Leutenbach

Kleinkind in Kita gestorben

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Leutenbach. Vergangene Woche ist in einer Leutenbacher Einrichtung ein Kleinkind gestorben. Während es geschlafen hatte, hat es eine Erzieherin bei einem Kontrollgang mit blauen Lippen leblos aufgefunden. Eine sofort eingeleitete Reanimation blieb ohne Erfolg. Für Fremdverschulden haben weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Anzeichen.

Warum das Kind urplötzlich verstorben ist, steht noch nicht fest, da die Untersuchungen zur Todesursache noch nicht abgeschlossen sind. Geht man von einem unnatürlichen Tod oder einer unklaren Todesursache aus, wird die Polizei bei den Ermittlungen einbezogen. „Das ist hier aber bisher nicht der Fall gewesen“, erklärte Rudolf Biehlmaier von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Aalen. Bürgermeister Jürgen Kiesl hat vom Vater des Kindes erfahren, dass der vorläufige Obduktionsbericht keine Anzeichen auf Fremdeinwirkung oder Einflüsse von außen ergeben hat.

Eine Woche nach dem Vorfall kursieren unterschiedliche Gerüchte in der Gemeinde. Das Kind wurde, erklärte Bürgermeister Jürgen Kiesl in der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstagabend, zum Schlafen mit einem Babyfon in den Ruheraum gelegt, das technisch so sensibel reagiere, dass Erzieherinnen sogar Schnarchgeräusche der Kinder wahrnehmen können. Es gab keine Signale, so Kiesl.

Wiederbelebung war erfolglos

Regelmäßig kontrollieren die Erzieherinnen das Befinden der Kinder. Bei einem solchen Kontrollgang stellte eine Aufsichtsperson bei dem Kleinkind blaue Lippen fest, was ein Zeichen dafür ist, dass es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die Erzieherinnen alarmierten umgehend den Notarzt und begannen mit der Wiederbelebung des Kindes. Außerdem wurden die Eltern verständigt.

Alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Das Kind konnte nicht gerettet werden. „Unsere Anteilnahme gilt den Eltern“, sagte Bürgermeister Jürgen Kiesl. Außerdem sprach er seinen Dank dem Elternbeirat der Einrichtung aus, der das Team sehr gut unterstützt habe.

Am Tag nach dem Unglück in der Leutenbacher Einrichtung gab es lediglich Minimalbetrieb. Ein Großteil der Eltern hat aus Rücksichtnahme ihre Kinder nicht in die Einrichtung gebracht. Auch das Team war am Folgetag nicht im Einsatz, so Kiesl im Gespräch mit unserer Zeitung. Gleichzeitig waren Notfallseelsorger vor Ort.

„In unserer Gemeinde Leutenbach war dieser Tage ein großer Zusammenhalt da“, so Bürgermeister Jürgen Kiesl in der Sitzung – spürbar zwischen den Mitarbeitern im Rathaus, dem Personal der Einrichtung, dem Elternbeirat bis hin zu den betroffenen Eltern.

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