Leutenbach

Netto in Weiler zum Stein am "Hygiene-Pranger": Vergammeltes Obst und Gemüse

Netto Weiler zum Stein
Der Netto in Weiler zum Stein (Archivfoto). © Gabriell Habermann

Der Netto-Discounter in Weiler zum Stein steht seit kurzem am sogenannten „Hygiene-Pranger“ des Landratsamts Rems-Murr – wegen Versäumnissen an der Obst- und Gemüsetheke. Die Ware sei bei einer Kontrolle im Juli zum Teil „überlagert, matschig, schimmelig und faulig bzw. angefault, teilweise auch mit einem Schimmelbelag überzogen“ gewesen, heißt es in einem Bericht der Lebensmittelkontrolleure, der Mitte August (hier) veröffentlicht wurde.

Kontrolle am 14. Juli - Verstoß gegen EU-Verordnung

Die amtliche Kontrolle des Lebensmittelmarkts hat am 14. Juli stattgefunden. Betroffen waren laut dem Bericht der Kontrolleure „helle Trauben, Pfirsiche, Äpfel, verschiedene Tomatensorten, eine lose Zucchini, drei Packungen rote Paprika sowie zwei Packungen Paprika-Mix in der Folie, eine Packung Champignons sowie eine Packung Äpfel“.

Damit sei gegen Artikel 14 der EU-Verordnung zum Lebensmittelrecht aus dem Jahr 2002 verstoßen worden. Darin heißt es: „ (1) Lebensmittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht werden. (2) Lebensmittel gelten als nicht sicher, wenn davon auszugehen ist, dass sie a) gesundheitsschädlich sind, b) für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet sind.“

Im Kontrollbericht des Landratsamts heißt es zum Fall der vergammelten Ware im Netto: „Die beanstandeten Waren wurden sofort vor Ort entsorgt.“

Stellungnahme von Netto: Ein Einzelfall

Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich die Pressestelle des Discounters zu den Ergebnissen der Kontrolle geäußert. Lebensmittelsicherheit und Produktqualität hätten für Netto hohe Priorität, heißt es in einer Stellungnahme aus der Netto-Zentrale in Bayern. „Wir bedauern es sehr, dass es zu Abweichungen unseres Qualitäts- und Frischeanspruchs gekommen sein soll. Das entspricht nicht unseren Unternehmensvorgaben“, so Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount. Grundsätzlich würden standardmäßige Kontrollen vom Personal „gewissenhaft“ erledigt.

„Es kann sich hier somit nur um einen Einzelfall handeln. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden nochmals bezüglich der Frische-Kontrollen sensibilisiert“, heißt es aus der Pressestelle.

Obst und Gemüse werden vielfach kontrolliert

Das Obst und Gemüse in den bundesweit 4280 Filialen unterliege „strengen Qualitätskontrollen“ und zwar „von der Ernte bis zum Verkauf in unseren Filialen“. Bis zu sechsmal in der Woche würden Obst und Gemüse an die Logistikzentren ausgeliefert. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontrollierten die Ware dort täglich nach Eingang. Von den Zentren aus würden Obst und Gemüse montags bis samstags an die Netto-Filialen ausgeliefert. In den Filialen selbst werde die Ware mehrmals täglich auf Frische und Qualität überprüft.

Der Netto-Discounter in Weiler zum Stein steht seit kurzem am sogenannten „Hygiene-Pranger“ des Landratsamts Rems-Murr – wegen Versäumnissen an der Obst- und Gemüsetheke. Die Ware sei bei einer Kontrolle im Juli zum Teil „überlagert, matschig, schimmelig und faulig bzw. angefault, teilweise auch mit einem Schimmelbelag überzogen“ gewesen, heißt es in einem Bericht der Lebensmittelkontrolleure, der Mitte August (hier) veröffentlicht wurde.

Kontrolle am 14. Juli - Verstoß gegen

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