Korb

Millionenprojekt in der Urbanstraße: Gemeinschaftsschule Korb endlich eingeweiht

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Auf dem Pausenhof der Gemeinschaftsschule wurde die Einweihung des Neu- und Altbaus gefeiert. © Gaby Schneider

Es stürmte gewaltig auf dem Pausenhof der Gemeinschaftsschule in Korb. Hier wurde am vergangenen Donnerstag der Neu- und Umbau des Schulgebäudes am Standort Urbanstraße gefeiert. Mit der Schlüsselübergabe enden nun auch die stürmischen Zeiten der Planungs- und Bauphase.

Architekt Rainer Löhle übergab während des Festakts Bürgermeister Jochen Müller, Schulleiter Jochen Binder und Konrektorin Martina Gaßner einen symbolischen Schlüssel, dessen Bestandteile dem Schulgebäude nachempfunden sind.

Diese Geste ist der Startschuss für das Schulleben an der Gemeinschaftsschule in Korb. Nun können Schülerinnen und Schüler die Klassenzimmer des umgebauten und erweiterten Gebäudes in der Urbanstraße endlich beziehen. Das ist vor allem für die Dritt- und Viertklässler eine Veränderung. Während der Bauphase mussten die Mädchen und Jungen in freie Räume am Standort Brucknerstraße umsiedeln oder gar in einen Turnraum ausweichen. „Auch die Lehrer, die Sekretärin und der Schulleiter bekommen wieder einen Raum“, sagt Rektor Jochen Binder.

Bauprojekt in der Urbanstraße wurde teurer als erwartet

Zwischen dem ersten Spatenstich im März 2019 und der Einweihungsfeier des Neu- und Altbaus der Gemeinschaftsschule im Februar 2022 liegen rund drei Jahre – eine Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Steigende Kosten und ein überraschend maroder Altbaubestand machten das Bauprojekt in der Urbanstraße teurer als geplant.

Ursprünglich waren vom Gemeinderat maximal zwölf Millionen Euro vorgesehen. Doch bereits im September des vergangenen Jahres waren die Kosten auf rund 12,9 Millionen angestiegen. Grund dafür waren nicht geplante, aber dringend nötige Sanierungsarbeiten: Während des Umbaus kamen im Altbau marode Betonteile ans Licht, außerdem musste beim Brandschutz wesentlich mehr nachgebessert werden. Hinzu kam der Anstieg der Rohstoffpreise.

„Der Zeitplan war durchaus ambitioniert, konnte aber eingehalten werden“, so Bürgermeister Jochen Müller. In seiner Rede ließ er die gestiegenen Kosten nicht außer Acht. Es sei eine allgemeine Annahme, dass es teurer werde, wenn die öffentliche Hand baue. Bei dem Projekt habe aber stets Transparenz geherrscht, sagte der Bürgermeister. „Der Gemeinderat hat die Entscheidungen mitgetragen“, so Müller.

Außerdem seien in dem Bauprojekt nahezu alle Wünsche erfüllt worden. Das Bauprojekt wurde außerdem vom Land Baden-Württemberg mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro gefördert.

Was die Kinder künftig an ihrer Schule erwartet

Die Herausforderungen des Bauprojekts in der Urbanstraße seien nicht ganz einfach zu bewältigen gewesen, so Architekt Rainer Löhle. Es gab einen Höhenunterschied von vier Metern beim Gelände zu bewältigen, außerdem musste der Neubau an den Altbau angebaut werden. Ein Hingucker ist auch die neue Aula: Hier gibt es keine Stützpfosten. Eine Sitzstufentreppe aus Holz bietet Platz für Versammlungen, auch nach Corona.

Das gesamte Gebäude wirkt lichtdurchflutet und hell, nicht zuletzt wegen der großen Fenster. „Die Brüstungshöhe wurde gesenkt, man kann nun auf der Fensterbank sitzen, und darunter gibt es noch Stauraum“, so der Architekt. Die Wände im Neubau sind weiß gestaltet, genügend Stauräume sollen Ruhe in die einzelnen Lernräume bringen. „Das Konzept wurde auch auf den Bestand übertragen“, so Löhle. Weg von engen und dunklen Fluren, hin zu einem hellen und freundlichen Raumgefühl, so der Plan.

Regierungspräsidentin Susanne Bay: Lernort wird zum Lebensort

Die Gemeinschaftschule sei ein Beispiel dafür, dass ein Lernort zu einem Lebensort wird, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay, die ebenfalls zur Einweihung gekommen ist. Neben Mitgliedern des Korber Gemeinderats und der Gemeinde waren die Regierungspräsidentin und Schulamtsdirektorin Sabine Hagenmüller-Gehring bei der Einweihung zugegen – beide Frauen zeigten sich begeistert vom Auftritt der Schulband.

„Eine Schule zu bauen bedeutet auch, genügend Kinder in der Gemeinde zu haben“, sagt Bürgermeister Jochen Müller. Zudem stärke eine Schule die Infrastruktur der Gemeinde. „Durch die Gemeinschaftsschule Korb wird hier ein mittlerer Bildungsabschluss möglich“, sagt er.

Es stürmte gewaltig auf dem Pausenhof der Gemeinschaftsschule in Korb. Hier wurde am vergangenen Donnerstag der Neu- und Umbau des Schulgebäudes am Standort Urbanstraße gefeiert. Mit der Schlüsselübergabe enden nun auch die stürmischen Zeiten der Planungs- und Bauphase.

Architekt Rainer Löhle übergab während des Festakts Bürgermeister Jochen Müller, Schulleiter Jochen Binder und Konrektorin Martina Gaßner einen symbolischen Schlüssel, dessen Bestandteile dem Schulgebäude nachempfunden

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