Kernen

Kernen: Firma Schetter will langfristig CO2-neutral und Vorreiter in der Region sein

Schetter CO2 neutral
Von links: Markus Schetter, Bürgermeister Benedikt Paulowitsch und Heino Wolkenhauer mit dem CO2-Logo vor der Firma Schetter. © Gabriel Habermann

Klimaneutralität hat sich nicht nur die Gemeinde Kernen auf die Fahne geschrieben, die in der anstehenden Sitzung des Gemeinderats darüber beraten wird, wie das gelingen soll, sondern auch das Unternehmen Wilhelm Schetter aus Stetten. Die Gebäudetechnikfirma möchte in Zukunft keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen und langfristig ein klimaneutrales Unternehmen sein. „Wir übernehmen Verantwortung für den Klimaschutz und handeln deshalb jetzt“, sagte Schetter-Geschäftsführer Heino Wolkenhauer beim Pressetermin mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Markus Schetter und dem Kernener Bürgermeister Benedikt Paulowitsch.

Seit vergangenem Herbst beschäftigt sich das Unternehmen intensiv mit diesem Thema

Heino Wolkenhauer zufolge beschäftigt sich das Unternehmen seit vergangenem Herbst intensiv mit diesem Thema und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Ziel so schnell wie möglich zu erreichen.

Durch die Partnerschaft mit der Bosch Climate Solutions GmbH habe Schetter erkannt, dass vier Faktoren bei diesem Prozess eine bedeutende Rolle spielen: saubere Energieerzeugung, Energieeffizienz, Zukauf von Ökostrom und Kompensationsmaßnahmen.

Das heißt, um die CO2-Emissionen, die die Gebäudetechnikfirma in drei Bereichen jährlich erzeugt (Wärme 135 Tonnen, Elektrizität 41 Tonnen und Firmenfuhrpark 518 Tonnen) zu kompensieren, sind im Gegenzug Maßnahmen erforderlich.

Konkret bedeutete das für die Kernener Firma, unter anderem den Hauptverursacher von CO2-Emissionen, in diesem Fall den Fuhrpark, zu überdenken. Deshalb steigt Schetter im nicht gewerblichen Bereich auf Hybridfahrzeuge um. Bei den Service-Fahrzeugen (VW-Busse) des Unternehmens sei der Umstieg zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich, weshalb die Firma durch den Zukauf von Ökostrom und das Pflanzen von Bäumen im Schwarzwald den Ausstoß kompensieren möchte, so Wolkenhauer.

Parkhaus kann umfunktioniert werden

Darüber hinaus baut die Firma im Schiemerweg ein neues dreigeschossiges Parkhaus (siehe Infobox), das auf dem Dach und an der Außenfassade mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden und 15 Ladestationen für Firmenfahrzeuge bieten soll. Dadurch soll nicht nur Solarstrom erzeugt, sondern auch ein nachhaltiges Vorhaben realisiert werden. „Das Parkhaus wird eine Geschosshöhe haben, die uns nachher befähigt, vielleicht ein Büro daraus zu machen oder vielleicht ein Lager“, sagte Markus Schetter, geschäftsführender Gesellschafter. Wichtig sei es, „eine sinnvolle Gebäudestruktur zu haben“, damit das Objekt künftig je nach Bedarf und Entwicklung der Mobilität umfunktioniert werden könne.

Thema Klimaneutralität ist ein fortlaufender Prozess

Generell sei es wichtig, langfristig und nachhaltig zu planen. Auch das Thema Klimaneutralität sei ein fortlaufender Prozess, so Schetter. „Wir haben jetzt die CO2-Neutralität erreicht“, sagte er, „natürlich mit zusätzlichen Kompensationsmaßnahmen, aber das hört nicht auf.“ Deshalb gilt: „Wir werden weiterhin an dem arbeiten, was wir angeschoben haben, um besser und besser zu werden.“

Mit seinem Handeln will das Unternehmen nicht nur das Klima schützen, sondern auch eine Vorreiterrolle in der Region übernehmen, was Bürgermeister Benedikt Paulowitsch sehr begrüßt.

„Die Firma Schetter ist ein großer Mittelständler, der in der gesamten Region und darüber hinaus aktiv ist“, sagte Benedikt Paulowitsch, „und der jetzt bewiesen hat, dass CO2-Neutralität wirklich funktioniert.“ Ein solches Beispiel sei für die Gemeinde Kernen, die bis zum Jahr 2035 das Ziel hat, klimaneutral zu werden, sehr wichtig, so der Bürgermeister. „Es geht und ist machbar“, sagte er. Fest steht allerdings: „Jeder muss mitanpacken.“

Klimaneutralität hat sich nicht nur die Gemeinde Kernen auf die Fahne geschrieben, die in der anstehenden Sitzung des Gemeinderats darüber beraten wird, wie das gelingen soll, sondern auch das Unternehmen Wilhelm Schetter aus Stetten. Die Gebäudetechnikfirma möchte in Zukunft keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen und langfristig ein klimaneutrales Unternehmen sein. „Wir übernehmen Verantwortung für den Klimaschutz und handeln deshalb jetzt“, sagte Schetter-Geschäftsführer Heino Wolkenhauer

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper