Kernen

In 30 Metern Höhe: Feuerwehr Kernen übt auf Baukran auf Schetter-Baustelle

Feuerwehrübung Kernen
Auf der Plattform des Baukrans, der auf der Baustelle der Firma Schetter steht. © Florian Schenk

Einsatz in 30 Metern Höhe? Ja, das kommt – glücklicherweise – nicht jeden Tag in Kernen vor. Aber wer hoch hinaus will, um etwa einem Kranführer zu helfen, der sich in einer gesundheitlichen Notsituation befindet, muss sich dafür rüsten und gut ausgebildet sein.

Bauunternehmen Moser und Gebäudetechnikfirma Schetter ermöglichen Übung

Die Chance, einen solchen Einsatz realitätsnah zu trainieren, hatte die Freiwillige Feuerwehr Kernen auf der Baustelle der Gebäudetechnikfirma Wilhelm Schetter. Weil das Unternehmen am Ortsrand von Stetten ein Bürogebäude mit Tiefgarage sowie ein Mehrfamilienhaus mit Mitarbeiterwohnungen baut, steht auf dem Grundstück zur Rommelshauser Straße ein Kran. Über den Bauunternehmer Moser und die Firma Schetter bekam die Kernener Feuerwehr freien Zugang zum Baukran.

Bei Notfall in 30 Metern richtig und sicher reagieren

Den Übungseinsatz am Dienstagabend leitete Florian Michalke. In der schwindelerregenden Höhe wurde „die Absturzsicherung“ geübt, wie der Kernener Berufsfeuerwehrmann auf Anfrage unserer Redaktion erklärt. Dabei beschäftigten sich die an der Übung beteiligten Feuerwehrleute unter anderem mit der Frage, wie sie sich zu verhalten haben, wenn etwa ein Kranfahrer plötzlich bewusstlos wird. „Bis die Höhenrettung aus Stuttgart kommt“, sagt Florian Michalke, sei es wichtig, dass die Einsatzkräfte vor Ort „sicher nach oben steigen“ und eine Erstversorgung leisten können.

Besonderes Erlebnis auch für die Feuerwehr

Ausgerüstet mit Karabinern, Seilen, Helm und Klettergeschirr den beleuchteten Kranturm zu besteigen, um auf die Plattform in der Höhe zu gelangen, sei auch für die Kernener Floriansjünger „etwas Besonderes“, sagt Florian Michalke.

Besorgter Bürger setzt Notruf ab

Während des zweieinhalbstündigen Einsatzes habe es auch „eine kleine Verwirrung gegeben“, so der Gerätewart. Ein Bürger sei „wegen Personen“ auf dem Baukran „etwas beunruhigt gewesen“ und setzte einen Notruf ab. Aus Sicht des Kernener Feuerwehrkommandanten Andreas Wersch seien die Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen vor Ort eigentlich für Außenstehende klar als Einsatzkräfte zu erkennen gewesen. Das Missverständnis sei allerdings schnell aufgeklärt worden.

Einsatz in 30 Metern Höhe? Ja, das kommt – glücklicherweise – nicht jeden Tag in Kernen vor. Aber wer hoch hinaus will, um etwa einem Kranführer zu helfen, der sich in einer gesundheitlichen Notsituation befindet, muss sich dafür rüsten und gut ausgebildet sein.

{element}

Bauunternehmen Moser und Gebäudetechnikfirma Schetter ermöglichen Übung

Die Chance, einen solchen Einsatz realitätsnah zu trainieren, hatte die Freiwillige Feuerwehr Kernen auf der Baustelle der

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper