Kernen

Kinder erarbeiten mit Diakonie Stetten und Jungem Ensemble im Wald ein Theaterstück

Inklusiver Theaterstück der Diakonie Stetten
Die Kinder der inklusiven Spielclubs mit den Spielleiterinnen Silke Wilhelm (1.v.r.), Tine Kiefel (5.v.r.), Jona Köresi (6.v.r.) und Katharina Kaeuffer (4.v.l.). © Diakonie Stetten

Die Offenen Hilfen der Diakonie Stetten kooperieren in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES) und dem Haus des Waldes Stuttgart. Insgesamt acht Kinder mit und ohne Behinderung inszenieren unter Anleitung von Theaterpädagogin Silke Wilhelm vom JES, Tine Kiefel vom Haus des Waldes und Heilerziehungspflegerin Katharina Kaeuffer ein inklusives Theaterstück zum Thema „Waldverwandlungen“. Die zwei Vorstellungen des SpielClubs „Die Wandwandler*innen“ waren restlos ausgebucht, wie die Diakonie mitgeteilt hat.

In den vergangenen Jahren gab es bereits inklusive Spielclubs in Kooperation mit den Offenen Hilfen Stuttgart. „Wir möchten das JES immer inklusiver machen“, so Silke Wilhelm. In fünf gemeinsamen Probennachmittagen, vier davon im Wald, wurde das Stück erarbeitet und eingeübt. Nur eine Probe musste wegen Sturm im Theater stattfinden.

Kinder sollen Ideen einbringen

Bei der Generalprobe in Stuttgart wurde die Gruppe mit Kindern im Alter von zehn bis 15 Jahren von den Betreuerinnen „kreuz und quer durch den Wald von Spielstation zu Spielstation“ begleitet. Ob Pilzmonster, Eichhörnchen oder Adler: „Jedes Kind durfte sich aussuchen, in was es sich verwandeln wollte. Anschließend haben wir dann mit allen Kindern gemeinsam überlegt, wie die Verwandlung funktionieren könnte und wie wir sie inszenieren könnten“, erklärte Silke Wilhelm. „Unser Ziel ist, dass jedes Kind seine eigenen Fähigkeiten und Ideen einbringen kann.“

Wegen Corona bewusst draußen

Bewusst habe man sich in diesem Jahr auch wegen der Corona-Pandemie dafür entschieden, auch im Herbst einen Spielclub draußen im Wald anzubieten. „Wir haben befürchtet, dass wir im Herbst vielleicht nicht drinnen proben dürfen und wollten den inklusiven Spielclub aber gerne ermöglichen“, so Silke Wilhelm.

„Das Wetter war so, wie es im November sein muss“, berichtet Tine Kiefel in der Pressemitteilung der Diakonie Stetten, „und die Kinder haben das Wetter quasi als Spielpartner akzeptiert.“

"Unbeeindruckt von Regen und Kälte"

„Es war faszinierend zu sehen, wie unbeeindruckt die Kinder von Regen und Kälte waren“, ergänzt Silke Wilhelm, „dadurch, dass wir uns mit den natürlichen Verwandlungen im Herbst beschäftigt haben, war es für die Kinder leichter anzunehmen, dass es kälter wurde.“ Die Führung durch den Wald von Spielort zu Spielort übernahm Kaspar Kaaden, der sein Freiwilliges Soziales Jahr beim JES absolviert. An jeder Station erklärte er Wissenswertes zum Wald und seinen Verwandlungen.

Die Teilnehmenden erfuhren unter anderem wie lange Pilze brauchen, um achtlos weggeworfenes Plastik zu zersetzen, das wärmere Temperaturen im Winter Tiere bei ihrer Winterruhe stören können und was im Wald alles essbar ist.

Die Offenen Hilfen der Diakonie Stetten kooperieren in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES) und dem Haus des Waldes Stuttgart. Insgesamt acht Kinder mit und ohne Behinderung inszenieren unter Anleitung von Theaterpädagogin Silke Wilhelm vom JES, Tine Kiefel vom Haus des Waldes und Heilerziehungspflegerin Katharina Kaeuffer ein inklusives Theaterstück zum Thema „Waldverwandlungen“. Die zwei Vorstellungen des SpielClubs „Die Wandwandler*innen“ waren restlos

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