Korb

Weltweiter Malwettbewerb: Zehnjähriger aus Korb schafft es in das neue Buch der „Harry Potter“-Erfinderin Joanne K. Rowling

Illustration
Merlin Sommerey-Cook aus Korb zeigt sein Bild in Rowlings „Der Ickabog“. Auch sonst zeichnet er viel. © ALEXANDRA PALMIZI

„Der Ickabog“ heißt das neue Buch der Bestseller-Autorin Joanne K. Rowling, die mit ihrer siebenteiligen Reihe „Harry Potter“ berühmt und reich geworden ist. Während der ersten Corona-Welle veröffentlichte die Britin ihr neues Werk – das nichts mit dem Zauberlehrling Potter zu tun hat – ab Ende Mai kapitelweise im Internet. Gleichzeitig startete sie einen Malwettbewerb für Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren. Sie rief ihre jungen Leser dazu auf, zu den einzelnen Kapiteln passende Illustrationen zu zeichnen und ihr zu schicken.

34 Zeichnungen wurden ausgewählt

Eine externe Jury wählte dann 34 Zeichnungen aus, die in dem Buch, das es seit November zu kaufen gibt, abgedruckt wurden. Darunter befindet sich auch das Werk eines zehn Jahre alten Korbers: Merlin Sommerey-Cook.

Merlins Zeichnung ist im zehnten Kapitel zu sehen

Im zehnten Kapitel „Die Heerfahrt des Königs“, auf Seite 59, ist sein Bild zu sehen. Er hat „Lord Flapoon“ und sein Pferd gezeichnet. Fünf Stunden habe Merlin für dieses Bild gebraucht. „Ich wusste, dass ich Flapoon auf dem Pferd zeichnen werde“, erzählt der Fünftklässler, „aber nicht, aus welcher Perspektive.“ Schließlich entschied er sich für die Frontansicht.

Er musste auf so viele Details wie möglich achten

Damit der von ihm gezeichnete König auch zu den Beschreibungen der Autorin passt, musste Merlin die bis dato veröffentlichten Kapitel mehrmals und aufmerksam durchlesen und auf so viele Details wie möglich achten – und das auf Englisch. Sein Vater, ein Engländer, half ihm beim Verstehen. Beim Zeichnen versuchte Merlin zu illustrieren, dass der König ein Leckermaul ist. Deshalb drückte er ihm eine Hähnchenkeule in die Hand. Und damit das Tier dem Gewicht des Königs standhalten kann, zeichnete Merlin ein kräftiges Pferd. „Der König schaut auf die Hähnchenkeule und das Pferd auf die Wurst“, sagt er und tippt auf den Gürtel des Königs, wo eine Wurst befestigt ist.

Ist der Korber denn mit dem Ergebnis zufrieden? „Ich war sehr begeistert“, sagt er. Insbesondere, dass seine Zeichnung in dem Buch „einer der berühmtesten Autorinnen“ zu sehen ist, freut ihn. Die Begeisterung sei auch bei seinen Freunden und seiner Familie groß gewesen.

Neun Zeichnungen hat er eingeschickt

Um seine Gewinnchancen zu erhöhen, hatte der Zehnjährige insgesamt neun Zeichnungen eingeschickt. Für noch mehr Bilder habe ihm die Zeit gefehlt. Schließlich war der erste Lockdown in Deutschland kürzer als in Großbritannien.

In einem goldenen Umschlag kam die erfreuliche Nachricht

Dass er es geschafft hat, hat er per Post erfahren: In einem goldenen Umschlag befand sich die Gewinnbenachrichtigung. „Im September habe ich Bescheid bekommen.“ Als Geschenk gab es noch das von Rowling signierte Buch und 27 weitere Bücher vom Carlsen-Verlag, in dem die deutschsprachige Ausgabe erschienen ist.

"Es ist kein reines lustiges Buch"

Merlin hat aber etwas anzumerken: Auch wenn das Buch ein Kinderbuch ab sechs Jahren sei, sei es „kein reines lustiges Buch“. Schließlich sterben darin mehrere Charaktere. Auch gebe es Passagen, in denen mit Tieren nicht behutsam umgegangen wird: „Der eine ist so schnell geritten, dass das Pferd an den Seiten geblutet hat.“

Merlin liest und zeichnet gerne Comics

Was liest Merlin ansonsten gerne? „Comic-Romane, aber Comics finde ich noch besser“, sagt er. Zu seinen Favoriten zählen unter anderem „Lucky Luke“ und „Das verrückte Baumhaus“. Er zeichnet auch sehr gerne Comic-Figuren. Dafür besuchte er die „ToonSchool“ bei Vladimir Novikov in Korntal-Münchingen und nimmt an Kursen der Kunstschule teil. Dort sei bereits der Dozentin Juliane Sonntag seine Begabung aufgefallen, weshalb sie ihn zu den Fortgeschrittenen schickte.

„Der Ickabog“ heißt das neue Buch der Bestseller-Autorin Joanne K. Rowling, die mit ihrer siebenteiligen Reihe „Harry Potter“ berühmt und reich geworden ist. Während der ersten Corona-Welle veröffentlichte die Britin ihr neues Werk – das nichts mit dem Zauberlehrling Potter zu tun hat – ab Ende Mai kapitelweise im Internet. Gleichzeitig startete sie einen Malwettbewerb für Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren. Sie rief ihre jungen Leser dazu auf, zu den einzelnen Kapiteln

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