Kernen

Wilhelms Hofmarkt: Frisches Obst mitten in Stetten

Hofladen Wilhelm
Simone Wilhelm (links) und ihre Hofladen-Mitarbeiterin Alexandra Ott. © Benjamin Büttner

Als Simone Wilhelm damals in die Stettener Winzer- und Obstbauerfamilie Wilhelm eingeheiratet hat, wollte sie ihr „eigenes Ding“ mitbringen: „Vermarktung hat mir immer schon Spaß gemacht“, erzählt Simone Wilhelm heute. Deshalb stellte sie einen eigenen kleinen Hofladen auf die Beine. Zunächst ganz provisorisch in der Garage, ein paar Jahre später wurde das Wohnhaus renoviert und der Hofladen zog unten ein. Hier betreibt die Familie Wilhelm den Vorortverkauf nun bereits im zehnten Jahr.

Als Betrieb liegt bei den Wilhelms der Schwerpunkt auf dem Anbau von Wein und Obst. „Wir haben vor allem Steinobst, zum Beispiel Zwetschgen, aber auch Birnen, Himbeeren, Brombeeren.“ Gerade ist Apfelzeit: Ganz verschiedene Sorten sind bei „Wilhelms Hofmarkt“ zu haben. Natürlich gibt es auch Trauben zu kaufen, gerade noch werden außerdem fast täglich frische Brombeeren gepflückt.

Blumen aus Lorch, Linsen aus Alfdorf

Natürlich stammt nicht das gesamte Sortiment aus eigenem Anbau – das wäre als Einzelbetrieb kaum zu stemmen. „Uns ist es aber wichtig, zu wissen, wo die Sachen herkommen“, sagt Simone Wilhelm. „Die Schnittblumen da sind aus Lorch“, sagt sie und zeigt auf die bunten Sträuße mit Sommerblumen, die im Fahrradkorb einer Kundin gerade davonfahren.

Das Obst und Gemüse, das die Wilhelms nicht selbst anbauen, kommt zum Beispiel von Betrieben in Kleinheppach, Berglen, Esslingen und Bietigheim. „Von dort bekommen wir zuverlässig frische Ware. Das wird von den Kunden geschätzt“, so die Hofladen-Chefin. Das Angebot im Laden beschränkt sich übrigens nicht nur auf Obst und Gemüse: „Wir haben das volle Sortiment“, betont sie.

Megascharfe Chilis aus Stetten

Es gibt zum Beispiel auch frische Eier, Remstal-Linsen aus Alfdorf und regelmäßig Bauernbrot aus Welzheim. Simone Wilhelms Schwägerin backt Seelen und Streuselküchle. Eine Spezialität und Kuriosität des Hofmarkts: „Echte Stettener Chilis von mild bis megascharf“, berichtet die Stettenerin. Ein Freund der Familie baut die Chilis an.

Damit die Ware auch wirklich frisch ist, beginnt der Arbeitstag an den Donnerstagen, wenn der Hofmarkt geöffnet hat, schon um 3.40 Uhr in der Früh auf dem Großmarkt. Das ist einer der Gründe, wieso die Wilhelms ihren kleinen Markt nur einmal pro Woche öffnen. „Wir sind auch noch dreimal die Woche auf dem Wochenmarkt, Familie haben wir auch noch und das Zeug muss ja auch erst mal geerntet werden“, erklärt Simone Wilhelm. Bei der Obsternte und im Weinberg schafft die ganze Familie mit. Außerdem sind aktuell sechs polnische Erntehelfer bei den Wilhelms beschäftigt. Für den Hofmarkt gibt es mehrere Aushilfen auf Minijob-Basis.

Zu Beginn der Pandemie war viel los

Dass nur einmal die Woche offen ist, sei natürlich nicht ganz ideal für die Kunden. Aber die meisten hätten sich längst darauf eingestellt. Ganz bewusst habe der Hofmarkt donnerstags aber auch nachmittags bis 18 Uhr offen. „Für die Berufstätigen.“

Zu Beginn der Corona-Pandemie hat der Andrang auf den kleinen Laden stark zugenommen. Mittlerweile sei dieser Trend schon wieder etwas abgeflaut. „Ich glaube, die Zeit für das frische Kochen fehlt wieder“, sagt die Hofladen-Chefin. Schade, findet sie. An diesem Donnerstagvormittag ist trotzdem schon wieder einiges los im Hofmarkt. „Wir haben einen tollen Standort“, freut sich Simone Wilhelm. Der kleine Laden an der Stettener Dinkelstraße liegt unweit der Ortsmitte, direkt am Fußweg zur Karl-Mauch-Grundschule. Auch ein Kindergarten ist in der Nähe.

Die meisten Kunden kommen direkt aus dem Ort, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, berichtet die Chefin. Wer mit dem Auto vorfährt, kommt zumeist von außerhalb. „Wir haben auch Kunden aus Waiblingen und Esslingen.“

Als Simone Wilhelm damals in die Stettener Winzer- und Obstbauerfamilie Wilhelm eingeheiratet hat, wollte sie ihr „eigenes Ding“ mitbringen: „Vermarktung hat mir immer schon Spaß gemacht“, erzählt Simone Wilhelm heute. Deshalb stellte sie einen eigenen kleinen Hofladen auf die Beine. Zunächst ganz provisorisch in der Garage, ein paar Jahre später wurde das Wohnhaus renoviert und der Hofladen zog unten ein. Hier betreibt die Familie Wilhelm den Vorortverkauf nun bereits im zehnten

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