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Korber Hallenbad wird barrierefrei

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Hallenbad Korb Hallenbad Das Korber Hallenbad ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Das Thema steht am Dienstag wieder mal auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Für ein aktuelles Bild von Wasseraction: Wassergymnastikkurs des SC Korb im Hallenbad. Foto: Buettner © Büttner / ZVW
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Hallenbad Korb Hallenbad Das Korber Hallenbad ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Das Thema steht am Dienstag wieder mal auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Für ein aktuelles Bild von Wasseraction: Wassergymnastikkurs des SC Korb im Hallenbad. Foto: Buettner © Büttner / ZVW
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So soll das neue Hallenbad aussehen. © VLP

Korb. Es geht voran: Wenn alles klappt, wird das Korber Hallenbad von Mai 2018 bis September 2019 saniert und barrierefrei ausgebaut. Seit 2013 ist die Baumaßnahme Thema im Gemeinderat. Allerdings wird sie um 560 000 Euro teurer, als zuletzt veranschlagt: Die Planer rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Einer der Gründe für den jüngsten Anstieg ist ein neues Brandschutzkonzept.

„Wenn wir nicht bald mit der Sanierung anfangen, werden die Kosten irgendwann unbezahlbar.“ Eberhard Negele (FB) hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung ins selbe Horn gestoßen wie seine Ratskollegen: Einhellig sprachen sie sich dafür aus, die Sanierung des Hallenbads so bald als möglich anzugehen. Den Anlass für die Stellungnahme gab der Bericht der Planer Gerhard Richter und Jochen Rausenberger von der Gerlinger Partnergesellschaft im Bäderbau Richter und Rausenberger. Rund 560 000 Euro teurer wird die Sanierung. Insgesamt soll sie 4,3 Millionen Euro kosten. Mehr muss es nicht werden, finden die Räte.

Hallenbad und Remstalhalle werden in zwei Brandabschnitte aufgetrennt

Die gestiegenen Kosten setzen sich aus drei Posten zusammen. Der größte Brocken ist ein neues Brandschutzkonzept mit 243 000 Euro. Das Hallenbad muss baulich von der Remstalhalle abgeschottet werden. Die Sauna im Obergeschoss, die schon lange nicht mehr in Benutzung ist, wird deshalb rückgebaut und der Remstalhalle als Nutzfläche zugeschlagen. Außerdem müssen alle Durchdringungen und Öffnungen in der Decke feuerbeständig umgearbeitet werden, um die Brandabschnitte zu trennen. „Das heißt einfach: eine Barriere bilden, damit ein Feuer sich nicht ausbreiten kann von einem Abschnitt in den anderen“, erklärt Richter.

Eingangsbereich neu entworfen

Wie der Architekt weiter ausführt, musste das Brandschutzkonzept geändert werden, weil der Eingangsbereich neu entworfen wurde. In der ursprünglichen Planung war der Eingangsbereich wie bisher im Obergeschoss vorgesehen.

Bad barrierefrei zugänglich 

Stattdessen wird nun ein ebenerdiger Anbau entstehen, in dem ein Foyer mit Kassenbereich, Zugangskontrolle, Sitzgelegenheiten, Getränke- und Essensautomaten sowie ein Besucher-WC Platz finden. Das Hallenbad wird dadurch barrierefrei zugänglich sein. Wie die ehemalige Sauna- und Foyerfläche weitergenutzt werden, ist noch unklar. Noch vor der Sanierung wird die Frage geklärt, um gegebenenfalls Baumaßnahmen berücksichtigen zu können.

Baupreissteigerung 

Der zweitgrößte Posten ist die Baupreissteigerung von etwa 3,25 Prozent pro Jahr. Die Planer rechnen hier 220 000 Euro ein.

Toilettenanlage im Stadion-Bereich

Im dritten Posten in Höhe von 100 000 Euro ist eine zusätzliche Toilettenanlage im Stadion-Bereich enthalten, die die Sportler nutzen können. Die Planer haben sie auf Wunsch der Gemeindeverwaltung hin in ihre Pläne mit einbezogen. Vorgesehen sind eine behindertengerechte Toilette, die zugleich als Damentoilette dient, sowie eine Herrentoilette.

Außerdem in dem Betrag enthalten sind Aufräumarbeiten zum Ende der Baumaßnahmen. Es müssen unter anderem die Treppe zum Stadion und der Parkplatz wieder hergerichtet werden.

So soll das neue Hallenbad aussehen: 

Wie das neue Hallenbad aussehen soll, zeigen Richter und Rausenberger mit Grundrissen, Quer- und Längsschnitten. Von außen gesehen ändert sich nicht viel: Die Glasfassade der Schwimmhalle bleibt erhalten, alle Fenster werden erneuert. Das Dach wird voraussichtlich ertüchtigt, abgedichtet und begrünt. Nur falls die Wärmedämmung durchfeuchtet sein sollte, wird das Dach abgeräumt und neu gedämmt.

  • Der Innenbereich wird barrierefrei gestaltet. Der Eingang, die Umkleiden, Duschen und das Schwimmbecken sollen auf einer Ebene sein. Für Rollstuhlfahrer wird es eine gesonderte Umkleidekabine mit einem angepassten Dusch- und Toilettenraum geben.
  • Der Wasserspiegel des Beckens wird bei der Sanierung um circa einen halben Meter angehoben. Es wird weiterhin drei Schwimmbahnen und einen Komforteinstieg in niedriges Wasser haben.
  • Der Badebereich soll vom Foyer aus sichtbar sein. Gemeinderat Negele betonte, dass die Sichtbeziehung so durchlässig wie möglich sein sollte. Die Planer zeigten sich offen für die Anregung. Zumindest Eltern wird es sicher entgegenkommen, ihre Kinder beim Planschen oder beim Schwimmkurs vom Eingangsbereich aus gut sehen zu können.

Bei den Umbaumaßnahmen wird auch das Personal bedacht. Geplant sind ein Aufenthaltsraum, eigene Umkleideräume sowie separate Sanitäranlagen. Aufsichts- und Sanitätsraum werden mittig liegen, mit einem guten Blick über das Becken.