Plüderhausen

Familienfrieden wahren an Weihnachten: Psychotherapeutin aus Plüderhausen gibt Tipps

Familienfrieden
Weihnachten kann für Kinder und Erwachsene stressig sein. © estradaanton - stock.adobe.com

Plätzchen backen, den Christbaum schmücken, gutes Essen genießen – viele Menschen bringen mit der Weihnachtszeit positive Erfahrungen in Verbindung. Gleichzeitig kann der Dezember aber auch ein stressiger Monat sein, Weihnachtsgeschenke müssen gekauft und das Fest vorbereitet werden. Wenn dann an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen auch noch Familien zusammenkommen, bei denen es nicht so harmonisch zugeht, wie viele Weihnachtsfilme suggerieren, kann es durchaus auch einmal heftig krachen. Die Psychotherapeutin Christine Hausch von der Plüderhäuser Praxis für Psychomotorik gibt Tipps, wie der Familienfrieden auch in einer für manche schwierigen Situation gewahrt werden kann.

Folge der Pandemie: Manche Eltern wollen ruhigere Weihnachten

„Ich glaube schon, dass viele gestresst sind mit dem ganzen Programm, das da dranhängt“, sagt Christine Hausch über die Weihnachtszeit in Familien. Wobei das Stressempfinden natürlich eine sehr persönliche Sache sei. „Ich erlebe schon, dass Corona da etwas verändert hat.“ Viele Eltern hätten sich durchaus die Frage gestellt, ob sie den ganzen Weihnachtstrubel als Familie brauchen oder es nicht schöner sei, an den Weihnachtstagen einmal innezuhalten. Es gebe durchaus Eltern, die es in den vergangenen Jahren genossen hatten, an den Feiertagen weniger zu unternehmen als sonst und sich nun überlegen, wie sie ihre Weihnachten besser organisieren könnten.

In eine ähnliche Richtung geht ein Ratschlag der Psychotherapeutin gegen Weihnachtsstress und für eine harmonische Familienstimmung: „Miteinander Zeit verbringen, ohne dass ständig eine Aktion geplant ist“, empfiehlt sie. „Ich glaube, das ist etwas, das wir wieder lernen dürfen, dass Zeit nicht nur gut ist, wenn sie verplant ist.“

An Weihnachten sei das natürlich nicht immer so einfach, schließlich wollen Verwandte besucht oder eingeladen werden. Hier sollten sich Familien aber nach Meinung von Christine Hausch überlegen, wie viele Termine sie wirklich wahrnehmen möchten. Es sei sicher schön, an Weihnachten und Silvester Verwandte und Freunde zu treffen, gleichzeitig könne es der Familie aber auch guttun, einfach zu Hause zu sein, an oder nach Weihnachten vielleicht noch einmal in Ruhe ein paar Kekse zu backen oder miteinander Spiele zu spielen, die die Kinder vielleicht an Weihnachten bekommen haben – „ohne alle fünf Minuten auf die Uhr zu gucken, wann der nächste Termin stattfindet“.

Erwartungen an Weihnachten nicht zu hoch schrauben

Helfen kann laut der Psychotherapeutin manchmal auch, nicht zu hohe Erwartungen an das Fest der Liebe zu haben. Viele würden denken, an Weihnachten müsse alles perfekt und harmonisch verlaufen. Das sei oft Druck, den die Erwachsenen sich selber machen, der sich aber auch auf die Kinder übertragen könne. „Wenn ich aber eine Tante oder einen Onkel treffe, mit dem es sonst auch nicht so gut läuft, dann muss Harmonie nicht das oberste Gebot sein“, so Hausch. „Familie ist Familie und da gibt es auch die einen oder anderen Reibungspunkte.“

Statt also zu erwarten, dass alles an Weihnachten besonders gut werden muss, könnte es ihrer Meinung nach helfen, die Perspektive zu wechseln und einfach mal abzuwarten, wie es am Festtag laufe, ganz nach dem Motto „Es wird hoffentlich gut und wenn nicht, dann kennen wir das auch schon.“ Manchmal sei es auch gut, mit den Kindern zu besprechen, dass es auch für die Erwachsenen manchmal nicht ganz einfach sein kann in großen Familiengefügen, „ohne dass es ein Drama ist“. Werde die Messlatte nicht ganz so hoch gelegt und offen kommuniziert, könne dann auch das Fest entspannter verlaufen. Und noch einen Tipp für den Umgang mit Kindern hat Christine Hausch.

„Was meistens hilft, ist, die Kinder in Bewegung zu bringen“, rät die Psychotherapeutin. Besonders wenn viele Feierlichkeiten und Besuche aufeinanderfolgen, meint sie, kann es für Kinder, die einen natürlichen Bewegungsdrang haben, schwierig werden, still zu sitzen. „Es hilft immer, wenn man nicht den ganzen Tag auf engem Raum sitzt“, so Hausch. Stattdessen sollten Familien darauf achten, zwischendurch zum Beispiel auch einmal einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen, auch wenn man dadurch vielleicht eine Stunde später beim Familienfest ankomme.

Plätzchen backen, den Christbaum schmücken, gutes Essen genießen – viele Menschen bringen mit der Weihnachtszeit positive Erfahrungen in Verbindung. Gleichzeitig kann der Dezember aber auch ein stressiger Monat sein, Weihnachtsgeschenke müssen gekauft und das Fest vorbereitet werden. Wenn dann an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen auch noch Familien zusammenkommen, bei denen es nicht so harmonisch zugeht, wie viele Weihnachtsfilme suggerieren, kann es durchaus auch einmal heftig

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