Kernen

Gedenken an Corona-Todesopfer: Kernen will mit Kundgebung ein Zeichen setzen

Udo Rauhut
VdK-Ortsverbandsvorsitzender Udo Rauhut. © Privat

Am Samstag, 29. Januar, findet im Rathaushof in Rommelshausen um elf Uhr eine Gedenk-Kundgebung statt. Unter dem Motto „Kernen gedenkt – Kernen hält zusammen – Kernen zeigt Haltung“ wolle man an die Todesopfer der Corona-Pandemie erinnern, so Udo Rauhut, Vorsitzender des Ortsverbands Kernen des Sozialverbands VdK.

Der Anlass für die Initiative des VdK-Ortsverbandes seien Demonstrationen in Kernen, auf denen „Verschwörungstheorien und Lügen verbreitet werden“, sagt Rauhut. „Diese vermitteln ein ganz falsches Bild von Kernen.“ Man wolle dem etwas entgegensetzen, so der Vorsitzende, da die meisten Menschen in Kernen eine andere Meinung hätten. Auf dem Veranstaltungsflyer des Vdk-Ortsverbandes heißt es: „Es kann nicht sein, dass die große Mehrheit der Bevölkerung schweigt und nur eine kleine Minderheit lautstark auf sich aufmerksam macht.“

Für die Gedenk-Kundgebung habe sich vor drei Wochen eigens ein Kernener Bündnis zusammengetan, bestehend aus Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen, Parteien, Wählervereinigungen und Bürgerschaft.

Bürgermeister Paulowitsch hofft auf eine „breite Beteiligung der Bürgerschaft“

Auf seiner Facebookseite macht auch Kernens Bürgermeister Benedikt Paulowitsch auf die Gedenk-Kundgebung aufmerksam. „Ich bin mir sicher, dass Kernen ein klares Zeichen setzen wird, und hoffe auf eine breite Beteiligung der Bürgerschaft“, teilt der Bürgermeister in seinem Beitrag mit. „Über viele Maßnahmen und Entscheidungen der letzten zwei Jahre wurde und wird diskutiert und gestritten.“ Das sei gut und zeige sich auch in vielen Debatten und sogar gerichtlichen Entscheidungen, so der Bürgermeister.

Bei allen Unterschieden sei es aber auch wichtig, „klar zu unseren Grundwerten zu stehen und zu jenen Gruppen ‘Nein’ zu sagen, die behaupten, dass wir in einer Diktatur leben, wildeste Verschwörungstheorien verbreiten, sich sogar mit Personen und Gruppen verbünden, die auf Social-Media-Kanälen hetzen, antisemitisches Gedankengut in sich tragen und verbreiten“, schreibt Paulowitsch. Der Bürgermeister betont: „Spätestens hier endet unsere Toleranz“.

Bei der Kundgebung sollen die Corona-Auflagen eingehalten werden

Oberste Priorität habe der Schutz der Teilnehmer bei der Gedenk-Kundgebung. Bei der angemeldeten Versammlung gelte durchgehend Maskenpflicht. „Es sollen schließlich alle wieder gesund nach Hause gehen“, sagt Udo Rauhut. Auch werde es Ordner geben, die die Einhaltung der Corona-Auflagen kontrollieren werden. Auch Bürgermeister Paulowitsch weist auf die Sicherheit der Teilnehmer hin: „Dabei achten wir auf Abstand und bitten um das Tragen von Masken.“ Zu Beginn der Kundgebung ist eine Schweigeminute geplant. Redner werden neben dem Bürgermeister auch die beiden Kernener Landtagsabgeordneten Christian Gehring (CDU) und Jochen Haußmann (FDP) sein sowie Gewerkschaftsvertreter Reinhard Neudorfer und der evangelische Pfarrer Michael Maisenbacher.

Pflegerin bittet: „Impfen, impfen, impfen!“

Auch Die Linke Rems-Murr-West ruft zur Teilnahme auf. „Zeigt Solidarität mit den Alten, den Vorerkrankten und den Pflegekräften!“ In dem Aufruf appelliert die Waiblinger Pflegerin Sylvia Heintel-Helbig, die sich nach eigenen Angaben vor einem Jahr in einer Waiblinger Pflegeeinrichtung mit Corona infiziert hat: „Bitte impfen, impfen, impfen!“

Und: „Ich fordere Solidarität gegen Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker und Pseudowissenschaftler, die gemeinsam mit den üblen Gestalten von rechtsaußen alles nur noch verschlimmern.“ Auch Udo Rauhut vom VdK-Ortsverband Kernen betont: „Bei mir hört der Spaß bei Verschwörungstheorien, Rassismus und Antisemitismus auf.“

Am Samstag, 29. Januar, findet im Rathaushof in Rommelshausen um elf Uhr eine Gedenk-Kundgebung statt. Unter dem Motto „Kernen gedenkt – Kernen hält zusammen – Kernen zeigt Haltung“ wolle man an die Todesopfer der Corona-Pandemie erinnern, so Udo Rauhut, Vorsitzender des Ortsverbands Kernen des Sozialverbands VdK.

Der Anlass für die Initiative des VdK-Ortsverbandes seien Demonstrationen in Kernen, auf denen „Verschwörungstheorien und Lügen verbreitet werden“, sagt Rauhut. „Diese

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