Plüderhausen

Im Advent weihnachtet es am Marktplatz

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Der bisherige, privat organisierte Weihnachtsmarkt © Gaby Schneider / ZVW

Plüderhausen. Ein privat organisierter Weihnachtsmarkt hat in den vergangenen zwei Jahren viel Anklang gefunden, in diesem Jahr nun soll ein Weihnachtsmarkt auf dem Plüderhäuser Marktplatz folgen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Der Arbeitskreis City-Marketing soll ein Konzept erstellen und den Weihnachtsmarkt organisieren.

Ein Weihnachtsmarkt wird gewünscht: Von „deutlichen Anregungen“ von Vereinen und Bürgern berichtete Bürgermeister Andreas Schaffer im Gemeinderat. Im Arbeitskreis City-Marketing habe das Thema „nicht die Begeisterung, die wir erwartet haben“, ausgelöst, sagte Schaffer. „Wir haben uns als Verwaltung immer zurückgehalten“, sagte der Bürgermeister rückblickend zur Frage eines Weihnachtsmarkts, auch von den Vereinen sei ein solcher nicht gefordert worden, so Andreas Schaffer sinngemäß. Das habe sich aber geändert. Wenn der Wunsch nach einem Weihnachtsmarkt mehrheitlich bestehe, dann würde man auch einen veranstalten, erbat der Bürgermeister eine Grundsatzentscheidung.

Klaus Harald Kelemen sagte, er hätte die Situation im Arbeitskreis City-Marketing „nicht so mit Bedenken in Erinnerung“. Mit großem Engagement werde aus der Bevölkerung vorgetragen: „Mached das doch auch“, berichtete der SPD-Rat zur Frage eines Weihnachtsmarkts. Auch in der Fraktion sei man sich darüber einig, es probieren zu wollen. Die bisher privat organisierten Weihnachtsmärkte an der Rems seien schön gewesen, so Kelemen. Er erwärmte sich aber auch für den Standort am Marktplatz, „rund um den schönen Weihnachtsbaum mit den Arkaden“.

Dr. Häußermann: „Wir müssen etwas tun, um den Marktplatz zu beleben“

„Die Mehrheit der Bevölkerung fände einen Weihnachtsmarkt gut“, war sich Dr. Thomas Häußermann sicher. Der FW-FD-Rat hielt den Aufwand für überschaubar und zeigte sich überzeugt: „Der Marktplatz ist bei weitem der bessere Standort.“ Es gebe dort Ambiente und Infrastrukturen. Und: „Wir müssen etwas tun, um den Marktplatz zu beleben.“

Markus Proschka sagte, er habe die Situation im Arbeitskreis City-Marketing eher als positiv empfunden. Zwei Jahre hätten gezeigt, dass es funktioniert, so der CDU-Rat zum Weihnachtsmarkt. „Er muss eigentlich auf dem Marktplatz stattfinden.“

Sein Fraktionsvorsitzender Ulrich Scheurer hatte Sympathien für den Standort der beiden privat organisierten Weihnachtsmärkte und wusste dessen Reiz zu würdigen. „Sie wurden auch gut angenommen wegen des Charmes im Schlossweg. Deswegen war die Nachfrage so groß.“

CDU-Rätin Susanne Pfeiffer sprach sich ebenfalls dafür aus, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. „An der Rems ist es etwas Besonderes. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal.“

Gerda Rost (FW-FD) sagte, sie sei grundsätzlich für alle Vereinsveranstaltungen. Aber: „Walkersbacher Feste werden blockiert und reglementiert“, fand sie. Bei „Rems in Flammen“, „da gibt’s gar nichts, da gibt’s keine Nachbarn“.

„Nachbarn gibt es in Plüderhausen auch“, meinte Claudia Jensen. „Wenn wir das Fass aufmachen, müssen wir es am Marktplatz machen“, stand für sie fest. Die FW-FD-Rätin bat um einen Überblick zu Kosten für Markthütten, für die sie ein einheitliches Erscheinungsbild bevorzugte. In Urbach und Welzheim seien das zwischen 10 000 und 15 000 Euro gewesen, erfuhr sie.

„Ich glaube, das Erfolgsrezept war bisher der Standort da unten“, meinte Reiner Schiek (CDU) zu den zwei privat organisierten Weihnachtsmärkten.

„An der Rems hat es mehr Flair als am Marktplatz“, räumte SPD-Rat Thomas Reißig ein. Aber: „Oben ist alles da“, wies er auf die Infrastruktur am Marktplatz hin. Bezüglich der Optik des Weihnachtsmarkts gab er Claudia Jensen recht und sprach sich ebenfalls für ein relativ einheitliches Erscheinungsbild aus.

Grundsätzlich befürworteten die Gemeinderäte schließlich bei einer Gegenstimme, dass in diesem Jahr ein Weihnachtsmarkt organisiert werden soll. Darüber hinaus soll der Arbeitskreis City-Marketing ein Konzept erstellen und den Markt durchführen. Bei diesem Abstimmungspunkt gab es eine Enthaltung. Dass der Marktplatz der Veranstaltungsort des Weihnachtsmarkts sein soll, wurde mit einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen.

Heimeliges Flair herrschte beim ersten privat organisierten Weihnachtsmarkt im Plüderhäuser Schlossweg. Archivbild: Schneider