Korb

Alles zur Bürgermeisterwahl in Korb

Jochen Müller erneut zum Bürgermeister in Korb gewählt - Bild 01_29
Jochen Müller ist der strahlende Sieger des Wahlabends in Korb. © Benjamin Büttner/ZVW

Korb. Die Korber haben Jochen Müller am Sonntag zum vierten Mal zu ihrem Bürgermeister gewählt. Der Amtsinhaber erhielt im ersten Wahlgang 60,91 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der deutlich geringere Anteil verglichen mit den knapp 98 Prozent vor acht Jahren ist den zwei Mitbewerbern Manfred Heinrich und Frank Riegler geschuldet. Der frühere CDU-Gemeinderat Heinrich schaffte aus dem Stand 32,12 Prozent. Lesen Sie hier: Bildergalerie vom Wahlabend


Video: Friedrich Zimmerle verkündet die Ergebnisse der Wahl

Ein spannender Wahlabend war es, den Amtsinhaber Jochen Müller für sich entschied. Als gestern gegen 18.30 Uhr in der Alten Kelter unter den Augen zahlreicher Bürgermeisterkollegen, der Landtagsabgeordneten und des Landrats die ersten Resultate aus den sieben Wahlbezirken per WhatsApp eintrafen, zeichnete sich für Amtsinhaber Müller ein deutlich schlechteres Abschneiden als vor acht Jahren ab. Die Mitbewerber Frank Riegler und Manfred Heinrich sammelten gemeinsam fast 40 Prozent der Wahlstimmen ein. Sie waren kurz vor Ende der Bewerbungsfrist auf den fahrenden Zug aufgesprungen, hatten mit ihrem engagierten Auftreten aber auch erst das Interesse an kommunalpolitischen Streitthemen wie Schulbau und Dorfgemeinschaftshaus Kleinheppach befeuert. Die Wahlbeteiligung von 47,43 Prozent drückt diese Mobilisierung der Korber in Zahlen aus. 2009, als Jochen Müller ganz ohne Konkurrenz antrat, gewann er zwar haushoch mit 97,95 Prozent, doch die Wahlbeteiligung lag im Keller: 27,21 Prozent.

Grafik: Die Stimmverteilung

 


Video: Ansprache des Bürgermeisters

Wahlsieger Jochen Müller, der mit Familie in die Alte Kelter gekommen war, bedankte sich vor den versammelten Korbern gerührt für das ihm geschenkte Vertrauen. Er lobte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, denen er in der letzten Phase des Wahlkampfs oft ein „Chef mit Stress-Symptomen“ gewesen sei. Dank ging an die zwei Mitbewerber für ihren engagierten Wahlkampf. Ohne ihren Beitrag im Wettbewerb um das Amt des Bürgermeisters wäre es nicht zu der erfreulichen Wahlbeteiligung von 47,43 Prozent gekommen, ist sich der wiedergewählte Schultes sicher. „Ich danke für das Vertrauen, und ich verspreche Ihnen, mich in den nächsten acht Jahren mit meiner Erfahrung, mit meinem Fachwissen hochengagiert für diese wunderschöne Gemeinde einzusetzen.“

Video: Jochen Müller im Interview


Manfred Heinrich, der mit 32,12 Prozent ein stolzes Ergebnis einfuhr, mit dem so mancher gerechnet hatte, sagte: „Ich bin sehr zufrieden.“ Er wolle weiterkämpfen, vor allem den Schulbau in der Urbanstraße verhindern, der Geldverschwendung sei. „Ich bleibe kommunalpolitisch aktiv. Ich bin ja weiter im Kleinheppacher Ortschaftsrat und werde auch gegen das Dorfhaus vorgehen, das nicht funktioniert.“ Wird der agile Kommunalpolitiker 2019 mit einer eigenen „Korber Liste“ an der Gemeinderatswahl teilnehmen?. „Das habe ich mir schon vor drei Jahren überlegt“, schießt es aus Manfred Heinrich heraus, „aber meine Frau würde mich rausschmeißen.“

Video: Kandidat Manfred Heinrich im Interview


Auch Frank Rieglers 6,67 Prozent sind für den Politikeinsteiger ein respektables Ergebnis. „Bei der Bundestagswahl wäre ich drin“, sagte der 52-Jährige gestern zufrieden. Er habe sein Anliegen, die Wahlbeteiligung nach oben zu treiben und das Schulthema in die öffentliche Diskussion zu tragen, erreicht. „Und wenn ich Herrn Müller nervös gemacht habe, freut mich das auch.“ Selbstkritisch räumt er ein, dass er viel früher in den Wahlkampf hätte eintreten müssen. In zwei Jahren Gemeinderat werden, ja, das könne er sich jetzt vorstellen.

Video: Kandidat Frank Riegler im Interview


Grafik: Die Ergebnisse in den einzelnen Wahllokalen

Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen


Video: Interview mit Redakteur Hans-Joachim Schechinger