Kernen

Kernen: Die Hälfte der Wald-Fläche soll bald per Hubschrauber gekalkt werden

Bodenschutzkalkung
Ein Helikopter bringt Kalk aus (Archivfoto). © Alexandra Palmizi

Ab Mitte September sollen auch Waldböden in Kernen von einem Helikopter aus gekalkt werden. Mit der Maßnahme sollen Bäume „klimastabiler“ gemacht werden, wie die Gemeindeverwaltung am Mittwoch in ihrem Amtsblatt mitgeteilt hat. Doch es geht auch um ein weiteres menschengemachtes Problem aus den 1970er und 80er Jahren.

In Kernen wird demnach in folgenden Waldbereichen gekalkt: Distrikt Sandacker (Gebiet um das Sängerheim und Gebiet der Kugelbahn); Distrikt Katzenkopf; in Rommelshausen Distrikt Beiburg; Gebiet im Bereich des Spielplatzes „Blaues Loch“. Insgesamt sind circa 55 Prozent der Waldfläche der Gemeinde betroffen. „Dazu müssen die jeweiligen Waldflächen zeitweise gesperrt werden.“ Je Distrikt sei mit circa drei Tagen Sperrung zu rechnen. „Beginn und Dauer hängen auch maßgeblich vom Wetter ab.“

Verletzungsgefahr durch Kalk-Klumpen

Die Kalkung der Böden sei für Menschen und Tiere unbedenklich, so die Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Trotzdem sind die jeweiligen Waldflächen während der Maßnahme gesperrt. „Der Grund: Der Kalkstaub kann im Streukübel des Helikopters auch einmal zu einem Klumpen verbacken und dann zu Verletzungen führen.“ Revierförster Stefan Baranek wird in der Mitteilung so zitiert: „Waldbesucher müssen die Sperrhinweise wie bei allen Forstarbeiten deshalb unbedingt beachten.“

Menschengemachte Versauerung der Böden

Beim Kalken der Waldböden geht es laut der Mitteilung darum, der Versauerung entgegenzuwirken. „Zwar ist die Säurebelastung des Waldbodens dank der Luftreinhaltungsmaßnahmen reduziert worden, jedoch bleibt die Bildung von Stickstoffverbindungen weiterhin hoch und belastet die Waldökosysteme.“ Zudem sei „eine Säurealtlast aus den 70er- und 80er-Jahren in den Waldböden zurückgeblieben.“

Erklärtes Ziel sei es, mit Kalk die Bodenversauerung abzumildern und den natürlichen Regenerationsprozess der Böden zu unterstützen. Gekalkt würden nur Flächen, die durch menschlichen Einfluss versauert sind. Von Natur aus saure Böden stünden nicht im Fokus.

Die Kalkung ist laut der Mitteilung Teil einer Strategie von ForstBW und Landesforstverwaltung und wird von der Europäischen Union gefördert. Sie helfe Bodenlebewesen, Bäume entwickelten dadurch zudem eine höhere Trockenheitstoleranz, so die Mitteilung unter Verweis auf bundesweite Bodenzustandserhebungen.

Ab Mitte September sollen auch Waldböden in Kernen von einem Helikopter aus gekalkt werden. Mit der Maßnahme sollen Bäume „klimastabiler“ gemacht werden, wie die Gemeindeverwaltung am Mittwoch in ihrem Amtsblatt mitgeteilt hat. Doch es geht auch um ein weiteres menschengemachtes Problem aus den 1970er und 80er Jahren.

In Kernen wird demnach in folgenden Waldbereichen gekalkt: Distrikt Sandacker (Gebiet um das Sängerheim und Gebiet der Kugelbahn); Distrikt Katzenkopf; in Rommelshausen

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