Meinung

Ein Jahr nach Gründung: Start-up aus Kernen forscht zur Künstlichen Intelligenz

Fiasco Software
Die App kann mit Künstlicher Intelligenz die Schadenshöhe berechnen. © Fiasco Kernen

Das Kernener Software-Unternehmen Fiasco ist ein Jahr nach seiner Gründung in das Cyber-Valley Start-up Network aufgenommen worden, ein europäisches Forschungskonsortium im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Das hat die Fiasco GmbH in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Das junge Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Software zu entwickeln, die bestimmte Arbeitsprozesse, die in Lack- und Karosseriebetrieben anfallen, digitalisieren kann. So soll die Web-App in der Lage sein, nicht nur Kundenanfragen zu bearbeiten, sondern auch anhand von Fotos Lack- und Karosserieschäden direkt auszuwerten – und im besten Fall direkt einen Kostenvoranschlag ausspucken.

Vor einem Jahr gegründet

Die Fiasco GmbH mit Sitz in Kernen im Remstal wurde im Juli 2021 von Önder Aslan und Harun Coskun gegründet. Laut der Mitteilung genau ein Jahr später ist das Unternehmen nach einem Bewertungs- und Bewerbungsverfahren bei Cyber-Valley als 33. Mitglied in die Start-up-Community im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) aufgenommen worden.

„Mit dem Cyber-Valley wollen wir unser Netzwerk an KI-Spezialisten weiter erweitern. Wir glauben fest an Erfolg, Entwicklung und Wachstum, erst recht durch gemeinsame Erfahrungen“, sagt Harun Coskun, Co-Founder von Fiasco.

Start-up Gründer kommen selbst aus der Autobranche

Cyber Valley ist laut der Mitteilung Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie Amazon, BMW AG, IAV GmbH, Mercedes-Benz Group AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist demnach zudem die Fraunhofer-Gesellschaft Cyber-Valley Partner.

Drei Jahre lang habe die Entwicklungsarbeit mit externen KI-Spezialisten und der Programmierung vor Ort in Deutschland angedauert, so das Unternehmen in der Mitteilung. Dabei hätten auch die langjährigen Berufserfahrungen der beiden Gründer in der entsprechenden Branche eine wichtige Rolle gespielt: Önder Aslan führt unter anderem seit über 15 Jahren die beiden Fachbetriebe Reit Lack- und Karosserie in Kernen und Esslingen.

Menschliche Spezialisten kontrollieren Ergebnisse

Die Web-App des Kernener Start-ups arbeitet mit Künstlicher Intelligenz: Von diesem umfangreichen Know-how und den zahlreichen Fahrzeugschäden, die täglich in die Fiasco-Plattform einfließen, verbessere sich die Künstliche Intelligenz der Software laufend, so das Unternehmen.

Davon sollen nicht nur Lack- und Karosseriebetriebe im deutschsprachigen Raum profitieren, sondern auch Kfz-Werkstätten, das Flottenmanagement sowie Versicherungen: Fahrzeugschäden könnten damit schnell und einfach per Smartphone erfasst und mit KI erkannt werden. Die automatisierte Erkennung werde dann aber trotzdem noch von menschlichen Spezialisten überprüft, so das Unternehmen.

Nach dem ersten Geschäftsjahr befinden sich demnach bereits 13 festangestellte Mitarbeiter auf der Gehaltsliste des Kernener Start-ups. Diese werden durch weitere externe Spezialisten unterstützt.

Das Kernener Software-Unternehmen Fiasco ist ein Jahr nach seiner Gründung in das Cyber-Valley Start-up Network aufgenommen worden, ein europäisches Forschungskonsortium im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Das hat die Fiasco GmbH in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Das junge Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Software zu entwickeln, die bestimmte Arbeitsprozesse, die in Lack- und Karosseriebetrieben anfallen, digitalisieren kann. So soll die Web-App in der Lage

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