Kernen

Fraktionen für mehr Fotovoltaikanlagen und Bio-Jungbäume in Kernen

Fotovoltaik
Symbolfoto. © Alexandra Palmizi

Mit ihren Haushaltsanträgen wollen die Fraktionen die Politik der Gemeinde mitbestimmen. Jedoch ist der finanzielle Spielraum im Haushaltsjahr 2022 aufgrund der Pandemie klein.

Weniger Anträge als im Vorjahr

Entsprechend kurz war in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Liste der Haushaltsanträge. Zum Vergleich: Mehr als 50 Anträge gab es im vergangenen Jahr – über gerade mal zwölf Anträge hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Vier gemeinsame Haushaltsanträge der Fraktionen

Vier davon stellten die Kernener Gemeinderatsfraktionen CDU, SPD, Unabhängige Freie Wähler (UfW), Offene Grüne Liste (OGL) und Parteifreies Bündnis (PFB) gemeinsam. Alle vier wurden vom Gremium einstimmig angenommen.

Bei dem ersten Antrag ging es um den bestehenden (schmalen) Fußweg an der Landesstraße 1199. Der Wunsch der Fraktionen: Der Weg soll zu einem Fuß- und Radweg ausgebaut werden. Hierfür gab es grünes Licht von der Verwaltung. Das Kernener Rathaus wird sich mit dem Landratsamt in Verbindung setzen und in Erfahrung bringen, ob und wann ein entsprechender Ausbau des Radwegs vorgesehen ist. Das Vorhaben ist der Verwaltung zufolge möglicherweise mit einem großen Aufwand verbunden, weil die zahlreichen angrenzenden Grundstückseigentümer miteinbezogen werden müssen.

Ein wichtiges Anliegen der Fraktionen war das Thema Fotovoltaikanlagen – sowohl für private Haushalte als auch für gemeindeeigene Standorte. Hausbesitzer in Kernen sollen im Rahmen einer sogenannten Aktionswoche rund um das Thema beraten werden. Die Idee ist, die Energieagentur Rems-Murr mit ins Boot zu holen und dabei die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Nutzungschancen zu erklären. Auch diesem Antrag stand die Verwaltung aufgeschlossen gegenüber. Jedoch plädierte das Rathaus dafür, die Aktion nicht auf eine Woche zu begrenzen.

Auch sollen neben der Aktion weitere Instrumente zum Informieren in Erwägung gezogen werden. Die Energieagentur sei seit einiger Zeit überlastet, weshalb die Verwaltung anregte, gegebenenfalls auch mit anderen Partnern zu kooperieren.

Auch beantragten die Räte, mögliche gemeindeeigene Standorte für Fotovoltaikanlagen zu suchen. Eine entsprechende Suche sei Inhalt des im August 2021 gestellten interkommunalen Antrags im Landesprogramm „Klimaschutz Plus“, so die Verwaltung. Eine Förderzusage stehe allerdings derzeit aus.

Unterstützung von Bio-Jungbäumen

Zudem ging es bei den Anträgen um die Unterstützung von Bio-Jungbäumen. Aktuell werden diese mit zwölf Euro pro Baum unterstützt, so die Verwaltung. Ihr zufolge wurden vergangenes Jahr 29 Bio-Jungbäume ausgegeben, der Gesamtförderbetrag betrug 348 Euro. Aktuell seien die benötigten Fördergelder zwar sehr gering, doch auch bei einer steigenden Bestellquote und einer höheren Bezuschussung könne die künftige Förderung mit dem zur Verfügung stehenden Budget gedeckt werden.

Mit ihren Haushaltsanträgen wollen die Fraktionen die Politik der Gemeinde mitbestimmen. Jedoch ist der finanzielle Spielraum im Haushaltsjahr 2022 aufgrund der Pandemie klein.

Weniger Anträge als im Vorjahr

Entsprechend kurz war in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Liste der Haushaltsanträge. Zum Vergleich: Mehr als 50 Anträge gab es im vergangenen Jahr – über gerade mal zwölf Anträge hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Vier

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