Plüderhausen

Keine Tiny Houses an der Münzenhalde Plüderhausen: Gemeinderat stimmt gegen Idee

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Dieses Mini-Haus (Tiny House) war im Sommer 2019 während der Gartenschau in Endersbach ausgestellt. © ZVW/Alexandra Palmizi

Die Gemeinde Plüderhausen bekommt wie andere Kommunen immer wieder Anfragen, ob es möglich ist, dort ein Tiny House, also ein Mini-Haus aufzustellen. In einer Sitzung des Technischen Ausschusses schlug sie deshalb kürzlich vor, Flächen dafür auf einem Grundstück der Gemeinde an der Münzenhalde zu schaffen. Der Gemeinderat hat sich nun aber gegen dieses Vorhaben ausgesprochen.

Wo sollten die Tiny-Häuser hinkommen?

Am nördlichen Ende der Straße Münzenhalde besitzt die Gemeinde ein Grundstück, das für eine klassische bauliche Nutzung nicht infrage kommt, aufgrund seines Zuschnitts und weil dort ein Leitungsrecht - also das Recht eines Versorgungs- oder Telekommunikationsunternehmens, auf einem fremden Grundstück eine oder mehrere Leitungen zu verlegen und zu betreiben - besteht. Dort wäre aber theoretisch Platz für drei oder vier Grundstücke, auf denen Tiny-Häuser aufgestellt werden könnten. Auch eine Straße ist dort schon vorhanden.

Bei der Diskussion des Projekts im Technischen Ausschuss war zuletzt noch offengeblieben, wie viel die Erschließung der Flächen die Gemeinde kosten würde. Die Straße besteht dort zwar schon, es müssten aber Wasser beziehungsweise Abwasserleitungen verlegt werden. Die Gemeinde müsste laut Bürgermeister Benjamin Treiber insgesamt zwischen 75.000 und 80.000 Euro ausgeben. Würden die Grundstücke verpachtet, würden sich die Investitionen für die Gemeinde laut des Verwaltungschefs nach fünf Jahren rentieren. Ginge man von einer Nutzungsdauer zur Verpachtung der Flächen von 40 Jahren aus, könnte die Gemeinde dann in den nächsten 35 Jahren danach insgesamt 530.000 Euro einnehmen.

Rat will kein beschleunigtes Verfahren

Als „supertoll“ bezeichnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Harald Kelemen im Technischen Ausschuss den Vorschlag, den er für sehr sinnvoll hielt. Andere wie die Grüne-Liste-Umwelt-Gemeinderätin Elke Mück sprachen sich schon in der Ausschusssitzung gegen das Vorhaben aus, unter anderem, weil die Verwaltung vorschlug, es mit einem beschleunigten Bebauungsplanverfahren nach Paragraf 13 b umzusetzen.

Das war nun laut Bürgermeister Benjamin Treiber auch einer der Hauptgründe, dass der Gemeinderat das Vorhaben deutlich ablehnte. Einige Gemeinderäte hätten kritisch angemerkt, dass das nicht das richtige Verfahren dafür sei.

Anwohner nutzen Grundstück

Außerdem hätten sowohl die Gremiumsmitglieder als auch Bürgerinnen und Bürger angemerkt, dass das Grundstück der Gemeinde, das für die Tiny-Häuser infrage gekommen wäre, seit Jahren von Anwohnern dort gepflegt und zu Erholungszwecken genutzt werde. Daran bestehe von Seiten der Bürgerschaft auch weiterhin Interesse.

„Es muss noch mit dem Gemeinderat geklärt werden, was mit der Fläche passiert“, sagt Benjamin Treiber auf die Frage, ob das Vorhaben nun auf keinen Fall mehr zustande kommen könne. Es gelte zu klären, ob der Vorschlag mit den Tiny-Häusern weiterverfolgt werden soll, aber nicht im beschleunigten Bebauungsplanverfahren, ob das Grundstück an diejenigen, die es pflegen, verkauft werden könnte oder ob die Gemeinde beim Status quo bleibe.

Die Gemeinde Plüderhausen bekommt wie andere Kommunen immer wieder Anfragen, ob es möglich ist, dort ein Tiny House, also ein Mini-Haus aufzustellen. In einer Sitzung des Technischen Ausschusses schlug sie deshalb kürzlich vor, Flächen dafür auf einem Grundstück der Gemeinde an der Münzenhalde zu schaffen. Der Gemeinderat hat sich nun aber gegen dieses Vorhaben ausgesprochen.

Wo sollten die Tiny-Häuser hinkommen?

Am nördlichen Ende der Straße Münzenhalde besitzt die Gemeinde

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