Kernen

Abschluss, und dann? Zukunftspläne von Schülern der Rumold-Realschule in Kernen

Rumold Realschule
Sprechen über ihre Zukunft (v. l. n. r.): Maria Mitschke, Jakob Schlossberger, Tim Klein und Marie Ljaschko. © Alexandra Palmizi

Am 17. Mai beginnen die Realschulabschluss-Prüfungen in Baden-Württemberg – und damit auch die Prüfungsphase für die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der Rumold-Realschule in Rommelshausen.

Noch hält sich die Aufregung in Grenzen, verraten Marie Ljaschko, Maria Mitschke, Tim Klein und Jakob Schlossberger im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Schließlich haben die Absolventen bereits im März die praktischen Prüfungen hinter sich gebracht.

Doch mit den schriftlichen Prüfungen rückt für die Jugendlichen das Ende ihrer Schullaufbahn näher. Wie geht es für die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler weiter, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche haben? Zwei wollen jetzt das Abitur draufsatteln, einer möchte Dachdecker werden.

Marie Ljaschko (15) aus Rommelshausen: „Technik, das ist die Zukunft“

Einen festen Plan hat Marie Ljaschko aus Rommelshausen bereits. Die 15-Jährige will nach der Realschule auf das Technische Gymnasium in Waiblingen wechseln, um dort ihr Abitur zu machen. Mit dieser Entscheidung sei auch die Frage aufgekommen, welchen fachlichen Schwerpunkt sie für die nächsten drei Schuljahre wählen möchte. „Ich habe zwischen Naturwissenschaften und Technik geschwankt“, erzählt die Schülerin. Am Ende siegte das Interesse für Informatik. „Technik, das ist die Zukunft“, sagt die Schülerin.

Wie es nach dem Abitur weitergehen wird, weiß Marie Ljaschko noch nicht. Mit Rückblick auf die letzten Schuljahre kommt immer wieder ein Thema auf: die Corona-Pandemie. „Deswegen ist 2020 das Berufspraktikum ausgefallen“, sagt die 15-Jährige. Auch 2021 gab es kaum Möglichkeiten für die Schülerin, in den Berufsalltag hineinzuschnuppern. „Ich hatte mich für ein Praktikum in einem Kindergarten und in einer Firma beworben“, sagt sie. Doch pandemiebedingt sei die Nachfrage groß, die Anzahl der Praktikumsplätze aber klein gewesen. Nach mehreren Absagen „habe ich aufgegeben“, sagt die 15-Jährige. Für sie ist klar: „Schule bringt mehr.“

Tim Klein (16) aus Rommelshausen: „ Ich will draußen und nicht im Büro arbeiten“

Bei einem Praktikum in den Sommerferien hat Tim Klein einen Beruf für sich entdeckt: „Ich werde eine Ausbildung zum Dachdecker machen“, sagt der 16-Jährige aus Rommelshausen. Besonders viele Bewerbungen musste der Schüler nicht schreiben: Bereits nach der ersten Bewerbung habe er seinen Ausbildungsplatz erhalten, so Klein.

Das zweiwöchige Praktikum in einem Dachdeckerbetrieb habe dem Schüler gezeigt, was ihm im Berufsleben wichtig ist. „Ich fand es gut, etwas handwerklich zu machen“, sagt er. Auch die Arbeit an der frischen Luft überzeugt ihn. „Ich will draußen sein und nicht im Büro sitzen“, sagt der Schüler. Bei einem Berufspraktikum im Bereich Werbefotografie hat Tim Klein auch schon eine andere Erfahrung gemacht. „Das war langweilig“, sagt der Schüler. „Es wurde den ganzen Tag das Gleiche gemacht: Produkte fotografiert.“

Maria Mitschke (17) aus Hegnach: „Sehr viel mit Berufen auseinandergesetzt“

In den letzten Schuljahren hat sich Maria Mitschke „sehr viel mit Berufen auseinandergesetzt“. Zunächst habe die 17-jährige Schülerin aus Waiblingen-Hegnach in Richtung Medizin gehen wollen. Bei einem Praktikum bei einer Physiotherapeutin habe sie dann aber bemerkt, „dass es doch nichts für mich ist“, sagt sie.

Stattdessen will sie beruflich in Richtung Raumausstattung gehen. Deshalb wird sie nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel mit Schwerpunkt Design und Möbel beginnen. Zu ihrem künftigen Ausbildungsplatz in einem Möbelhaus in Ludwigsburg will sie mit dem Bus pendeln.

Für die Zeit nach der Ausbildung hat Maria Mitschke auch schon Pläne: „Danach will ich vielleicht Raumdesign studieren.“

Jakob Schlossberger (16) aus Fellbach: „Ich bin motiviert, mein Abi zu machen“

Weiter zur Schule gehen: Das will Jakob Schlossberger aus Fellbach. Der 16-Jährige ist zur neunten Klasse vom Gymnasium abgegangen. „Damals war ich nicht so motiviert“, sagt er. Jetzt, nach zwei Jahren auf der Rumold-Realschule in Rommelshausen, habe er die Motivation wiedergefunden.

Das Abitur wird der Schüler am IB Bildungszentrum Waiblingen machen. Was danach kommt, weiß er noch nicht. „Vielleicht irgendwas in Richtung Naturwissenschaft“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Mal sehen.“

Praktische Berufserfahrung habe er vor allem im Privaten gesammelt, ein Berufspraktikum allerdings habe bei ihm durch die Pandemie auch nicht geklappt.

„Ich wollte das Praktikum in einem Hotel machen, aber das ging dann nicht, weil das Hotel wegen Corona geschlossen hatte“, sagt Jakob Schlossberger.

In einem sind sich aber alle Schülerinnen und Schüler einig: Corona hat ihnen bei der Berufswahl keinen Strich durch die Rechnung gemacht.

Am 17. Mai beginnen die Realschulabschluss-Prüfungen in Baden-Württemberg – und damit auch die Prüfungsphase für die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der Rumold-Realschule in Rommelshausen.

Noch hält sich die Aufregung in Grenzen, verraten Marie Ljaschko, Maria Mitschke, Tim Klein und Jakob Schlossberger im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Schließlich haben die Absolventen bereits im März die praktischen Prüfungen hinter sich gebracht.

Doch mit den schriftlichen

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