Kernen

Fast normaler Fitnessbetrieb: "Sportpunkt" in Kernen-Rommelshausen öffnet wieder

Sportpunkt
Studioleiter Peter Kunze im Sportpunkt-Fitnessstudio in Rommelshausen (Archivfoto). © ALEXANDRA PALMIZI

Seit Dienstag, 8. Juni, gelten im Rems-Murr-Kreis die Öffnungsschritte 2 und 3 der Corona-Verordnung: Diese bringen viele Lockerungen mit sich, unter anderem ist kontaktarmer Sport in Innenräumen wieder erlaubt. Eine gute Nachricht für Vereine und Fitnessstudios. Auch der Sportpunkt, das Vereinszentrum der Spvgg Rommelshausen, legt nächste Woche wieder los.

Viele Trainer sind schon zweimal geimpft

Das Team des Sportpunkts freue sich sehr darauf, dass es endlich wieder weitergehen kann, sagt Peter Kunze. Die Mitarbeiter und Trainer waren bis jetzt in Kurzarbeit. Die Schließungszeit hat das Team aber genutzt, um sich auf die Zeit danach vorzubereiten: „Sehr, sehr viele unserer Trainer sind oder werden jetzt noch geimpft“, so der Studioleiter. Bei einigen liege die zweite Impfung sogar schon mehr als 14 Tage zurück.

Unter anderem an den Impfungen liegt es auch, dass das Studio erst kommende Woche öffnet: Einige Impftermine stünden jetzt noch an, die hätten die Trainer abwarten wollen.

„Für unsere Nutzer entsteht daraus kein finanzieller Nachteil“, versichert Peter Kunze. Der Verein werde im Juni keine Gebühren abbuchen – im Studio kann dann also einen halben Monat „umsonst“ trainiert werden. Quasi als Belohnung fürs lange Warten, erklärt der Leiter.

Zutritt für Geimpfte, Getestete und Genesene

„Es gelten dann die mittlerweile berühmten drei G“, informiert Studio-Leiter Peter Kunze: „getestet, genesen oder geimpft.“ Auf wen eines der drei G zutrifft, der kann ab kommenden Mittwoch, 16. Juni, wieder im Rommelshauser Fitnessstudio trainieren gehen.

Beim Schnelltest sei es dem Team am liebsten, wenn Gäste einen Nachweis über einen negativen Schnelltest mitbringen, so Peter Kunze. Ansonsten kann auch ein Selbsttest-Kit von daheim mitgebracht werden. Den Schnelltest muss derjenige dann unter Beaufsichtigung durchführen. „Sollte er positiv ausfallen, müssten wir die Person dann schleunigst nach Hause schicken und das Gesundheitsamt informieren“, sagt der Studioleiter.

Falls mal jemand vorbeikommt, der gerne trainieren möchte, aber überhaupt nicht an den Test gedacht hat, kann er auch vor Ort ein Test-Kit günstig erwerben. Das sei aber nur für absolute Notfälle gedacht.

Erst mal dürfen nur 15 Leute gleichzeitig trainieren

Ansonsten gelten im Studio die üblichen Corona-Regeln: Außer an den Geräten oder am jeweiligen Platz im Kursraum gilt die Maskenpflicht. Die Duschen dürfen benutzt werden, allerdings ist immer noch jede zweite Dusche abgesperrt. Es darf auch nur eine sehr begrenzte Personenzahl gleichzeitig ins Studio: Pro 90-minütigem Trainingsslot dürfen 15 Leute ins Studio, wenn es die Corona-Lage zulässt, ab September vielleicht bis zu 20 Menschen gleichzeitig. Für Kurse sind im Moment zehn Teilnehmer eingeplant.

„Wir dürften mehr Menschen reinlassen, sind aber lieber vorsichtig“, sagt der Studioleiter. Immerhin würde es den Sportpunkt hart treffen, wenn sie kurz nach der Öffnung schon wieder schließen müssten, weil die Infektionszahlen wieder ansteigen.

An jedem Gerät gibt es einen Spender mit Desinfektionstüchern, mit denen die Griffe und andere Berührungsflächen vor und nach dem Gebrauch desinfiziert werden können. In den Kursräumen stehen ebenfalls Eimer mit Desinfektionsutensilien bereit. „Das ist leider ein riesiger Müllberg, der da entsteht“, bedauert Peter Kunze.

Eine lange Pause für den Herzsport

Doch nicht nur der allgemeine Trainingsbetrieb startet kommende Woche wieder: Noch für eine andere Gruppe geht es nach über einem Jahr Pause endlich wieder los – ab Donnerstag wird im Sportpunkt wieder Herzsport angeboten.

Herzsport wird zwar ärztlich verordnet und hätte, wie andere Reha-Kurse auch, eigentlich weiterhin angeboten werden dürfen: „Aber die Teilnehmer gehören zur Höchstrisiko-Gruppe“, erklärt Peter Kunze. Deshalb sind solche Kurse bis jetzt ausgefallen.

Herzsport-Trainer haben spezielle Lizenz

Die Trainer, die die Kurse durchführen, haben eine spezielle Lizenz für innere Medizin, außerdem muss immer ein Arzt vor Ort sein. Dafür arbeitet die Spvgg mit drei Ärzten zusammen, die sich im Sportpunkt abwechseln. „Dafür gibt es einen festen Stundensatz“, erklärt der Studioleiter.

Zu den Herzsport-Kursen kommen normalerweise um die 100 Patienten in den Sportpunkt in Rommelshausen. Darunter sind Menschen, die den Kurs wegen ihres sehr hohen Alters verschrieben bekommen haben, einen Herzinfarkt oder eine Operation hinter sich haben oder aber an bestimmten Erkrankungen leiden.

Studioteam kontaktiert alle ehemaligen Teilnehmer

In der Regel sei das Durchschnittsalter der Teilnehmer recht hoch, berichtet der Studioleiter aus Erfahrung. „Aber es ist schon auch mal ein Herzsportler dabei, der erst 30 ist.“

Er begrüßt, dass es für die Betroffenen jetzt endlich weitergeht. Er und sein Team sind gerade dabei, jeden Einzelnen, der vor Corona dabei war, zu kontaktieren. „Wir fragen, ob die Leute noch Bedarf und noch eine gültige Verordnung haben“, erklärt er. Er befürchtet, dass er einige der ehemaligen Teilnehmer gar nicht mehr erreichen wird. „Einige sind vermutlich mittlerweile verstorben.“

Seit Dienstag, 8. Juni, gelten im Rems-Murr-Kreis die Öffnungsschritte 2 und 3 der Corona-Verordnung: Diese bringen viele Lockerungen mit sich, unter anderem ist kontaktarmer Sport in Innenräumen wieder erlaubt. Eine gute Nachricht für Vereine und Fitnessstudios. Auch der Sportpunkt, das Vereinszentrum der Spvgg Rommelshausen, legt nächste Woche wieder los.

Viele Trainer sind schon zweimal geimpft

Das Team des Sportpunkts freue sich sehr darauf, dass es endlich wieder

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