Leutenbach

Gemeinschaftsschulen gemeinsam finanziert

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Auch die Leutenbacher Schule muss für die Gemeinschaftsschule umgebaut, erweitert werden. © Ralph Steinemann Pressefoto

Leutenbach. Wie zuvor schon zu den Realschulen und Gymnasien in Winnenden, schließen die Gemeinden Leutenbach, Schwaikheim, Berglen und die Stadt Winnenden eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zu den Investitionskosten für die beiden Gemeinschaftsschulen in Leutenbach und Schwaikheim ab.

Winnenden und Berglen werden sich also an den Kosten für den Umbau und Ausbau der Schulen in den beiden Nachbarorten beteiligen. Der Betrag wird sich wie bei den anderen Schulformen nach der jeweiligen Schülerzahl richten, die von dort nach Schwaikheim oder Leutenbach kommen. Wie hoch dieser Pauschalbetrag pro Schüler ist, steht noch nicht fest, dazu finden noch weitere Abstimmungsgespräche zwischen den Kommunen statt. Bei den Winnender Gymnasien und Realschulen gibt es laut einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung, zuletzt im Jahr 2012 geändert, knapp 90 Euro je Schüler aus den Nachbargemeinden für die Große Kreisstadt.

Berglen zahlt für Gymnasiasten und Realschüler jährlich 25 000 Euro

Aus Berglen besuchen derzeit etwa 280 Schüler eine Realschule oder ein Gymnasium in Winnenden, was für die Gemeinde jährlich einen Aufwand in Höhe von rund 25 000 Euro bedeutet. In die Gemeinschaftsschule Winnenden/Schwaikheim gehen 23 Schüler, in die Leutenbacher Gemeinschaftsschule 17 Schüler aus Berglen. Außerdem besuchen Berglener Schüler auch Schulen in Schorndorf. Auch mit der Großen Kreisstadt dort gibt es eine Kostenvereinbarung aus dem Jahre 1997, die geändert wurde. Berglen zahlt dort derzeit knapp 80 Euro je Schüler und Jahr.

In den vergangenen Jahren sind in jeder Klassenstufe etwa zehn Kinder aus Winnenden und bis zu vier Kinder aus Berglen in der Leutenbacher Gemeinschaftsschule angemeldet worden. In der derzeitigen fünften Klasse reichen zwar alleine bereits die Kinder aus Leutenbach für die geforderte Zweizügigkeit aus. Um aber auf Dauer diese sicher zu erreichen, und um die Schule auszulasten, seien auch künftig Schüler aus den Nachbargemeinden erforderlich, betonte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Leutenbacher Gemeinderats. Deshalb sei es zudem wichtig, dass es auch zu keinem „inoffiziellen“ Schulbezirk Winnenden/Schwaikheim komme. Die Leutenbacher Gemeinschaftsschule müsse bei den Rahmenbedingungen in der Raumschaft und bezüglich der finanziellen Beteiligung der Nachbargemeinden „trotz“ der Kooperation Winnenden/Schwaikheim gleichbehandelt werden.


Zwischen Winnenden und seinen Nachbargemeinden gibt es bereits seit dem Schuljahr 1968/69 eine Vereinbarung, dass sie ihre Schulträgeraufgaben gemeinsam erfüllen.

Der finanzielle Beitrag der Nachbarkommunen bei einem Neu-, Erweiterungs- und Umbau, um Räume für eine zweizügige Gemeinschaftsschule zu schaffen, besteht in einem prozentualen Anteil am Kapitaldienst für das von der Schulträgergemeinde zum Bau eingesetzte Investitionskapital.

Für die Bestimmung der Höhe des Kostenbeitrags je auswärtigen Schülern, die die Gemeinschaftsschulen in Leutenbach und Schwaikheim besuchen, die Ermittlung der Umlagekosten, braucht es die Baukosten und die Höhe der Zuschüsse. Sind die Baukosten abgerechnet, muss auch noch über den anrechenbaren Anteil für die Gemeinschaftsschule verhandelt werden. In den beiden Schulen sind ja auch Grundschulen untergebracht.