Plüderhausen

Restaurant-Neueröffnung mitten im Lockdown: Trattoria Fantasia im SV-Vereinsheim

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Blickt trotz der Corona-Einschränkungen positiv in die Zukunft: Lilian Rosato-Rrustemaj, die neue Pächterin des SV-Vereinsheims. © Gaby Schneider

Jetzt, mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie, ein Restaurant eröffnen, und zu einer Zeit, in der diese gar nicht für Gäste öffnen dürfen – das ist schon ein wenig verrückt. Das weiß auch Lilian Rosato-Rrustemaj.

Schon lange vom eigenen Restaurant geträumt

Doch die 36-Jährige sagt dazu nur trocken: „Corona hin oder her – irgendwann muss man das mal machen.“ Denn von ihrem eigenen Restaurant träumte sie schon lange.

Als der Sportverein dann einen Nachfolger für den bisherigen Pächter suchte, zögerte die Plüderhäuserin nicht lange. Und als sie die in dieser Zeit berechtigte Nachfrage „Meinst du das ernst?“ bejahte, kam sie mit den Vereinsvertretern des SV schnell ins Gespräch.

Am Dienstagabend wird der Traum Wirklichkeit und sie mit ihrer Trattoria Fantasia das Vereinsheim am Gänswasen wieder mit Leben erfüllen. Blauäugig geht Rosato-Rrustemaj aber sicher nicht an das Projekt heran. Die gelernte Einzelhandelskauffrau weiß, wie man so einen Betrieb organisiert. Zuletzt war sie im Bereich Lebensmittelverarbeitung für Großküchen bei „Fischers Früchte“ in Buhlbronn tätig. Jetzt steht sie auf der anderen Seite, als Gastwirtin.

Die 36-Jährige glaubt an die Zukunft der Gastronomie

Und schließlich weiß die Plüderhäuserin, worauf sie sich einlässt. Ihr Onkel hat das Eiscafé Rosato in Schorndorf und auch das ehemalige Rossini in der Hetzelgasse wurde von ihrer Familie betrieben. Jetzt tritt auch sie in diese Fußstapfen.

Auf volles Risiko wird die 36-Jährige dabei aber nicht gehen. Denn ihr Mann Armend wird sie im Gastronomiebetrieb zwar unterstützen, hat aber eine eigene Dienstleistungsfirma im Bereich Gebäudereinigung. Das Familieneinkommen ist also nicht in Gefahr, sollte die Trattoria am Ende doch keinen Anklang finden.

Weshalb sie unbedingt Wirtin werden möchte? Rosato-Rrustemaj liebt den Kontakt zu Menschen, hat Spaß daran, Gäste zu bedienen, „ich möchte, dass sie sich wohlfühlen und gemütlich essen.“ Trotz aller Abgesänge in diesem Jahr glaubt die 36-Jährige auch ganz fest an die Zukunft der Gastronomie. Wer jetzt während der Pandemie schließen müsse, habe wohl vorher bereits Probleme gehabt, vermutet sie.

Sie verweist auf die (unter Coronabedingungen) voll besetzten Restaurants im Sommer. „Wir fanden oft keinen Tisch.“ Darauf, dass es ja in Plüderhausen ansonsten kein weiteres italienisches Restaurant gebe. Und sie berichtet, dass für den Dezember bereits Tische reserviert gewesen wären – wenn die Verlängerung des Lockdowns ihr nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Deshalb ist sie davon überzeugt: „Wenn es wieder offen ist, läuft es.“

Eine sympathische Gastgeberin und eine Speisekarte mit fairen Preisen

Lilian Rosato-Rrustemaj sagt von sich: „Ich bin allgemein ein optimistischer Mensch, auch in der jetzigen Situation.“ Zumal der Sportverein sie „ganz, ganz toll“ unterstütze bisher.

Was erwartet die Gäste also in der Trattoria Fantasia? Eine gemütliche, im Moment weihnachtlich dekorierte Inneneinrichtung. Eine sympathische, gut gelaunte Gastgeberin. Und eine schlanke Karte mit verschiedenen Pizzen ab sechs Euro, klassischer Pasta oder Piccata Milanese, aber auch einer Handvoll deutscher Gerichte wie Maultaschen und Schnitzel mit Pommes. „Wir sind ja schließlich ein Vereinsheim und kein Luxusrestaurant“, sagt Rosato-Rrustemaj lächelnd.

Pizza, Pasta und Schnitzel können Gäste ab Dienstagabend im Gänswasen 16 auf Bestellung abholen. Geöffnet ist das Vereinsheim während des Lockdowns täglich (außer Montag) von 17 bis 21 Uhr. Wenn die Gastronomie wieder Gäste bewirten darf, werden die Öffnungszeiten bis 22 Uhr, samstags bis 23 Uhr verlängert.

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen freut sich Lilian Rosato-Rrustemaj schon sehr auf die Neueröffnung – und viele Plüderhäuser auch. Sie habe bisher viele positive Rückmeldungen bekommen, dass es jetzt wieder einen Italiener in der Gemeinde gibt. Ob er am Ende auch Erfolg hat, der Traum vom eigenen Restaurant? „Wir lassen uns überraschen.“

Jetzt, mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie, ein Restaurant eröffnen, und zu einer Zeit, in der diese gar nicht für Gäste öffnen dürfen – das ist schon ein wenig verrückt. Das weiß auch Lilian Rosato-Rrustemaj.

Schon lange vom eigenen Restaurant geträumt

Doch die 36-Jährige sagt dazu nur trocken: „Corona hin oder her – irgendwann muss man das mal machen.“ Denn von ihrem eigenen Restaurant träumte sie schon lange.

Als der Sportverein dann einen Nachfolger für

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