Korb

Korberinnen nähen Masken: Der Erlös  geht an  Hospizdienst "Pusteblume"

Maskenspende Korb
Petra Gaida, Melanie Reuß und Jeanette Abendroth vor der Brunnen-Apotheke. © Jeanette Abendroth

Jeanette Abendroth und Petra Gaida aus Korb stellen normalerweise Hand- und Fingerpuppen beziehungsweise Patchwork-Artikel her. Seit Ende März nähen sie stattdessen massenweise Stoffmasken und haben eine Spendenaktion für den Jugendhospizdienst „Pusteblume“ losgetreten. Wie es dazu kam, berichtet nun der Hospizdienst in einer Pressemitteilung.

Ende März erreichte Jeanette Abendroth demnach ein dringender Notruf von Apothekerin Melanie Reuß aus der Brunnen-Apotheke in Korb: Das Personal der Apotheke brauche dringend Masken, ob sie welche nähen könnte? Schon am nächsten Morgen seien die Prototypen zur Anprobe bereit gewesen. In Petra Gaida hat Jeanette Abendroth eine handarbeitsbegabte Mitnäherin gefunden – die Arbeit konnte beginnen.

Das Personal der Brunnen-Apotheke berät die Masken-Käufer

Das Personal der Apotheke war laut Pressemitteilung schnell ausreichend versorgt. Da die Nachfrage nach Masken aber weiter stieg, entschieden sich die beiden Korberinnen, weiterhin Masken anzufertigen und diese über die Brunnen-Apotheke auf Spendenbasis zu verkaufen: Die Mitarbeiter der Brunnen-Apotheke konnten die Masken-Interessenten zum korrekten Gebrauch beraten, für jede Maske sollte der Empfänger zehn bis 15 Euro spenden. Diese Spende würde dann – nach Abzug entstandener Materialkosten – dem Kinder- und Jugendhospizdienst „Pusteblume“ der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V. zugutekommen. Laut Pressemitteilung hat die „Pusteblume“ nun stattliche 3810 Euro von den Korber Ehrenamtlichen erhalten.

„Hospizarbeit lebt in hohem Maße von freiwilligem Engagement und finanzieller Unterstützung von Spendern“, so die Stiftung. Ohne diese ideelle Begleitung und materielle Zuwendungen, ohne das Mittragen, das Drandenken und ohne diese Solidarität könne „Pusteblume“ für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche und deren Angehörigen gar nicht in diesem Maß da sein. „Ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden für diese Spende, die einen wichtigen Baustein in unserer Arbeit darstellt“, so die Stiftung.