Plüderhausen

Ute Huber aus Plüderhausen: Tierfotografin aus Leidenschaft

Tierfotografie Huber
Ute Huber aus Plüderhausen ist Tierfotografin aus Leidenschaft und war deshalb schon in vielen Ländern unterwegs. Hier mit ihren beiden Hunden. © Benjamin Büttner

„Im Remstal und im Welzheimer Wald gibt es unglaublich viele schöne Fleckchen“, sagt Ute Huber. Die 53-jährige Tierfotografin muss es wissen, ist sie doch schon allein beruflich viel auf Achse. Die Plüderhäuserin hat ihr Hobby, das sie zur Leidenschaft entwickelt hat, zu einem Beruf mit Herzblut gemacht.

Fotografieren vom Vater gelernt

Aufgewachsen in Öhringen, hatte sie schon bald Kontakt zum Fotografieren, damals noch mit Film und nicht digital mit Speicherkarte. Schon der Vater war leidenschaftlicher Hobbyfotograf. „Meine ersten Motive waren die eigenen Haustiere“, erklärt Ute Huber, die am Rande der Gemeinde mit Mann und zwei Kindern in Halbhöhenlage wohnt und arbeitet. Im Lauf der Jahre fotografierte die junge Frau auf Gestüten und Ausstellungen und sammelte erste Erfahrungen mit der Tierfotografie. Auf weltweiten Reisen nach Afrika, Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland entstanden vielen Fotografien. Immer standen dabei die Landschaft und das Leben der Tiere in der Wildnis im Vordergrund. Als Individualreisende war sie mit ihrem Mann mit Allrad und Dachzelt unterwegs und so der Natur ganz nah. Für sie ist es besonders spannend, Wildtiere anhand von Verhaltensweisen und Spuren selbst aufzuspüren und zu fotografieren. „Es ist ein unglaubliches Erlebnis, in der Wildnis Afrikas im Dachzelt Löwengebrüll zu hören und in der Morgendämmerung im Sand nach frischen Spuren zu suchen ...“

Fotoshootings auf dem Kelterberg

Mit ihren zwei Hunden Kenai und Nandi ist die Tierfotografin regelmäßig mit ihrer Canon-Kamera auf dem Freizeitgelände Kelterberg unterwegs. Immer wieder auch zu Fotoshootings, wobei sie die 20-jährige Tochter Anika immer mal wieder und je nach Situation als Assistentin begleitet. Der 24-jährige Sohn Benjamin wohnt derzeit wieder vorübergehend zu Hause, weil er eine Abschlussarbeit fürs Studium macht. Seit nun schon fast 20 Jahren fotografiert Ute Huber professionell Tiere, hauptsächlich Hunde, Pferde und Katzen. Ihre Kunden sind Züchter, die ihre Tiere präsentieren wollen, oder Privatpersonen, die sich bleibende Erinnerung von ihren vierbeinigen Freunde wünschen.

„Auf jedes Shooting bin ich gespannt und freue mich, neue Tiere und ihre Menschen kennenzulernen“, sagt Ute Huber. Jeder Mensch und jedes Tier hat seinen eigenen Charakter - temperamentvoll, bewegungsfreudig, aufmerksam, jung oder alt, tiefenentspannt oder ängstlich.

Die Fotografin, die ihren Beruf durch ihren Vater und Learning by Doing, erlernt hat, liebt die Herausforderung, auf Tier und Mensch einzugehen und sie zusammenzuführen. Tiere lassen sich nicht wie bei der Studiofotografie mit Menschen einfach hinstellen, spielerisch und trickreich muss das richtige Motiv entstehen.

Auch die Jahreszeiten werden bei der Motivauswahl berücksichtigt

„Wichtig ist es mir, dass alle während des Shootings Spaß haben, denn nur so können ausdrucksstarke Fotos entstehen. Man muss die Tiere lesen können, damit erst gar keine Spannungen auftreten.“ Dabei hat Ute Huber offensichtlich ein glückliches Händchen.

Es gibt viele Tricks, die helfen können, auch schwierige Models abzulichten. Dabei werden menschliche Bezugspersonen eingebunden. Auch die Auswahl des Shooting- Platzes und die Shooting-Zeit sind entscheidend für das Entstehen von besonderen Fotos. Der Sonneneinfall verändert sich das Jahr über und dementsprechend wählt die Fotografin die Shooting-Zeit im Sommer anders als im Winter. Ebenso hat der Charakter des Tieres einen Einfluss auf den Shooting-Ort. So wählt Ute Huber für ängstliche Tiere Stellen aus, an welchen wenig Störungen zu erwarten sind.

Das Outdoor-Shooting hat seine Tücken, aber eben auch seinen ganz besonderen Reiz. „Wenn nach dem Shooting Tier und Mensch glücklich nach Hause fahren, bin auch ich glücklich.“

Die Auswahl und Aufarbeitung der Bilder ist sehr aufwendig

Zu Hause beginnt für die Fotografin dann die aufwendige Arbeit am PC. Die Sichtung und erste Auswahl der Fotos sowie die Nachbearbeitung erfordern viel Zeit und Gespür. Das schönste Kompliment ist dann für sie, wenn sich die Kunden bei der Bildauswahl nicht entscheiden können und am liebsten alle Fotos möchten.

Professionelle Bildbearbeitung, Profikamera und wettertaugliche Kleidung sind wichtige Bestandteile der Ausrüstung. Aber ob ein Bild gelingt, entscheidet derjenige, der hinter der Kamera steht und das Motiv auswählt. „Von meinem Vater habe ich gelernt, dass es wichtig ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen - viele haben das heute leider verlernt“, bedauert die Tierfotografin.

„Im Remstal und im Welzheimer Wald gibt es unglaublich viele schöne Fleckchen“, sagt Ute Huber. Die 53-jährige Tierfotografin muss es wissen, ist sie doch schon allein beruflich viel auf Achse. Die Plüderhäuserin hat ihr Hobby, das sie zur Leidenschaft entwickelt hat, zu einem Beruf mit Herzblut gemacht.

Fotografieren vom Vater gelernt

Aufgewachsen in Öhringen, hatte sie schon bald Kontakt zum Fotografieren, damals noch mit Film und nicht digital mit Speicherkarte. Schon der

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