Kernen

Rumold-Realschule Kernen: Nadia Bescherer-Zeidan ist die neue Schulleiterin

Rektorinrumoldreal
Schulleiterin Nadia Bescherer-Zeidan. © Gaby Schneider

Am Freitag vor einer Woche hat sie ihre Kollegen zum ersten Mal kennengelernt, Montagfrüh hat sie sich in einer Klasse nach der anderen den Schülern vorgestellt: Ganz frisch angekommen ist Nadia Bescherer-Zeidan als Rektorin der Rumold-Realschule in Rommelshausen. Wieso die Kernener Realschule seit langem ihre Wunsch-Schule war, verrät sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Im Büro der Schulleiterin klingelt das Telefon. Mal wieder. Kaum eine Woche ist sie im Dienst und schon häufen sich die Aufgaben. Gerade in Sachen Digitalisierung will und muss die neue Rektorin der Rumold-Realschule dieses Schuljahr richtig loslegen: Wie alle Schulen im Land muss auch die Rommelshäuser Realschule einen Medienentwicklungsplan abgeben. Dieser ist eine Art Fahrplan für Schulen, der aufzeigt, wie Medien pädagogisch sinnvoll und systematisch in den Schulalltag eingebaut werden sollen. Die Rumold-Realschule muss ein solches Konzept bis April 2022 einreichen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, stellt Nadia Bescherer-Zeidan fest.

Digitalisierung und Frankreich-Austausch

„Hier ist schon eine relativ gute Ausstattung“, sagt die neue Leiterin über die Rumold-Realschule. Für die Schüler sind viele Tablets vorhanden. Einige Geräte müssten ihrer Meinung nach aber noch angeschafft werden. Und vor allem am systematischen Einsatz hakt es stellenweise noch. „Wir bräuchten eine Art iPad-Medienwagen, und die Tablets müssten mit einem Drucker verbunden sein, damit die Schüler ihre Recherche auch mal ausdrucken können“, nennt sie als Beispiel.

Ein weiteres Projekt, das ihr persönlich am Herzen liegt: Sie möchte den Frankreich-Austausch an der Rumold-Realschule wieder in Schwung bringen. Nadia Bescherer-Zeidan ist nämlich nicht wie ihre Vorgängerin auf Naturwissenschaften spezialisiert. Sie bringt als Lehrerin für Deutsch, Französisch und Geschichte eine geisteswissenschaftliche Ausrichtung mit an die Schule. „Alle drei Fächer unterrichte ich hier auch“, erklärt die 51-Jährige.

Mit den Schülern und Kollegen aktiv sein

Ihre Position als Rektorin stellt sie sich nämlich nicht so vor, dass sie irgendwo alleine in einem Büro sitzt. Sie möchte ein aktives Mitglied der Schulgemeinschaft werden, sagt sie. Umso mehr freut es sie, dass ihr das Kernener Jugendfestival schon diese Woche die Gelegenheit gibt, mit an der Front zu sein. Die Schule gestaltet nämlich beim sportlichen Bereich „Action & Fun“ einen Parcours mit. „Da werde ich dabei sein“, freut sich die Rektorin.

Für sie bedeute Schule mehr als nur Unterricht. Klar, das Lernen steht im Mittelpunkt. „Aber die Schule ist auch der Lebens- und Arbeitsraum für ganz viele Schüler und auch für die Lehrer.“ Die Jugendlichen und auch die Lehrer sollen sich hier ein Stück weit wie daheim fühlen können - „was nicht bedeutet, dass Schule immer Spaß machen muss“.

Mehr "Wohlfühlfaktor" für die Schule

Um diesen sozialen Raum Schule gemeinsam zu gestalten und den „Wohlfühlfaktor“ zu erhöhen, hat die neue Schulleiterin bereits ein paar ganz bestimmte Dinge im Sinn, die sie in diesem Schuljahr anpacken möchte. Der Pausenbereich ist ihr zu kahl. Einen Schüleraufenthaltsraum gibt es zwar, dieser könne aber noch gar nicht richtig genutzt werden. Die Einrichtung fehlt. „Da sollen sich die Schüler jetzt demnächst auch mal überlegen, was sie da haben wollen“, sagt Nadia Bescherer-Zeidan.

Auch beim Thema Lernen außerhalb des Klassenzimmers sieht sie an der Rumold-Realschule noch Luft nach oben. Doch erst mal möchte sie jetzt vollends in ihrer neuen Position ankommen, heimisch werden. „Ich möchte ganz bestimmt nicht mit der Tür ins Haus fallen oder jemanden überfahren mit meinen Ideen“, sagt sie.

Die Rumold-Realschule ist ihre dritte Schule

Die 51-Jährige bringt einiges an Erfahrung mit: Seit 13 Jahren schon ist sie Schulleiterin, zuerst an einer Schule in Denkendorf im Landkreis Esslingen, dann – bis vor den Sommerferien – an der Robert-Koch-Realschule in Stuttgart-Vaihingen. Hier hatte sie es mit einer rund 700-köpfigen Schülerschaft zu tun.

Der Wechsel nach Kernen an die zweizügige Realschule mit um die 260 Schüler ist also auch eine Verkleinerung – in jeder Hinsicht eine bewusste Entscheidung für Rommelshausen, sagt Nadia Bescherer-Zeidan. Schon vor drei Jahren habe sie nämlich angefangen, nach einer Schule zu suchen, die näher an ihrem Wohnort in Esslingen-Wäldenbronn liegt. Eine Schule, an der sie bis zu ihrer Pensionierung bleiben möchte. Da seien Kernen, Waiblingen und Weinstadt schon sehr früh in den Fokus gerückt. „Da bin ich ins Gespräch gegangen mit dem staatlichen Schulamt Backnang.“

Schon damals sei ja bekannt gewesen, dass in der Rumold-Realschule in ein paar Jahren ein Wechsel in der Schulleitung ansteht, da Ingeborg Nagl-Kranzinger in Pension gehen würde. Im Vorfeld hat sich die neue Schulleiterin auch mit dem Konrektor und dem Sekretariat zusammengesetzt. „Ich bin hier sehr herzlich empfangen worden.“

Am Freitag vor einer Woche hat sie ihre Kollegen zum ersten Mal kennengelernt, Montagfrüh hat sie sich in einer Klasse nach der anderen den Schülern vorgestellt: Ganz frisch angekommen ist Nadia Bescherer-Zeidan als Rektorin der Rumold-Realschule in Rommelshausen. Wieso die Kernener Realschule seit langem ihre Wunsch-Schule war, verrät sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Im Büro der Schulleiterin klingelt das Telefon. Mal wieder. Kaum eine Woche ist sie im Dienst und schon häufen

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