Korb

Viele Spaziergänger, aber keine 1.-Mai-Party auf dem Hanweiler Sattel

1.-Mai-Feier auf dem Hanweiler Sattel
Die traditionelle 1.-Mai-Feier auf dem Hanweiler Sattel fiel aus. © Benjmain Büttner

„Hier ist ja doch noch mehr los, als wir gedacht haben“, staunte ein jüngeres Paar am späten Freitagvormittag auf dem Hörnleskopf über Korb. Sie seien von Beinstein heraufgejoggt, erzählten sie. Eigentlich hätten sie ja heuer wieder am Stuttgartlauf teilgenommen, aber daraus werde nun ja nichts in diesen Zeiten von Covid 19. Doch deswegen würden sie sich nicht die Freude am Laufen nehmen lassen, sich in den eigenen vier Wänden vergraben und darauf warten, bis ihnen die Decke auf den Kopf fällt! „Wenn es dich hinauszieht ins Grüne, dann musst du dem Drang einfach nachgeben“, so ihre Empfehlung.

 

 

Mit dieser Einstellung standen sie ganz offensichtlich nicht allein da. Der Wanderparkplatz am Hanweiler Sattel war ordentlich besetzt, sowohl aus Hanweiler wie aus Korb kam ein steter Zug Spaziergänger, Radfahrer und Jogger herauf, allein, als Familie und auch in kleinen Gruppen - „als Coronafamilie“, erklärte lachend ein gutgelauntes Quartett. Die seit Jahren üblichen Partys auf dem Hanweiler Sattel fanden in diesem Jahr nicht statt. So wie es die Gemeinde Korb gehofft hatte.

 

 

Trotz des Andrangs präsentierte sich an diesem 1. Mai der Hanweiler Sattel ungewohnt entschleunigt. Die Ausflügler, die sich in wetterfester Kleidung, mit Regenschirm und Kopfbedeckung auf den Weg gemacht und das Motto „Korb unterwegs“ der Wanderkarten am Info-Pavillon des Wanderparkplatzes wörtlich genommen hatten, verloren sich zwischen Wiesen, Wald und Weinbergen. Blätterrauschen, Vogelgezwitscher und bisweilen das Trommeln von Regentropfen ließen den Eindruck einer dem Alltag entrückten Idylle aufkommen, trotz der Wortfetzen, dem Lachen, vereinzelten Hundegebell und den Geräuschen der Automotoren, die der Wind herbeitrug. Die Spielplätze am Parkplatz und beim zugesperrten Schützenhaus, in anderen Jahren Zentren ausgelassenen Feierns, lagen verwaist hinter Absperrbändern, Opfer des Spaß-Killers Coronavirus und der Sperranordnung der Gemeinde. Dass die auch an diesem Tag befolgt wurde, dafür sorgten neben dem eher garstigen Wetter nicht zuletzt auch die Ordnungshüter, die bei ihren Patrouillenfahrten regelmäßig die bekanntesten Ausflugsziele ansteuerten.

 

 

„Hier ist ja doch noch mehr los, als wir gedacht haben“, staunte ein jüngeres Paar am späten Freitagvormittag auf dem Hörnleskopf über Korb. Sie seien von Beinstein heraufgejoggt, erzählten sie. Eigentlich hätten sie ja heuer wieder am Stuttgartlauf teilgenommen, aber daraus werde nun ja nichts in diesen Zeiten von Covid 19. Doch deswegen würden sie sich nicht die Freude am Laufen nehmen lassen, sich in den eigenen vier Wänden vergraben und darauf warten, bis ihnen die Decke auf den Kopf

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