Korb

Wieder Vandalismus bei "Korber Köpfen": Skulptur der Staufer-GMS verschwunden

KorberKopfheil
Zur Hälfte weiß, zur anderen schwarz: So sah der Styroporkopf (2. von links) aus, der entwendet wurde. Jetzt ist nur noch die Halterung übrig. © Lynn Bareth

Vor rund zwei Wochen hat die Staufer-Gemeinschaftsschule nach einem Jahr Wartezeit wegen der Corona-Pandemie endlich ihre Stele für die 15. Ausstellung der „Köpfe am Korber Kopf“ aufbauen können. Die sieben Styropor-Köpfe, die die Kunstprofilklasse 8 im Schuljahr 2019/2020 unter dem Motto „Gedanken im Kopf“ gestaltet hatte, wurden mit Spezialkleber auf ihren Pfosten befestigt. Exakt eine Woche nach Start der Ausstellung fehlt ein Kopf. Die Gemeinde Korb und die Projektgruppe „Köpfe am Korber Kopf“ sind verärgert.

Kopf gewaltsam von Pfosten gerissen

Ein Aktiver der Projektgruppe hat das Fehlen der Schülerarbeit am Sonntagabend zufällig entdeckt, als er auf dem Skulpturenrundweg unterwegs war, um die Flyer aufzufüllen, berichtet Kuratorin Ruth Messer. „Er ist am Samstag nicht alle Skulpturen abgefahren, wir sind also nicht ganz sicher, ob es vielleicht schon am Samstag passiert ist.“

Es ist ausgerechnet der Kopf verschwunden, der das Schwarz-Weiß-Denken symbolisiert. Er wurde offensichtlich gewaltsam von der Halterung gerissen, außer den Scherben einer zerbrochenen Flasche fehlt bislang jede Spur von den Tätern. Auch, wo der Kopf abgeblieben ist, ist unklar.

Kein Respekt vor den Schülerarbeiten

„Es ist eine im wahrsten Sinne des Wortes kopflose Tat“, sagt Ruth Messer. „Das macht uns schon sehr traurig.“ Immerhin stecke gerade in den Schülerarbeiten viel Mühe, durch Corona sei es für die Schüler ja auch alles andere als leicht gewesen, die Ausstellung doch noch auf die Beine zu stellen. „Wo bleiben denn der Respekt und die Achtung vor der Arbeit anderer?“, möchte sie wissen.

Betroffen macht sie vor allem der Kraftaufwand, mit dem die Unbekannten den Kopf von seinem Pfosten gerissen haben. „Das ist ja nicht so, dass man den einfach mal so unter den Arm klemmen kann: Der war richtig gut befestigt!“

Organisatoren bitten: Wer ihn genommen hat, soll den Kopf zurückbringen

Ruth Messer hofft, dass vielleicht doch jemand gesehen hat, wie der Kopf heruntergenommen wurde, oder vielleicht auch, wie ihn jemand weggetragen hat. Immerhin ist der schwarz-weiße Styroporkopf auffällig und nicht gerade klein. „Am schönsten wäre es, wenn er oder sie den Kopf einfach wieder bringen und aufsetzen würde – selbst wenn er vielleicht schon etwas beschädigt ist“, appelliert Ruth Messer an den Täter.

Neben der Stele der Staufer-Gemeinschaftsschule soll jetzt auch ein Schild angebracht werden, das auf den Vorfall hinweist – und darauf, dass die Polizei Zeugenhinweise annimmt. Da es sich hierbei um Vandalismus und Diebstahl handelt, hat die Gemeinde Korb den Vorfall nämlich bereits der Polizei gemeldet. „Die Gemeindeverwaltung bittet um Zeugenaussagen: Wer am Wochenende auf dem Skulpturenpfad am Korber Kopf etwas beobachtet haben sollte, wird gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen“, schreibt die Gemeinde Korb in einer Pressemitteilung.

Immer wieder Vandalismus auf dem Skulpturenrundweg

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass auf dem Skulpturenrundweg Ausstellungsstücke Randalierern zum Opfer fallen: Erst vergangenes Jahr wurden schon einmal Ausstellungsstücke der Staufer-Gemeinschaftsschule zerstört, Unbekannte hatten damals zwei Statuen des Ensembles „Flora und Fauna“ in Brand gesteckt und einer weiteren eine Hand abgerissen.

2009 haben Unbekannte rund um das dortige „Berghäusle“ randaliert, 2017 war ebenfalls eine Skulptur des Staufer-Gymnasiums mitbetroffen. Wer in Hinblick auf den neusten Vorfall etwas gesehen hat, kann Kontakt zum Polizeirevier Waiblingen aufnehmen unter 0 71 51/95 04 22.

Vor rund zwei Wochen hat die Staufer-Gemeinschaftsschule nach einem Jahr Wartezeit wegen der Corona-Pandemie endlich ihre Stele für die 15. Ausstellung der „Köpfe am Korber Kopf“ aufbauen können. Die sieben Styropor-Köpfe, die die Kunstprofilklasse 8 im Schuljahr 2019/2020 unter dem Motto „Gedanken im Kopf“ gestaltet hatte, wurden mit Spezialkleber auf ihren Pfosten befestigt. Exakt eine Woche nach Start der Ausstellung fehlt ein Kopf. Die Gemeinde Korb und die Projektgruppe „Köpfe am Korber

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