Leutenbach

Zu viel Wasser von oben

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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin
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Starkregen sorgt für Überflutungen in Weiler zum Stein. © Beytekin

Leutenbach. Es regnet immer weiter. Allmählich haben auch Felder und Wiesen genug, nehmen die Wassermassen nicht mehr auf, schicken sie auf angrenzende Straßen. Deren Asphalt ist nicht wasserdurchlässig, damit bekommt die Feuerwehr zu tun – wie am Dienstagabend vor allem auf der Kreisstraße von Leutenbach nach Weiler zum Stein.

Zwar ist der Buchenbach angestiegen, sowohl beim Pegel als auch in der Fließgeschwindigkeit, aber noch liegt er brav in seinem Bett. Anders dagegen der Höllachbach und der Lerchengraben. Denen haben die angrenzenden Felder und Wiesen so viel Oberflächenwasser abgegeben, dass sie am Dienstag gegen 20 Uhr die Straße zwischen den beiden Teilorten fluteten und die Feuerwehr sperren und abpumpen musste. Der Höllachbach kommt von Nellmersbach, fließt durch den nach ihm benannten Landschaftpark, entlang der Burgstaller Straße, und kreuzt nahe der Rems-Murr-Halle die Straße am Leutenbacher Ortsrand beziehungsweise wird unter ihr durchgeführt. Der Lerchengraben kommt bei der S-Kurve zwischen den beiden Ort, nahe dem Abzweig zur Putenfarm Lämmle, herunter.

Der Buchenbach sei bislang nicht das Problem, so Feuerwehrkommandant Jochen Weller, für Überflutungen sorge das (zu) viele Oberflächenwasser in Folge des anhaltenden Regens. So hätten seine Leute deswegen am Dienstag auch in allen drei Teilorten Keller leerpumpen müssen. Aus seiner Sicht sei die Lage nach wie vor angespannt, Wiederholungen nicht ausgeschlossen. Weller berichtet, dass ein Landwirt gemessen hat, dass im betreffenden Zeitraum innerhalb von zehn Minuten über 25 Liter Regen auf den Quadratmeter fielen. Es sei klar, dass vor allem an den Ortseingängen, an den Übergängen zu den landwirtschaftlichen Flächen, die Kanalisation das nicht mehr verarbeiten könne.

Hauptamtsleiter Jakob Schröder berichtet, dass es Überflutungen, Matsch auf der Straße und Wassereinbrüche in Kellern an der Stuttgarter Straße, an der Schwaikheimer Straße und in der Heidenhofer Straße in Weiler zum Stein, in der Weiler Straße und am Schwalbenweg in Nellmersbach und in der Burgstaller Straße in Leutenbach gegeben habe. In jener meinte ein Autofahrer durchpreschen zu müssen, prompt drang Wasser in den Motorraum ein, so dass der Wagen „absoff“, stehen blieb. Außerdem liefen zwei Garagen voll.

Bauhof stellt Sandsäcke bereit und prüft den Rechen im Buchenbach

Schröder berichtet weiter, dass der Bauhof vorsorglich Sandsäcke bereitstellt. Außerdem werde der Rechen im Buchenbach bei der Rems-Murr-Halle regelmäßig vom Bauhof daraufhin kontrolliert, dass dieser nicht verstopft ist, also das Wasser ungehindert abfließen kann. Natürlich checke die Verwaltung laufend die Wetterprognosen, die wichen aber stark voneinander ab. Eine sage 400 Liter Regen auf den Quadratmeter innerhalb einer Woche voraus, während die, auf die sich die Gemeinde auch beim Winterdienst verlasse, von 50 bis 70 Litern in den kommenden 14 Tagen ausgehe.

Weller fährt täglich zweimal über den Buchenbach, natürlich schaut er sich dabei den derzeit etwas genauer an, ebenso der Bauhof, auch weil es für den Buchenbach keinen amtlichen Pegelstand gibt, der bei einer Überschreitung automatisch eine Alarmkette auslöst. Ob die Feuerwehr über die ständige Alarmbereitschaft hinaus in Stellung geht, bereits Sandsäcke bereitgestellt oder bestimmte landwirtschaftliche Wege gesperrt werden, erfolge in ständigem Kontakt mit dem Bauhof, hänge von der Gefahreneinschätzung ab, so Weller. Der Buchenbach sei ohnehin „sprunghaft“, es sei schwer, vorher abzuschätzen, wie sich sein Pegelstand über mehrere Tage hin entwickelt.

Zipfelbach: Alles gut

Entspannt sieht der Schwaikheimer Feuerwehrkommandant Uwe Grünwald die Hochwassergefahr in Bezug auf den Zipfelbach. Mit den Regenüberlaufbecken und den Wiesen vor und nach dem Ort und damit seiner Einschätzung nach genügend Ausweich- beziehungsweise Ausbreitungsflächen sei Schwaikheim vor einem Überlaufen des Bachs im Ort ziemlich geschützt, so Grünwald, der dazu auch auf die tiefe Lage des Bachs verweist.

An ein Hochwasser innerorts durch ihn könne er sich deshalb auch nicht erinnern. Eine andere Sache sei, dass es nach starken Gewitterregen zu Straßen- und Kellerüberflutungen kommen könne und durchaus auch schon gekommen sei, so dass die Wehr mit Pumpen anrücken musste. So erinnert sich Grünwald, dass nach einem Gewitter ein Betrieb im Gewerbegebiet Klingwiesen mal wegen verstopfter Straßendolen geflutet wurde.