Plüderhausen

Der 36-jährige Rouven Klook will Bürgermeister in Plüderhausen werden

Rouven Klook
Hat am Freitagnachmittag seine Kandidatur im Rathaus abgegeben: Rouven Klook mit seiner Frau Tanja. © Gabriel Habermann

Der Wahlkampf um die Nachfolge des Plüderhäuser Bürgermeisters Andreas Schaffer nimmt an Fahrt auf. Denn am Freitagnachmittag hat mit Rouven Klook ein zweiter Bewerber seine Kandidatur eingereicht. Damit haben die Plüderhäuser jetzt eine echte Wahl.

Klook ist 36 Jahre alt und arbeitet seit fünf Jahren bei der Gemeinde Biberach an der Riss als Ehrenamtsbeauftragter. Aufgewachsen ist das SPD-Mitglied in Heidenheim an der Brenz. Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann, war in diesem Bereich auch tätig. Er entschied sich dann aber für ein Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz.

Ein befreundeter Bürgermeister habe ihn auf die Stellenausschreibung aufmerksam gemacht, berichtet Klook. Nachdem er dann zusammen mit seiner Frau Tanja die Gemeinde mehrfach besucht habe, sei der Entschluss für die Kandidatur gereift. „Wir haben viele Gespräche geführt und können uns beide vorstellen, hier zu wohnen und zu arbeiten“, sagt er.

Fünf Jahre Verwaltungserfahrung in Biberach an der Riss

Durch seine Arbeit als Ehrenamtsbeauftragter bringt Klook Verwaltungserfahrung mit. In der oberschwäbischen Gemeinde ist er unter anderem zuständig für die Lokale Agenda, pflegt den Kontakt der Stadt zu den Vereinen, ist mit der direkten Bürgerbeteiligung betraut und außerdem zuständig für das Jugendparlament. Mitinitiiert hat er etwa das Projekt Stadtpass, mit dem Geringverdiener Ermäßigungen bei vielen Einrichtungen erhalten und das auch ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet.

Dass er Sozialdemokrat ist, daraus macht Rouven Klook keinen Hehl. In jungen Jahren war er bei den Jusos aktiv, wurde mit 23 Jahren Kreisvorsitzender in Heidenheim. Seine Mitgliedschaft werde jedoch keine Rolle spielen im Wahlkampf. Denn „ein Bürgermeister ist für alle da, muss für jeden ein Ansprechpartner sein. Es ist wichtig, so oft wie möglich den Dialog zu suchen.“ Schließlich habe ein Schultes ja auch nur eine Stimme im Gemeinderat – und müsse letztlich bei Veränderungen dem folgen, was Wunsch der Rats-Mehrheit ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 36-Jährige sich um ein solches Amt bewirbt. Vor vier Jahren kandidierte er in Giengen an der Brenz, seiner Geburtsstadt, „das war mir ein persönliches Anliegen“, schaffte es dort auch in den zweiten Wahlgang, wo er mit 34,2 Prozent ein respektables Ergebnis erhielt. „Das war eine sehr lehrreiche Zeit für mich“, sagt Klook, der jetzt, mit 36 Jahren, noch einmal seinen Hut in den Ring wirft und das Amt des Bürgermeisters in Plüderhausen übernehmen möchte.

Als Schultes will er transparent sein und möglichst viele Bürger einbinden

Die Gemeinde hat er bei seinen bisherigen Besuchen und Gesprächen als liebens- wie lebenswert erlebt. Und der Kandidat schreckt auch nicht vor den anstehenden Herausforderungen zurück. Dass Haushalten in Plüderhausen stets eine Gratwanderung ist, wie Bürgermeister Schaffer jüngst bemerkte, ist Klook bewusst. Auch in den kommenden Jahren werde man „nicht die große Gießkanne auspacken können“.

Umso wichtiger sei es, transparent zu sein, frühzeitig zu informieren und die Bürger zur Sprache kommen zu lassen. Bei seiner Tätigkeit in Biberach hat er damit bereits Erfahrungen gemacht. Klar sei aber auch: „Am Ende entscheidet der Gemeinderat.“ Und auch nicht immer so, wie es sich der Bürgermeister wünscht. „Aber auch dann ist es wichtig, um Akzeptanz und Verständnis zu werben.“

Was sind wichtige Themen für Rouven Klook? An oberster Stelle nennt der 36-Jährige hier die Betreuung und Bildung. Aber auch das Ehrenamt und die Vereine haben einen hohen Stellenwert für ihn. Er will für solides Wirtschaften sowie eine zuverlässige Haushaltsplanung stehen. Und nicht zuletzt hält er es für wichtig, ein Gemeindeentwicklungskonzept auf die Beine zu stellen – und zwar gemeinsam mit den Bürgern, dem Gemeinderat und externen Fachleuten. „Das hat für mich eine hohe Priorität.“ Kümmern will sich der Kandidat auch um die Gewerbeentwicklung und die Leerstände. „Der HGV ist da ein wichtiger Ansprechpartner.“ Den Bereich City-Marketing werde er als Bürgermeister stärken.

„Aber all das muss noch besprochen werden“, sagt Klook, der, sollte er gewählt werden, möglichst länger als eine Amtszeit Bürgermeister bleiben will, denn er weiß, „dass sich größere Projekte nicht in drei bis vier Jahren umsetzen lassen“.

„Ich habe Ideen, aber will jetzt die Ideen der Plüderhäuser hören“

Er sagt: „Ich habe Ideen, aber ich will jetzt die Ideen der Plüderhäuser hören. Ich will wissen, was Ihnen wichtig ist und was gemacht werden muss.“

Am Samstag wird er deshalb auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit den Bürgern suchen – und auch in den kommenden Wochen viel im Ort präsent sein. Darüber hinaus will er eine Whatsapp-Sprechstunde anbieten, telefonisch und über die sozialen Medien die Bürger erreichen. „Der klassische Wahlkampf ist ja sehr eingeschränkt. Deshalb möchte ich viele Möglichkeiten bieten, um mit mir ins Gespräch zu kommen.“

Am 25. April wird sich zeigen, ob er die Plüderhäuser mit seinen Ideen auch überzeugen konnte.

Der Wahlkampf um die Nachfolge des Plüderhäuser Bürgermeisters Andreas Schaffer nimmt an Fahrt auf. Denn am Freitagnachmittag hat mit Rouven Klook ein zweiter Bewerber seine Kandidatur eingereicht. Damit haben die Plüderhäuser jetzt eine echte Wahl.

Klook ist 36 Jahre alt und arbeitet seit fünf Jahren bei der Gemeinde Biberach an der Riss als Ehrenamtsbeauftragter. Aufgewachsen ist das SPD-Mitglied in Heidenheim an der Brenz. Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung als

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