umzug. Vergangenen Freitag sei die Brandmeldeanlage freigeschalten worden, dann habe sich die Feuerwehr mit dem Architekten kurzgeschlossen – und entschieden, dass es nun an der Zeit sei für den lang ersehnten Umzug.

Mehr als ein Jahr haben die Kaisersbacher auf diesen Moment warten müssen. Wir erinnern uns: Im Sommer 2018 wurde das Gebäude bereits festlich eingeweiht. Doch einziehen konnte die Wehr noch lange nicht. Dafür gab es eine ganze Reihe von Gründen: Kleinere Arbeiten im Innenbereich waren noch nicht ganz abgeschlossen, außerdem Pflasterarbeiten im Außenbereich zu erledigen.

Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch, weil die beauftragte Firma ihre Arbeiten zunächst nicht ausführte und dann obendrein noch in Insolvenz ging. Auch gab es kleinere Baumängel zu beheben. Dann zog sich die Aufschaltung der Funkanlage hin. Der Antrag war im Rathaus verschwunden. Und zu guter Letzt ließ auch noch die Telekom die Feuerwehr mehrfach hängen.

Nach zwei Stunden war der Umzug bereits geschafft

Doch jetzt ging es plötzlich ganz schnell. Um 20 Uhr starteten die ersten Fahrzeuge. Zwei Stunden später war der Umzug der Aktiven Wehr dann bereits erledigt. Eine Stunde hat das Einrichten noch gedauert. Dann war auch das geschafft.

Alle aktiven Kräfte seien an dem Abend auf den Beinen gewesen, sagt Rader. Und alle Fahrzeuge auch einsatzbereit, schließlich hätte jederzeit ein Notruf eingehen können. Da mussten die Feuerwehrleute vorbereitet sein. Zum Glück blieb der Abend ruhig – und so konnten sie es danach noch mit einer kleinen Feier ausklingen lassen, zu der auch das Rote Kreuz zugegen war.

Noch nicht ganz fertig mit den Arbeiten

Am Montag hat schließlich auch die Jugendfeuerwehr ihr neues Domizil bezogen.

Ganz fertig mit den Arbeiten sind die Feuerwehrleute indes noch nicht. Im bisherigen Gebäude lagert noch Material, auch um die Spinde muss sich noch gekümmert werden. In den kommenden Wochen soll dies sukzessive erfolgen, berichtet Kommandant Rader.

Der nun vor allem erleichtert ist, das nagelneue Gerätehaus endlich nutzen zu können. Und hofft, dies auch noch möglichst lange tun zu können.


Das neue Feuerwehrhaus...

...ist ein dringend notwendiger und lange geplanter Neubau, denn das Bestandsgebäude von 1959 platzte aus allen Nähten und war unter anderem in Sachen Brandschutz nicht mehr zeitgemäß.

...hat 766 Quadratmeter Nutzfläche, 25 Räume, vier Fahrzeugboxen mit vorgelagertem Übungshof, 22 Parkplätze, 26 Fahrradstellplätze.

...hat eine eigene Funkzentrale, einen Schulungsraum mit 50 Plätzen, separate Umkleide- und Sanitärräume, einen eigenen Raum für die Jugendfeuerwehr sowie einen Bereitschaftsraum.

...kostet voraussichtlich 1,4 Millionen Euro (1,3 Millionen Euro waren veranschlagt). Diesen Betrag muss Kaisersbach aber nicht allein bezahlen: Das Regierungspräsidium hat 470 000 Euro aus dem Ausgleichsstock des Landes sowie weitere 230 000 Euro aus der Fachförderung Feuerschutz zugesagt.