Korb

Nach Altersteilzeit erlernte Helga Rothwein (70) aus Korb Tenorsaxofon

Helga Rothwein
Helga Rothwein (links) mit Katrin Pfeiffer, die ihr das Saxofonspielen beigebracht hat. Im Hintergrund bereiten Alexandra Ott, Helga Rothweins Tochter, und Vereinssprecher Philipp Äckerle das Schlagzeug für die Probe vor. © Gabriel Habermann

„Ich wollte schon immer ein Musikinstrument spielen“, sagt Helga Rothwein. Zwar entdeckte sie sehr früh ihre Liebe zur Musik, doch im Berufsleben fehlte ihr schlichtweg die Zeit dafür. Die Korberin arbeitete als Geschäftsführerin im Arbeitslosenzentrum in Stuttgart. Nach dem Motto „Lieber spät als nie“ verwirklichte sich Helga Rothwein ihren Wunsch dann doch noch. Nach ihrer Altersteilzeit im Jahr 2013 krempelte sie die Ärmel hoch und stellte sich vor eine neue Herausforderung. Nach viel Fleißarbeit, zahlreichen Übungseinheiten und großem Engagement spielt die heute 70-Jährige Tenorsaxofon.

Ehemann und Tochter ebenfalls im Musikverein Korb-Steinreinach aktiv

Die Begeisterung für Musik liegt in der Familie. Ihr Ehemann und ihre Tochter sind ebenfalls im Musikverein Korb-Steinreinach aktiv: Ihre Tochter Alexandra Ott seit insgesamt 30 Jahren, zehn Jahre davon im Amt der Vereinsleitung, und Helga Rothweins Ehemann Karl Rothwein ist seit 20 Jahren, sowohl als einer der Fahnenträger als auch langjähriger zweiter Kassierer dabei.

Für die 70-Jährige ist es eine neue, aber sehr schöne Erfahrung gewesen, gemeinsam mit vielen anderen Musikern in einem Orchester zu sitzen, erzählt sie. Es habe sie fasziniert, ein Teil davon zu sein. „Das ist eine tolle Atmosphäre“, sagt Helga Rothwein. „Man genießt die gemeinsame Zeit und feiert das Leben, Hochzeiten, Geburtstage.“ Und fügt hinzu: „Freud und Leid – man teilt alles.“

„Ich fühle mich nicht wie eine alte Oma“

Dass Helga Rothwein älter als alle anderen Musikbegeisterten im Orchester ist, mache weder ihr noch ihren Vereinskollegen etwas aus. „Ich fühle mich nicht wie eine alte Oma“, sagt die Tenorsaxofonistin. „Die Musik verbindet einfach.“

Auch schätzt sie sehr die gegenseitige kollegiale Unterstützung im Musikverein Korb-Steinreinach. Sie finde es sehr schön, dass einem die Fehler nicht unter die Nase gerieben werden, wenn man sich mal aus Versehen verspiele.

Ob Helga Rothwein jemals während ihres Lernprozesses ans Aufhören gedacht hat? „Ja“, gesteht die 70-jährige Korberin. „Als Corona kam.“ Zwei Jahre ohne gemeinsame Probe, sei sie an manchen Tagen in ihren vier Wänden an ihre Grenzen gekommen. Der Zustand habe sie sehr demotiviert. Doch rückblickend ist die 70-jährige Tenorsaxofonistin sehr glücklich, nicht aufgehört zu haben. „Musik trägt dazu bei, geistig fit zu bleiben“, sagt sie. Denn das Instrument erfordere regelmäßige Übung und viel Engagement. „Es macht unheimlich viel aus“, sagt Helga Rothwein, „man ist ständig am Lernen.“

Auch freut sich Helga Rothwein auf Weihnachten. Gemeinsam mit ihrer Tochter und Enkeltochter bereitet sie ein kleines weihnachtliches Hauskonzert für die Familie vor. Dann spielen “drei Generationen zusammen“.

Platzkonzert an der Alten Kelter

Der Musikverein Korb-Steinreinach veranstaltet am Sonntag, 18. Dezember, an der Alten Kelter in Korb ein weihnachtliches Platzkonzert. Beginn ist um 19 Uhr. Das Konzert wird mit Imbiss und Getränken bewirtet. Wer möchte, darf der Umwelt zuliebe auch eigene Tassen mitbringen.

„Ich wollte schon immer ein Musikinstrument spielen“, sagt Helga Rothwein. Zwar entdeckte sie sehr früh ihre Liebe zur Musik, doch im Berufsleben fehlte ihr schlichtweg die Zeit dafür. Die Korberin arbeitete als Geschäftsführerin im Arbeitslosenzentrum in Stuttgart. Nach dem Motto „Lieber spät als nie“ verwirklichte sich Helga Rothwein ihren Wunsch dann doch noch. Nach ihrer Altersteilzeit im Jahr 2013 krempelte sie die Ärmel hoch und stellte sich vor eine neue Herausforderung. Nach viel

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