Korb

Wegen Corona: Was Gemeinderäte zu der Absage des Weihnachtsmarkts in Korb sagen

Weihnachtsdeko
Symbolfoto. © ZVW/Gaby Schneider

Noch vor zwei Wochen haben die Korber bei strahlendem Sonnenschein die Rückkehr der Kirbe gefeiert. Die Ortsmitte füllte sich mit Verkaufsständen, Geschäfte öffneten im Rahmen der Aktion „Verkaufsoffener Sonntag“ ihre Türen, Familien schlenderten durch die Straßen.

Kurzum: Es machte Lust auf mehr und es sah für den diesjährigen Weihnachtsmarkt gut aus. Jedoch machten die steigenden Corona-Infektionszahlen einen Strich durch die Planung. Wie bereits berichtet, gab das Korber Rathaus in Absprache mit dem Bund der Selbstständigen (BdS) zwei Absagen in dieser Woche bekannt – die Absage des Laternenumzugs und die des eintägigen Korber Weihnachtsmarkts.

Rohrwasser: Weihnachtsmarkt kann nicht eingezäunt werden

Die Entscheidung trifft bei Grünen-Gemeinderat Benjamin Rohrwasser auf Zustimmung. Bei so einer Veranstaltung könne die Gemeinde nicht den Einlass kontrollieren, sagt er. „Man kann nicht den ganzen Korber Weihnachtsmarkt einzäunen und Security einstellen“, sagt er. „Das ist auf dem Platz nicht machbar.“ Deswegen sei die Entscheidung „logisch, auch wenn es schade ist“. Schließlich wolle man die Infektionszahlen eindämmen und weitestgehend verhindern, dass erneut ganze Schulklassen aufgrund von Corona sich häuslich isolieren müssen.

Auch für die Absage des Laternenumzugs hat er als Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Korb und Vater von zwei Kindern Verständnis. Zwar sei es schade für die Kleinen, doch als Alternative könnten Familie mit ihren Kindern alleine Laterne laufen gehen, findet er. „Das ist einfach ein Zeichen der Zeit, man kann es eben nicht anders machen, wir sind von den hohen Zahlen überrannt worden.“ Trotzdem bleibt er zuversichtlich und ist sich sicher: „Der nächste Weihnachtsmarkt wird schöner.“

Klotz: Man weiß nicht, wohin es läuft

Auch SPD-Mann Jürgen Klotz sieht keine Alternative, das Fest mit einem strengen Corona-Konzept zu realisieren. Das Gebiet „weitläufig abzusperren“, mit einem Sicherheitsmann den Einlass zu kontrollieren, „das ist eigentlich gar nicht händelbar“, sagt er. Bei einem so offenen Bereich, wie es der Seeplatz ist, sei es nur mit einem ganz großen Aufwand möglich, das viele Kosten mit sich bringen würde. Das wolle man auch nicht. Die weitere Entwicklung bereite ihm Sorgen: „Man weiß nicht, wo es hinläuft.“ Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln, dann folge die Frage nach weiteren Events: „Findet dann das Frühlingsfest statt?“, sagt er, „es sind alles offene Fragen, die heute niemand beantworten kann.“

Zerrer: Das Chaos geht noch weiter

Ähnlich sieht es auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Zerrer. „Auch wenn viele bereits gedacht hätten, dass die Pandemie vorüber sei“, sagt er: „Das Chaos geht noch weiter. Ich bin mal gespannt, wie sich die Zahlen weiterentwickeln.“ Er begrüßt die Entscheidung der Verwaltung und des BdS, die Absage vorausschauend rechtzeitig bekanntzugeben. Schlimmer wäre es, wenn alle Mitwirkenden sich auf den Weihnachtsmarkt vorbereitet hätten und viel Zeit sowie Arbeit hineingesteckt hätten, findet Zerrer. „Dann ist der Ärger größer.“

Albrecht Ulrich: Es war die richtige Entscheidung

Albrecht Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Korber Freien Bürger, sagt: „Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann weiß man, dass es die richtige Entscheidung war.“ Man müsse dafür sorgen, die Corona-Situation wieder „in den Griff zu kriegen“. Auch wenn es sicherlich für die Vereine und Mitwirkenden enttäuschend sei, sei es anders nicht möglich gewesen. „Wir haben heute Inzidenzen wie noch nie“, sagt Ulrich. Deshalb müsse man mit Blick auf die Zukunft handeln. „Wenn das so weitergeht, wie in der letzten Woche“, dann sehe die Zukunft, was die Inzidenzen anbelange „wüst aus“. Auch ist sich der stellvertretende Bürgermeister sicher, dass „die Verantwortlichen vom BdS und von der Gemeinde sich sehr viele Gedanken gemacht, das auch sehr ausführlich beraten und abgewogen haben“. Es sei immer schön, wenn das Fest in Korb stattfindet, „ich würde auch gerne auf den Weihnachtsmarkt gehen“, sagt Albrecht Ulrich, „aber die Umstände lassen es einfach nicht zu“.

Noch vor zwei Wochen haben die Korber bei strahlendem Sonnenschein die Rückkehr der Kirbe gefeiert. Die Ortsmitte füllte sich mit Verkaufsständen, Geschäfte öffneten im Rahmen der Aktion „Verkaufsoffener Sonntag“ ihre Türen, Familien schlenderten durch die Straßen.

Kurzum: Es machte Lust auf mehr und es sah für den diesjährigen Weihnachtsmarkt gut aus. Jedoch machten die steigenden Corona-Infektionszahlen einen Strich durch die Planung. Wie bereits berichtet, gab das Korber Rathaus in

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