Plüderhausen

21 Jahre Plüderhäuser Grundschüler betreut: Karin Kunberger-Weller nimmt Abschied

abschied weller
Karin Kunberger-Weller (Mitte) mit Bürgermeister Benjamin Treiber bei ihrer offiziellen Verabschiedung. © Büttner

Karin Kunberger-Weller hat schon immer gerne mit Kindern gearbeitet. Bereits 1978 übernahm sie die Leitung des Kindergartens Goldacker, machte später eine Pause, um sich auf ihre eigenen Kinder zu konzentrieren, und stieg dann 2001 wieder ins Berufsleben ein, als sie für die Betreuung im Rahmen der „verlässlichen Grundschule“ an der Hohbergschule eingestellt wurde. Dort übernahm sie 2008 die Leitung, die sie bis vor wenigen Tagen innehatte. Im Ruhestand reflektiert sie nun, wie sie die vergangenen Jahrzehnte in der Grundschulbetreuung erlebt hat.

„Wir haben zusammen eine kindgerechte Welt erschaffen“

„Ich habe mit viel Freude über 20 Jahre mit den Schulkindern gearbeitet“, sagt sie. Wegen der Kinder, aber auch nicht zuletzt wegen ihres wunderbares Teams und der engagierten Eltern habe ihr die Arbeit so viel Spaß gemacht. „Wir haben zusammen eine kindgerechte Welt erschaffen. Das hat mich immer motiviert, weiterzumachen.“ Außerdem hätten ihr die Kinder bei der Arbeit auch immer viel zurückgegeben. Zum Beispiel, als sie für den Abschied von Karin Kunberger-Weller mit einer Kollegin Herzchen ausgeschnitten haben. Darauf schrieben die Kinder dann, was ihnen an ihrer Betreuerin wichtig war, zum Beispiel „Du hast deine Sache gut gemacht“ oder „Ich mag dich ganz arg.“

Das verwundert nicht, wenn man der Plüderhäuserin dabei zuhört, was sie mit „ihren“ Kindern zusammen alles gemacht hat. „Wir haben ein naturpädagogisches Konzept“, erklärt sie. „Deshalb haben wir Hühner und einen Garten.“ Einmal sei ihnen ein Kater zugelaufen, den durften die Kinder dann behalten. Später kamen die Hühner dazu. „Da lernen die Kinder wirklich auch, Verantwortung für die Tiere zu übernehmen.“ Und auch wie neue Pflanzen wachsen, bis schließlich Gemüse geerntet werden kann, durften die Kinder in der Betreuung bei Karin Kunberger-Weller erfahren.

Immer gelassen bleiben

„Es ist wichtig, wie man mit den Kindern kommuniziert“, ist ihre Philosophie. Besonders Humor und Gelassenheit seien dabei von großer Bedeutung. Auch wenn ein Kind einmal extremere Emotionen zeige, findet sie, sollten Erzieherinnen und Erzieher die Ruhe bewahren – dann könne auch das Kind sich wieder beruhigen. „Wenn Sie erwarten, dass Kinder freundlich kommunizieren, dann müssen Sie das auch tun“, meint sie. Und sagt ganz allgemein: „Wir haben immer viel gelacht.“

Für ihre langjährige Arbeit wurde Karin Kunberger-Weller auch bei einer offiziellen Verabschiedung geehrt. „Ihre Stärke ist, dass Ihr Hauptaugenmerk auf das Wohl der Kinder ausgerichtet ist“, sagte Bürgermeister Benjamin Treiber unter anderem in seiner Rede. Hier habe sie mit „einer Eselsgeduld und großer Ruhe“ alles gegeben, für jedes einzelne Kind. Sie sei in der Gemeinde ausgesprochen gut vernetzt und habe ihren Beruf mit viel Herzblut ausgeübt, so dass eigentlich eher von einer Berufung gesprochen werden könne. Auf Karin Kunberger-Weller sei immer Verlass gewesen.

Immer auf die Stärken fokusiert

Auch Konrektorin Claudia Fischer gab der langjährigen Leiterin der Grundschulbetreuung viele gute Wünsche mit in den Ruhestand. Sie lobte den ganz besonderen Blick auf die Kinder, der Karin Kunberger-Weller ausgezeichnet habe. Er sei immer auf die Stärken und Potenziale der Kinder anstatt auf ihre Schwächen gerichtet gewesen. Sie habe nicht nur viele Kinder, sondern auch viele Eltern und Lehrkräfte maßgeblich mit ihrem positiven Menschenbild geprägt.

Die Nachfolge von Karin Kunberger-Weller als Leiterin der Grundschulbetreuung übernimmt nun Judith Schmidt. Karin Kunberger-Weller will sich indes im Ruhestand mehr Zeit für ihre Familie, die inzwischen auch Enkelkinder beinhaltet, und ihren Garten nehmen. „Das kann ich jetzt richtig genießen“, sagt sie.

Karin Kunberger-Weller hat schon immer gerne mit Kindern gearbeitet. Bereits 1978 übernahm sie die Leitung des Kindergartens Goldacker, machte später eine Pause, um sich auf ihre eigenen Kinder zu konzentrieren, und stieg dann 2001 wieder ins Berufsleben ein, als sie für die Betreuung im Rahmen der „verlässlichen Grundschule“ an der Hohbergschule eingestellt wurde. Dort übernahm sie 2008 die Leitung, die sie bis vor wenigen Tagen innehatte. Im Ruhestand reflektiert sie nun, wie sie die

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