Plüderhausen

Brunnenmedaille für Siegfried Steiner: Eine verlässliche Institution in Plüderhausen-Walkersbach

Steinermedaille
Der Ur-Walkersbächer Siegfried Steiner: Hier mit seiner von der Gemeinde Plüderhausen verliehenen Brunnenmedaille. © Gaby Schneider

„Das hat mich wirklich sehr gefreut“, sagt Siegfried Steiner mit Rührung in der Stimme über die Brunnenmedaille in seiner Hand. Vor wenigen Wochen wurde sie ihm von Plüderhausens Bürgermeister Benjamin Treiber wegen seiner vielfältigen Verdienste verliehen. Als erstem Walkersbächer! Darauf ist er schon ein wenig besonders stolz und sagt selbstbewusst für den sehr schönen, besonderen aber etwas abgelegenen Teilort: „Ich verstehe die Brunnenmedaille als Auszeichnung für unsere Dorfgemeinschaft.“

Wenn man Siegfried Steiner über sein Leben erzählen hört, bekommt man schnell den Eindruck eines Mannes der Stetigkeit, der Treue, der Verlässlichkeit und Ausdauer. Hinwerfen scheint seine Sache nicht gewesen zu sein. Wo er mal war, da blieb er auch. Zuallererst natürlich in Walkersbach. Hier hat er über 20 Jahre das vom Vater übernommene Haus in der Ortsmitte umgebaut und verschönert.

Eine bewundernswerte Beständigkeit und Ausdauer in vielen Vereinen

Und dann bei der Firma Bahmüller in Plüderhausen, wo er nach der mehrklassigen Volksschule in Walkersbach, wie er sagt, „von der Lehre bis zur Rente“ 48 Jahre als Mechaniker arbeitete. Von Walkersbach bis Plüderhausen und abends zurück. Ja um Gottes willen, hat er denn je was von der Welt dahinter gesehen? Aber ja, erzählt der inzwischen 81-Jährige unaufgeregt, er war für Bahmüller viel auf Montage und sei so in ganz Europa herumgekommen. Und das Fern-der-Heimat-Sein habe ihm durchaus Spaß gemacht. Und dann ist er immer wieder auch gern und weit in Urlaub gefahren.

Aber es gibt da diese beeindruckende Beständigkeit, diese bewundernswerte Bodenständigkeit des Mannes. Aber wo anfangen? Nun: 35 Jahre lang war Steiner Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Walkersbach, davon 14 Jahre Abteilungskommandant. Seit 65 Jahren ist der Klarinettenspieler aktiver Musiker im Musikverein Frohsinn Walkersbach. Und man mag’s kaum glauben: auch hier 23 Jahre als 1. Vorsitzender. In der Mitteilung der Gemeinde Plüderhausen heißt es dazu lakonisch: „Herr Steiner war außerdem 1. Schützenmeister und ist Mitglied in vielen Walkersbacher Vereinen.“ Hervorzuheben ist auch sein Einsatz im Bürgerverein, der die berühmte Salzkuchenhocketse begründete, und beim Umbau des ehemaligen Schulhauses zum Bürgerhaus.

Auch beim Bauerntheater war er einer der Gründungsmitglieder und hat beim allerersten Stück sogar eine Rolle übernommen: als Metzger.

Der einst wuselige Mann ist inzwischen schwer gehbehindert, aber ohne zu hadern. „Wenn was war, haben sie immer ihn gerufen“, sagt seine Frau über ihren Mann, der lange Zeit so was wie der Hausmeister von Walkersbach war.

Sein persönlicher Wunsch: „Dass der sprichwörtliche Zusammenhalt der Walkersbächer auch in Zukunft weiter bestehen bleibt.“

„Das hat mich wirklich sehr gefreut“, sagt Siegfried Steiner mit Rührung in der Stimme über die Brunnenmedaille in seiner Hand. Vor wenigen Wochen wurde sie ihm von Plüderhausens Bürgermeister Benjamin Treiber wegen seiner vielfältigen Verdienste verliehen. Als erstem Walkersbächer! Darauf ist er schon ein wenig besonders stolz und sagt selbstbewusst für den sehr schönen, besonderen aber etwas abgelegenen Teilort: „Ich verstehe die Brunnenmedaille als Auszeichnung für unsere

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