Leutenbach

Neubaugebiet Schafäcker kommt voran

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Bauamtsleiter Johannes Kocher und Kämmerer Heiko Nothacker beim Vororttermin im Neubaugebiet Schafäcker. © Ramona Adolf

Leutenbach-Weiler zum Stein. Von den neun Kränen im Neubaugebiet Schafäcker in Weiler zum Stein steht keiner still. Baumaterial wird in die Luft gehoben und auf einer der vielen Baustellen abgeladen. Nach dem Spatenstich vor zwei Jahren haben die ersten Häuslebauer bereits ihr Domizil bezogen. Voraussichtlich nach der Sommerpause diskutiert der Gemeinderat eine dritte Ausschreibung der Bauplätze.

„Viele stammen aus Leutenbach“, verrät Kämmerer Heiko Nothacker über die Hausbauer im Neubaugebiet Schafäcker in Weiler zum Stein. Das Interesse sei nach wie vor groß. Wer hier Wurzeln schlagen darf, wird nach einem Kriterienkatalog entschieden, wobei etwa kleine Kinder oder ehrenamtliches Engagement eine Rolle spielen. Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass sich der Zuzug von jungen Familien positiv auf die Schülerzahlen in der Grundschule Weiler zum Stein auswirken wird.

Sonnensegel für den Spielplatz Schafäcker

Bei der letzten Vergaberunde im Frühjahr 2017 betrug der Quadratmeterpreis 395 Euro. 16 Bauplätze der ursprünglich 53 gemeindeeigenen für Einfamilienhäuser stehen noch zur Verfügung. Wie viele davon in die dritte Verkaufsrunde kommen, entscheidet der Gemeinderat. Seit Beginn wurden 26 Baugenehmigungen erteilt, neun sind aktuell in Bearbeitung. Vorgesehen sind im Schafäcker Doppelhaushälften oder freistehende Häuser. Bei den Dächern haben die Bauherren freie Wahl: Erlaubt ist sowohl ein herkömmliches Satteldach als auch ein Pultdach (Dachform mit geneigter Dachfläche), „die Mehrheit hat sich für ein Satteldach entschieden“, sagt Bauamtsleiter Johannes Kocher, während er seinen Blick schweifen lässt. Insgesamt 61 Bauplätze zählt das Gebiet. Einige der eingebrachten Flächen sind nach dem Umlegungsverfahren in privater Hand geblieben.

Das Neubaugebiet ist nicht nur aufgrund seiner Ortsrandlage attraktiv. In einem der Mehrfamilienhäuser ist eine Heizzentrale (Blockheizkraftwerk) untergebracht, an das sich die Eigentümer anschließen können – sie müssen es aber nicht. Alternativ ist etwa auch eine Pelletheizung möglich. Außerdem ist das Gebiet mit Glasfaser versorgt, wobei Anwohner zwischen mehreren Betreibern wählen können. Dinge, für die sich Bürgermeister Jürgen Kiesl seinerzeit eingesetzt hat, wie auch für den Bau der Seniorenwohnanlage. Ein Spielplatz rundet das Gebiet ab. „Das Sonnensegel wird in absehbarer Zeit installiert“, versichert Kocher.

Befürchtungen zu hohem Grundwasser haben sich nicht bestätigt

Vor dem Start des Neubaugebiets befürchteten Kritiker einen hohen Grundwasserspiegel, was sich aber bei Untersuchungen nicht bestätigt hat, betont er. Beim Bau eines Mehrfamilienhauses mit Keller und Tiefgarage sei man zwar auf Schichtwasser gestoßen, was aber keine Konsequenz für die Bauherren hat, so Kocher. Vorsorge wurde mit einem Regenrückhaltebecken unterhalb des Spielplatzes getroffen. Außerdem verlaufen zwischen den Grundstücken Gräben, so dass Regenwasser abfließen kann. Eigentümer sind verpflichtet, diese sauber zu halten, fügt er hinzu.


Großes Interesse an Wohnungen

Sechs Mehrfamilienhäuser sind im Schafäcker geplant. Darüber hinaus entsteht ein Gebäude mit 16 Eigentumswohnungen für altersgerechtes, barrierefreies Wohnen. „Es sind noch sechs Wohnungen frei“, vermeldet Thomas Christ von der Volksbank Heilbronn, der den Verkauf betreut.

Ebenfalls groß ist das Interesse an Eigentumswohnungen in den beiden Mehrfamilienhäusern. Von zwölf Wohnungen sind noch zwei frei.

Ein weiteres Mehrfamilienhaus mit sechs Mietwohnungen (inklusive Aufzug) plant die BGW. Zwei der Wohnungen sollen 15 Jahre lang um bis zu zwei Euro je Quadratmeter unter dem mittleren Wert des Mietspiegels vermietet werden (voraussichtlich 8,50 Euro je Quadratmeter), vier weitere zum mittleren Wert des Mietspiegels. Baustart ist für 2019 vorgesehen.

Drei weitere Häuser mit je sechs Wohnungen sind in der Hand von privaten Bauherren.