Korb

Gewalt im Bürgerbüro Korb: Mann verletzt Mitarbeiterin mit seiner Krücke

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Symbolfoto.
© ZVW/Benjamin Büttner

Nach Ausschreitungen in der Flüchtlingsunterkunft in Korb in der Vergangenheit hat es am Donnerstag gegen 8 Uhr auch einen Zwischenfall im Bürgerbüro gegeben. Ein Asylbewerber, der schon oft auffällig geworden ist, in der Unterkunft im Alleingang für große Probleme sorgt und bereits zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden ist, hat eine Mitarbeiterin des Rathauses „mit einer scharfkantigen Krücke“ leicht verletzt.

Das hat die Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Zuvor soll der Mann, bei dem es sich laut Polizeimitteilung um einen 27-Jährigen handelt, vor dem Bürgerbüro randaliert und Sturm geklingelt. Es handelt sich hierbei um den Asylbewerber, der in der Vergangenheit in der Anschlussunterkunft immer wieder massive Probleme verursacht, einen Integrationsmanager vor Ort angegriffen oder damit gedroht hatte, das Heim anzuzünden. Das bestätigt die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion.

„Da er sich aggressiv verhielt und bereits in der Vergangenheit mehrfach auffällig wurde, wurde ihm der Zutritt zu den Räumlichkeiten der Gemeinde verwehrt“, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Dem 27-Jährigen sei es dennoch gelungen, sich Zutritt zur Schleuse des Gebäudes zu verschaffen, wo er dann übergriffig wurde, zwei Mitarbeiterinnen angriff und eine davon leicht verletzte.

Dem Mann wurde von den hinzugerufenen Polizeibeamten ein Platzverweis erteilt. Er muss laut der Mitteilung nun mit einer Strafanzeige rechnen. Im Januar war der Mann bereits wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Allerdings hat er Rechtsmittel eingelegt. Wann das Berufungsverfahren stattfindet, ist laut Gemeinde noch nicht bekannt.

Mitarbeiter und Bürger "zutiefst geschockt"

Zeugen des Angriffs wurden Gemeinde-Mitarbeiter sowie Bürger, die ihren Termin im Bürgerbüro wahrnehmen wollten. Sie sind der Verwaltung zufolge „zutiefst geschockt“. Auch scheiterte der Gemeindeverwaltung zufolge der Versuch eines weiteren Bürgers, die Situation zu beruhigen.

„Die betreffenden Mitarbeiterinnen wurden im Anschluss vom Dienst befreit und nach Hause geschickt, um sich von dem Vorfall erholen zu können“, heißt es aus dem Korber Rathaus. Die Gemeindeverwaltung hat dem Asylbewerber ein Hausverbot für alle Gebäude der Kernverwaltung erteilt.

Keine Termine im Bürgerbüro möglich

Aufgrund des Vorfalls im Bürgerbüro können in den nächsten Tagen keine Termine vergeben werden. Bereits vereinbarte Termine werden verschoben, teilt die Verwaltung mit. Das Standesamt sowie Rentenwesen hingegen bleiben weiterhin geöffnet.

Die Gemeindeverwaltung bittet die Korberinnen und Korber um Verständnis. Wann die betroffenen Mitarbeiterinnen wieder einsatzbereit und Termine wieder möglich sein werden, sei zum derzeitigen Zeitpunkt nicht klar. Diejenigen, die sowohl am Donnerstag als auch in den kommenden Tagen einen Termin haben, wurden der Pressemitteilung zufolge vom Rathaus kontaktiert und über die kurzfristige Schließung des Bürgerbüros informiert.

Gemeinde will Not-Knopf installieren

„Aufgrund des erhöhten Gewaltpotenzials, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses seit geraumer Zeit konfrontiert werden, hat die Verwaltung bereits diverse Maßnahmen angestrebt“, heißt es aus dem Rathaus. Erst Anfang dieser Woche haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung demnach an einem Deeskalationstraining teilgenommen.

Um bei solchen Situationen schneller reagieren zu können, soll demnächst eine Not-Knopf-Anlage im Bürgerbüro installiert werden. Derzeit werden noch Angebote für weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeholt.

Nach Ausschreitungen in der Flüchtlingsunterkunft in Korb in der Vergangenheit hat es am Donnerstag gegen 8 Uhr auch einen Zwischenfall im Bürgerbüro gegeben. Ein Asylbewerber, der schon oft auffällig geworden ist, in der Unterkunft im Alleingang für große Probleme sorgt und bereits zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden ist, hat eine Mitarbeiterin des Rathauses „mit einer scharfkantigen Krücke“ leicht verletzt.

Das hat die Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Zuvor soll

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