Leutenbach

Nagelstudios im Lockdown: Inhaberin der Leutenbacher Schönmacherei "kann noch ruhig schlafen"

Schönmacherei
So arbeitet Sabrina Bihlmaier-Reimann normalerweise in ihrem Nagelstudio. Im November hat sie wegen des Lockdowns geschlossen. © Benjamin Büttner

Einmalhandschuhe liegen bereit, daneben eine Packung mit Mund-Nasen-Masken und eine Flasche Desinfektionsmittel. Das Nagelstudio von Sabrina Bihlmaier-Reimann in der Leutenbacher Brunnenstraße ist zwar nicht sonderlich groß, aber es hat immerhin ein großes Fenster. In Pandemiezeiten unabdingbar, um regelmäßig zu lüften. Der Raum ist sehr sauber und aufgeräumt. Geschlossen hat Bihlmaier-Reimann momentan trotzdem, denn Nagelstudios sind vom Teil-Lockdown betroffen. Ganz egal, wie sehr die Inhaber auf Hygiene achten.

„Durch Zahnarzthelferausbildung ist das saubere Arbeiten in mir drin“

„Ich habe ganz unterschiedliche Kunden, junge, aber auch alte Leute kommen zu mir“, sagt die 33-Jährige. Verstanden hätte keiner ihrer Kunden, weshalb sie jetzt schließen muss. „Ich achte extrem auf die Hygiene, schon immer“, sagt die gelernte Zahnarzthelferin. Nach all ihren Kunden hätte sie ausreichend Zeit eingeplant. „Ich habe nicht nur einmal desinfiziert, sondern drei- oder viermal, bevor der nächste Kunde gekommen ist. Durch meine Zahnarzthelferausbildung ist dieses saubere Arbeiten in mir drin“, sagt Bihlmaier-Reimann.

Eine Maske hat die Nageldesignerin auch schon vor Corona getragen

Wenn sie Krankheitssymptome gehabt hätte, hätte sie all ihre Termine abgesagt. „Das erwarte ich ja auch vom Kunden, dass er den Termin dann abgesagt hätte.“ Mit einer Maske habe sie sowieso schon vor der Corona-Zeit gearbeitet. „Beim Feilen von Nägeln habe ich schon immer eine Maske getragen, da der Staub sonst stört. Bei anderen Behandlungen habe ich sie dann oft abgenommen. Durch Corona hatte ich die Maske dann eben permanent auf, das war keine große Umstellung für mich“, sagt Bihlmaier-Reimann. Auch ihre Kunden haben eine Maske getragen, mehr wie eine Person war nicht erlaubt. „Sonst war vielleicht mal eine Freundin der Kundin mit dabei. Durch die Pandemie ist das aber nicht mehr möglich“, sagt die Studiochefin, für die es auch vor dem erneuten Lockdown nicht so lief wie gewohnt. „Ich habe beispielsweise Kundinnen, die immer einmal im Jahr kommen. Meistens vor dem Sommerurlaub. In diesem Jahr sind die Leute aber hauptsächlich zu Hause geblieben, dieses Geschäft ist also ausgeblieben“, schildert die 33-Jährige. Dadurch dass weniger Partys und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben und Veranstaltungen ausgefallen sind, sei auch die Kundschaft ferngeblieben, die gerne offene Schuhe trägt und sich normalerweise die Fußnägel in der Schönmacherei machen lasse.

Nur einen kleinen Betrag aus der Corona-Soforthilfe erhalten

Noch im ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres hat die Nageldesignerin einen Plexiglasschutz für ihr Studio bestellt, der eigentlich zwischen ihr und dem Kunden stehen soll. „Die Hersteller haben solche Lieferprobleme, dass die Scheibe bis heute nicht eingetroffen ist“, erzählt Bihlmaier-Reimann.

Damals hat sie auch die Corona-Soforthilfe beantragt. Erfolgreich. „Der Betrag war aber nicht der Rede wert. Ich habe keine Kinder, frage mich aber, wie das Studiobesitzern wie mir gereicht haben soll, die welche haben“, sagt sie.

Im Nachgang an den ersten Lockdown hätte sie einige Neukunden gehabt. „Nach dem Lockdown mussten Studios schließen, die das nicht verkraftet haben“, sagt sie.

Glücklicherweise habe sie vorgesorgt, Geld zur Seite gelegt. „Es hätte ja auch sein können, dass ich mir den Arm breche und deshalb eine Weile ausfalle. Deshalb kann ich jetzt einige Monate überbrücken und ruhig schlafen.“

Einmalhandschuhe liegen bereit, daneben eine Packung mit Mund-Nasen-Masken und eine Flasche Desinfektionsmittel. Das Nagelstudio von Sabrina Bihlmaier-Reimann in der Leutenbacher Brunnenstraße ist zwar nicht sonderlich groß, aber es hat immerhin ein großes Fenster. In Pandemiezeiten unabdingbar, um regelmäßig zu lüften. Der Raum ist sehr sauber und aufgeräumt. Geschlossen hat Bihlmaier-Reimann momentan trotzdem, denn Nagelstudios sind vom Teil-Lockdown betroffen. Ganz egal, wie sehr die

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