Kernen

Kreisbau-Vorhaben für Beinsteiner Straße 29-31 in Kernen vorerst abgelehnt

Baugrundstück mit Leerstand
Das Grundstück in der Beinsteiner Straße 29-31: Das alte Gebäude wird abgerissen. © Alexandra Palmizi

Der Technische Ausschuss Kernen hat in seiner jüngsten Sitzung ein Baugesuch zum sozialen Wohnungsbau der Kreisbau vorerst auf Eis gelegt. In der Beinsteiner Straße 29-31 sollen drei Mehrfamilienhäuser in Modulbauweise entstehen. Auch Wohngruppen der Diakonie Stetten sollen hier untergebracht werden – wenn das Bauprojekt umgesetzt wird.

Weil das Baugesuch in mehreren Punkten nicht dem Bebauungsplan für diesen Bereich entspricht, muss die Gemeinde es absegnen. Das hat ein Teil der Ausschussmitglieder nun aber vorerst verhindert.

Höher als erlaubt

Das Bauvorhaben lässt sich nicht ohne weiteres mit dem Bebauungsplan der Gemeinde für das Quartier Kolbenhalde vereinbaren: Die drei Häuser wären zum Beispiel mit knapp zehn Metern Höhe fast einen Meter höher als eigentlich vorgesehen. Schuld daran sei die gewählte Bauform, erklärt Beisitzer und Bauamtsleiter Peter Mauch: Die Holzmodule seien nun mal genormt und ließen sich nicht einfach dem Bebauungsplan anpassen. Außerdem benötigt der geplante Effizienzhaus-Standard eine gewisse Aufbaustärke bei Böden und Decken.

Auch das Baufenster wird auf den Plänen an mehreren Stellen überschritten – besonders Balkone, Vordächer, Aufzüge und Treppen ragen darüber hinaus. Doch das ist es gar nicht unbedingt, was den Ausschussmitgliedern am vergangenen Mittwochabend Sorge bereitet hat – in Hinblick auf den Schattenwurf konnte Peter Mauch mit Blick auf die doch relativ großen Abstände zu den Nachbargebäuden ein Stück weit beruhigen. Allerdings verstößt das Vorhaben der Kreisbau noch in einer anderen Hinsicht gegen die Norm: Für die dreigeschossigen Häuser wären eigentlich 24 Stellplätze für Pkw vorgeschrieben.

Weniger Stellplätze

Weil im einen Gebäude Wohngruppen der Diakonie untergebracht werden sollen, rechnet die Kreisbau hier nur mit einem Stellplatz pro Wohngruppe und plant mit lediglich 15 herkömmlichen Stellplätzen, 13 davon in der Tiefgarage. Außerdem soll es drei öffentliche Carsharing-Plätze geben. So ganz geheuer war dem Technischen Ausschuss dieser Schritt in Richtung Mobilitätswende offensichtlich noch nicht: Nur vier stimmten für das Bauvorhaben, vier dagegen. Außerdem gab es zwei Enthaltungen.

Der Ball liegt nun wieder bei der Kreisbau. Sie muss entscheiden, ob und wie sie nachbessern will. Die drei Mehrfamilienhäuser zwischen Beinsteiner Straße und Mozartstraße wären der letzte Bauabschnitt der Neubebauung in diesem Bereich: In direkter Nachbarschaft hat die Kreisbau bis 2019 bereits in drei Bauabschnitten insgesamt 50 vergünstigte Mietwohnungen gebaut. Mit den drei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage auf dem Grundstück der Gemeinde wäre die Nachverdichtung im Wohngebiet Kolbenhalde vorerst abgeschlossen.

33 Prozent unter dem üblichen Mietpreis sollen die Mieten für die Wohnungen sein, alle sollen einen Balkon oder eine Terrasse haben. Sogar einen eigenen Spielplatz soll es zwischen den drei Gebäuden geben. Die Kreisbau plant eine Holzmodul-Bauweise mit Verputz. Außerdem sollen die Gebäude dem „KfW-Effizienzhaus-Standard 40 plus“ entsprechen. Damit wären sie energieeffizienter als gesetzlich vorgeschrieben.

Der Technische Ausschuss Kernen hat in seiner jüngsten Sitzung ein Baugesuch zum sozialen Wohnungsbau der Kreisbau vorerst auf Eis gelegt. In der Beinsteiner Straße 29-31 sollen drei Mehrfamilienhäuser in Modulbauweise entstehen. Auch Wohngruppen der Diakonie Stetten sollen hier untergebracht werden – wenn das Bauprojekt umgesetzt wird.

Weil das Baugesuch in mehreren Punkten nicht dem Bebauungsplan für diesen Bereich entspricht, muss die Gemeinde es absegnen. Das hat ein Teil der

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