Kaisersbach

Kaisersbacher Finanzen: Gewerbesteuer sprudelt voraussichtlich reichlicher

Rathaus Kaisersbach
Die Gemeinde Kaisersbach rechnet damit, dass das Jahr finanziell besser verläuft als geplant. © Gabriel Habermann

Gute Nachrichten zu den Kaisersbacher Finanzen: „Vor ein paar Wochen haben wir den Haushaltsplan 2022 eingebracht mit deutlich verbesserten Finanzzahlen“, erinnerte Bürgermeister Michael Clauss im Gemeinderat. Das erste Halbjahr verlief aber sogar „noch einen Tick besser als die Planzahlen“, so Clauss. Er schränkte ein: „aus heutiger Sicht“. Man könne aber „am Jahresende damit rechnen, dass ein positives Ergebnis im laufenden Etat im Ergebnishaushalt“ erreicht wird: Der Etat war mit einem Minus von 12.000 Euro beschlossen worden. Nun soll das Ergebnis mindestens bei null, wahrscheinlich im Plus liegen. Die dem Gemeinderat im Finanzzwischenbericht vorgelegten Zahlen ließen aber noch keinen Schluss auf das ganze Jahr zu, betonte der Bürgermeister.

„Insgesamt liegen wir mit allen Zahlen im Soll.“

Kämmerer Florian Schwarz ging dann ins Detail. „Insgesamt liegen wir mit allen Zahlen im Soll“, erklärte er. Verbesserte Erträge sind aus derzeitiger Sicht aus der Gewerbesteuer zu erwarten, nämlich 295.000 Euro mehr. Bei den Aufwendungen liegt die Gemeinde nach aktuellem Stand im Plan. Vorgesehene Investitionen würden teilweise erst später bezahlt, etwa in das neue Feuerwehrfahrzeug oder die Wasserleitungen.

Der Kassenstand der Gemeinde ist „stabil mit einem ordentlichen Puffer“ von rund 1,2 Millionen Euro und besser als angenommen. „Die werden wir auch brauchen beim Breitbandausbau.“

Kaisersbach hat im Moment 302.000 Euro Schulden. Kredite wurden in diesem Jahr bisher nicht aufgenommen. Man werde sie nach momentanem Stand auch nicht benötigen.

„Zusammenfassend kann man sagen, das Jahr läuft besser als geplant“, so Michael Clauss. Die Schulden würden niedriger als geplant. „Es ist ein positiver Trend erkennbar“, bilanzierte der Bürgermeister mit Blick auf die Gemeindefinanzen.

Zum Breitbandausbau fragte Gemeinderat Hans-Dieter Schwenger, wann die Gemeinde die erste Rate an die Telekom zahlen muss. „Die Telekom kann abrechnen nach Baufortschritt“, erfuhr er. „Der erste Abschnitt ist kurz vor dem Abschluss.“

Breitbandausbau als größtes Projekt

Zu den größten Vorhaben in Kaisersbach gehören der Glasfaserausbau, die Entwicklung des neuen Wohngebiets Welzheimer Straße, Investitionen in die Wasserversorgung, ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr sowie die Sanierung des Schulhauses Ebni (wir haben berichtet), und zwar in diesem Jahr sowie in den nächsten Jahren. Für das größte Projekt, den Breitbandausbau, hat die Gemeinde bis zum Jahr 2025 rund 8,5 Millionen Euro vorgesehen und rechnet mit Zuschüssen von rund 7,6 Millionen Euro.

„Wir haben große und wichtige Infrastrukturprojekte vor uns“, hatte der Bürgermeister bei der Verabschiedung des Haushalts unlängst im Gemeinderat gesagt (wie berichtet). Die geplante Verschuldung der Gemeinde war gegenüber Hochrechnungen deutlich verringert worden. Dennoch könne der Schuldenstand im schlechtesten Fall auf circa 3,6 Millionen Euro anwachsen, gesehen auf einen Zeitraum von vier Jahren, hatte Clauss bei der Verabschiedung des Haushalts in Aussicht gestellt.

Gute Nachrichten zu den Kaisersbacher Finanzen: „Vor ein paar Wochen haben wir den Haushaltsplan 2022 eingebracht mit deutlich verbesserten Finanzzahlen“, erinnerte Bürgermeister Michael Clauss im Gemeinderat. Das erste Halbjahr verlief aber sogar „noch einen Tick besser als die Planzahlen“, so Clauss. Er schränkte ein: „aus heutiger Sicht“. Man könne aber „am Jahresende damit rechnen, dass ein positives Ergebnis im laufenden Etat im Ergebnishaushalt“ erreicht wird: Der Etat war mit einem

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