Kernen

70 Teilnehmer bei Corona-Demo in Rommelshausen

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Gegner der Corona-Impfung auf dem Schulhof: Von der Schulleitung nach wie vor nicht gerne gesehen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Gegner der Impfpflicht und der Corona-Maßnahmen haben in Kernen dieses Wochenende zu gleich zwei Veranstaltungen aufgerufen: Sowohl für die Demonstration gegen die Impfpflicht für Pflegekräfte in Stetten am Freitag (18.02.) als auch für eine erneute Corona-Demo auf dem Schulhof der Rumold-Realschule in Rommelshausen am Samstag (19.02.) war davor in einschlägigen Gruppen beim Online-Messengerdienst Telegram groß geworben worden.

Das Interesse der Menschen an den Veranstaltungen hielt sich jedoch in Grenzen: Zu der Veranstaltung in Stetten kamen rund 50 Teilnehmer, in Rommelshausen waren es dieses Mal auch nicht mehr.

Weniger Teilnehmer als noch im Januar

Veranstalter in Rommelshausen war am Samstag die impfkritische Bürgerinitiative „Freiheit und Gesundheit Kernen“. Hier seien ungeähr 70 Teilnehmer vor Ort gewesen, berichtet Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. 50 Teilnehmer waren demnach im Vorfeld angemeldet gewesen.

Bei der ersten Demonstration auf dem Schulhof im Dezember waren es noch rund 100 Teilnehmer gewesen. Insgesamt sei der Zulauf zu den Demonstrationen und auch den Montagsspaziergängen seiner Beobachtung nach seit einigen Wochen leicht rückläufig, so der Bürgermeister.

Der Gemeindevollzugsdienst sei vor Ort gewesen, besondere Vorkommnisse habe es aber keine gegeben. Die Demonstranten hätten erneut die „übliche Kritik an jeglichen Maßnahmen“ geäußert. Auffällig sei auch, dass zu den Demonstrationen einige Teilnehmer aus teils weiter entfernten Landkreisen extra anfahren, berichtet Benedikt Paulowitsch.

Bürgermeister lehnt Dialog erneut ab

Diese Demonstrationen auf dem Schulhof in Rommelshausen hat es seit Ende des vergangenen Jahres regelmäßig, fast wöchentlich gegeben. Die veranstaltende Bürgerinitiative habe ihn diesmal erneut dazu eingeladen, zu kommen und ans Mikrofon zu treten, so Paulowitsch.

Schon die erste Einladung zum Dialog, die die impfkritische Initiative im Januar an Verwaltung und Gemeinderat gerichtet hatte, war von Benedikt Paulowitsch und den Fraktionen abgelehnt worden. Auch von der Schulleitung der Rumold-Realschule werden die Demonstrationen direkt vor der Eingangstür sehr ungern gesehen: Mit dem Schriftzug „Impfen rettet Leben“ in der vorderen Fensterfront distanziert sich die Schule klar von der Bürgerinitiative und ihren Thesen.

Achtung: In einer früheren Version dieses Artikels war von 50 statt 70 Teilnehmern die Rede. Dieser Fehler ging auf ein Missverständins bei der Anfrage beim Ordnungsamt in Kernen zurück: Die Zahl 50 bezog sich irrtümlicherweise auf die Demonstration am Freitag in Stetten. Wir bitten darum, diesen Irrtum zu entschuldigen. 

Gegner der Impfpflicht und der Corona-Maßnahmen haben in Kernen dieses Wochenende zu gleich zwei Veranstaltungen aufgerufen: Sowohl für die Demonstration gegen die Impfpflicht für Pflegekräfte in Stetten am Freitag (18.02.) als auch für eine erneute Corona-Demo auf dem Schulhof der Rumold-Realschule in Rommelshausen am Samstag (19.02.) war davor in einschlägigen Gruppen beim Online-Messengerdienst Telegram groß geworben worden.

Das Interesse der Menschen an den Veranstaltungen hielt

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