Kernen

Kernen: Am Friedhof in Stetten werden vier Bäume gefällt

Friedhofsmauer Stetten Baumfällung
Drei der Bäume bedrohen laut Gemeinde die denkmalgeschützte Mauer. © Gemeinde Kernen

Auf dem Gelände des Alten Friedhofs im Ortsteil Stetten werden bald vier Bäume gefällt. Das sei aus Sicherheitsgründen nötig, wie die Gemeinde Kernen in einer Pressemitteilung erklärt. „Drei davon wachsen zu dicht an der Mauer, die entlang des Täleswegs verläuft, wodurch das Mauerwerk seit Jahren Schaden nimmt. Ein vierter Baum, eine Hainbuche, muss aus Krankheitsgründen ebenfalls entfernt werden.“

Laut Gemeinde werden entlang der Friedhofsmauer seit 2017 jährlich Messungen durchgeführt, kleinere Ausbesserungsmaßnahmen seien ausgeführt worden. „Die jüngste Messung des beauftragten Ingenieurbüros Wilfried Kautz GmbH ergab jedoch, dass infolge des Wurzeldrucks zuletzt so gravierende Mauerversätze und Risse aufgetaucht sind, dass kein weiterer Aufschub mehr möglich ist“, teilt die Gemeinde nun mit.

„Die denkmalgeschützte Sandsteinmauer, deren Ursprünge laut Landesamt für Denkmalpflege ins 16./17. Jahrhundert zurückreichen, kann dem Druck auf Dauer nicht mehr standhalten.“

Das Landratsamt ist laut Verwaltung informiert. „Da Gefahr im Verzug ist, sind die Fällungen zulässig“, heißt es. Bauamtsleiter Peter Mauch sagt: „Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leichtgemacht und die Fällung schweren Herzens beschlossen.“ Der Gemeinderat ist laut Verwaltung vor der Sommerpause über die Thematik informiert worden.

Geeignete Eichenarten könnten hier neu angepflanzt werden

Die vor vielen Jahrzehnten auf Gräbern gepflanzten Bäume dicht an der Mauer, eine Douglasie sowie Zypressen, sollen aber nicht ersatzlos fallen. Neue Bäume werden mit fünf Meter Abstand zur Mauer gepflanzt. Das Bauamt denkt laut Mauch an „heimische, klimageeignete Laubbaumarten“, etwa geeignete Eichenarten.