Plüderhausen

Baby Beach Plüderhausen: Was steckt hinter der Neueröffnung?

Baby Beach
Maria von Lupin im Salz-Inhalationsraum. © Benjamin Büttner

Schnupfen, Grippe, Corona, RS-Virus – die Wartezimmer der Ärzte waren in den vergangenen Monaten so voll wie selten zuvor. Inzwischen scheint sich die Lage wieder etwas beruhigt zu haben, Erkältungszeit ist aber nach wie vor. Abhilfe gegen mildere Symptome verspricht ein in Plüderhausen neu eröffnetes Unternehmen: das „Baby Beach“-Inhalatorium, das vor wenigen Tagen in der Hauptstraße 29 aufgemacht hat. Was steckt hinter dem Konzept?

Hell und freundlich kommt der „Baby Beach“ in Plüderhausen daher, beim Betreten fallen gleich die große Theke und die Tische auf. Hier gibt es Kaffee und Kuchen, derzeit aber nur für Menschen, die auch einen Termin für den Salzraum ausgemacht haben. Aufschluss darüber, dass es sich nicht um ein normales Café handelt, gibt schon die Sole-Lösung, also Salzlösung, die zum Kaufen angeboten wird. Das Herzstück des Unternehmens liegt aber einen Raum weiter: der Salzraum mit Spielplatz.

4,5 Tonnen Salz, Spielgeräte und eine Baby-Ecke

Hier liegen laut Maria von Lupin statt Sand 4,5 Tonnen Meersalz auf Speisesalzbasis, außerdem gibt es Spielgeräte für Kinder und eine Baby-Ecke ohne Salzuntergrund. Über einen Generator wird während der bei Maria von Lupin buchbaren 45-Minuten-Termine salzhaltige Luft in den Raum gepumpt. Kinder sollen so spielend ihre Gesundheit verbessern, aber auch Erwachsene können vorbeikommen. „Von 0 bis 99 Jahre“ benennt Maria von Lupin ihre Zielgruppe und erzählt, was sie ihrer Kundschaft verspricht.

Der Aufenthalt im Salz-Inhalatorium wirkt laut Maria von Lupin gesundheitsfördernd. Jeder Mensch reagiere anders auf die Erfahrung im Salzraum, Menschen mit Atemwegserkrankung zum Beispiel anders als solche mit Hauterkrankungen. Sie ist nicht selbst auf das Konzept gekommen, sondern ist „Baby Beach“-Lizenznehmerin. Ähnliche Unternehmen mit dem gleichen Namen gibt es unter anderem schon in Freiburg, Mannheim, Leipzig und Würzburg.

„Der Vernebelungsraum ist die beste Umgebung zum Schutz der Atemwege, des Rachens und der Nase“, heißt es auf der Website www.babybeach.de. Der Besuch im Salz-Inhalatorium stärke das Immunsystem und helfe dabei, freier zu atmen. Doch wie schätzt ein Experte die gesundheitsstärkende Wirkung des Unternehmens ein?

Experte: Es kommt auf die Details an

Für eine konkrete wissenschaftliche Einschätzung zu diesem besonderen Fall wäre mehr Zeit nötig, antworten zwei angefragte Lungen-Experten. „Die zugrunde liegende Idee ist die Nachahmung der Aerosole der Meeresbrandung“, kann Dr. Hans Rebmann, pensionierter Kinder-Pneumologe aus Nehren, aber Auskunft geben. „Das ist grundsätzlich richtig und die positive Wirkung dieser Aerosole auf die Atemwege ist belegt.“

Für eine fundierte Beurteilung sei es aber sehr wichtig, was konkret für eine Salzlösung im Baby Beach verwendet werde. Eine Rolle spielten dabei die Konzentration und Zusammensetzung sowie die Größe und Konzentration der Tröpfchen im Aerosol. „Und auch auf die Hygiene muss man achten“, so Dr. Hans Rebmann. Bakterien oder Schimmelpilze sollten natürlich nicht vernebelt werden.

Laut der Betreiberin wird eine 14-prozentige Sole vernebelt, die antibakteriell wirkt.

Schnupfen, Grippe, Corona, RS-Virus – die Wartezimmer der Ärzte waren in den vergangenen Monaten so voll wie selten zuvor. Inzwischen scheint sich die Lage wieder etwas beruhigt zu haben, Erkältungszeit ist aber nach wie vor. Abhilfe gegen mildere Symptome verspricht ein in Plüderhausen neu eröffnetes Unternehmen: das „Baby Beach“-Inhalatorium, das vor wenigen Tagen in der Hauptstraße 29 aufgemacht hat. Was steckt hinter dem Konzept?

Hell und freundlich kommt der „Baby Beach“ in

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