Plüderhausen

Blaualgen im Plüderhäuser See nachgewiesen - Baden weiterhin erlaubt

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Zieht weiter viele Badegäste an: Der Plüderhäuser See. © ZVW/Gabriel Habermann

Der Verdacht hat sich bestätigt: Im Plüderhäuser See haben sich wieder Blaualgen niedergelassen. Das hat eine Messung jetzt ergeben. Allerdings ist der Gehalt im Wasser im Moment noch so niedrig, dass die Gemeinde, auch in Absprache mit dem Landratsamt, keinen Grund für ein generelles Badeverbot sieht. „Wir fahren auf Sicht und entscheiden je nach Gefahrenlage vor Ort“, sagt Bauamtsleiter Ludwig Kern. Im vergangenen, zeitweise recht trockenen Sommer war der See für mehrere Wochen gesperrt.

Nach den Regenfällen der vergangenen Tage sei die Belastung nicht so hoch gewesen – und das Wasser relativ klar. Doch wenn etwa ein starker Ostwind wehe, könnte es dazu kommen, dass die Bakterien sich in bestimmten Bereichen konzentrieren.

Gesunde Menschen können weiterhin problemlos im See baden

Das sei, so Kern, besonders im Kinderbereich der Fall. Deshalb gelte die generelle Empfehlung, dass Kinder gerade nicht im See baden sollten. Auch Personen mit schwächerem Immunsystem sollten dies vermeiden. Die Gemeinde will jetzt darauf noch einmal deutlicher mit Schildern hinweisen. Denn die Bakterien produzieren Giftstoffe, die in hoher Konzentration zu Hautreizungen und beim Verschlucken auch unter anderem zu Erbrechen, Durchfall und Übelkeit führen können. In der jetzigen Situation sieht die Gemeinde aber keine akute Gefahr. „Gesunde Menschen können mit Eigenverantwortung weiterhin im See baden.“

Und mit der Wasserqualität hat das Blaualgen-Problem ohnehin nichts zu tun. Erst im Juni wurde diese, und das zum wiederholten Male, vom Landesgesundheitsministerium als „ausgezeichnet“ bewertet.