Kaisersbach

Knapp zwei Jahre Corona-Pandemie: Konrad Jelden vom Ebnisee-Verein zieht Bilanz

WelzImpressWinter
Ein Idyll: Der Ebnisee, wenn er, wie im vergangenen Winter, mal zugefroren ist. © Hardy Zürn

Seit 1951 bemüht sich der Ebnisee-Verein darum, den in der gesamten Region so bekannten wie beliebten See als Kleinod zu bewahren und gleichzeitig die Natur rings herum zu schützen. Aber auch die zahlreichen Menschen, die dieses Kleinod besuchen, sollen sich dort wohlfühlen - und in Zeiten von Corona ist das nicht immer so einfach.

Die Leute wollen hinaus in die Natur 

Der Andrang, meint Konrad Jelden, Vorsitzender des Ebnisee-Vereins, hat in den Zeiten der Pandemie keineswegs nachgelassen. Die Leute wollen hinaus in die Natur; viele erinnern sich noch an die Schulausflüge und Familienpartien ihrer Kindheit, kommen als Großeltern nach wie vor gerne … und das aus dem gesamten Einzugsgebiet Nord-Württemberg. Sogar aus dem Schwarzwald sind schon Besucher da gewesen.

Corona: Vernünftige Besucher, aber auch lange Schatten auf Veranstaltungen

Selbst dann, wenn sich in dem weitläufigen Gelände rings um den See außerordentlich viele Leute tummeln, gibt es normalerweise kein Problem mit dem vorgeschriebenen Abstand oder den anderen Corona-Regeln, so Jeldens Eindruck. Die Leute sind normalerweise vernünftig, und bei der Durchsetzung helfen nicht nur zahlreiche Ehrenamtliche, sondern (vor allem am Wochenende) auch Sicherheitskräfte, die die Stadt Welzheim bezahlt und dem Verein zur Verfügung gestellt hat.

Wander-Tipps holen, Routen erfragen und E-Bikes mit frischem Strom versorgen

Der Info-Kiosk am Seeufer ist von Mai bis September immer sonntags von 11 bis 16 Uhr besetzt, in den Sommerferien auch samstags von 14 bis 17 Uhr. Dort können die Gäste sich Wander-Tipps in der Gegend abholen, Routen erfragen und praktischerweise ihre (immer häufiger vertretenen) E-Bikes mit frischem Strom versorgen. „Es ist gut für die Leute zu wissen, dass wir hier eine Aufladestelle haben“, erklärt Jelden. Und da der Ebnisee ein außerordentlich beliebtes Ziel für Fahrradausflüge ist, gibt es obendrein schon längere Zeit einen Reparatur-Service für die Fahrer und ihre Räder.

"Ebnisee für alle" findet zum dritten Mal hintereinander nicht statt 

Trotz aller positiven Aspekte hat Corona natürlich auch auf den See und alle Veranstaltungen rings herum einen langen Schatten geworfen. „Ebnisee für alle“, das inklusive Konzept, das die Natur für Behinderte und Nicht-Behinderte - seien sie groß oder klein - gemeinsam spürbar und erlebbar machen soll, findet 2022 zum dritten Mal hintereinander nicht statt - und es ist Konrad Jelden deutlich anzuhören, wie schwer das ihm und seinem Team fällt. „Bis zu 25 Leute haben wir, die da mitarbeiten“, erzählt er. „Die bringen Instrumente mit, die klettern mit den Besuchern auf die Bäume … die vergießen ihr Herzblut.“

Jelden wünscht sich viele Besucher für den See

2020 war bereits alles vorbereitet, und dann machte ihnen die Pandemie einen dicken Strich durch die Rechnung. „Alles haben wir absagen müssen.“ Und da noch niemand sicher weiß, wie sich die neue Omikron-Variante des Coronavirus auf die allgemeine Lage auswirkt, ist es absolut nachvollziehbar, dass der Verein auch in diesem Jahr, wie Jelden es ausdrückt, erst einmal „auf Sicht fährt“.

Was er sich für dieses Jahr wünscht? „Dass viele Leute an den See kommen“, sagt Konrad Jelden. „Dass sie die Natur erleben. Und dass sie auch die Gastronomie unterstützen - in der Waldschänke am See oder im ,Himmelreich’. Denn die machen da alle einen richtigen guten Job.“ Und können in diesen Zeiten jeden Besucher, der bei ihnen einkehrt, gut gebrauchen.

Seit 1951 bemüht sich der Ebnisee-Verein darum, den in der gesamten Region so bekannten wie beliebten See als Kleinod zu bewahren und gleichzeitig die Natur rings herum zu schützen. Aber auch die zahlreichen Menschen, die dieses Kleinod besuchen, sollen sich dort wohlfühlen - und in Zeiten von Corona ist das nicht immer so einfach.

Die Leute wollen hinaus in die Natur 

Der Andrang, meint Konrad Jelden, Vorsitzender des Ebnisee-Vereins, hat in den Zeiten der

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