Plüderhausen

Was soll das Absperrband am Plüderhäuser Badesee?

Plüderhäuser Badesee Plüderhausen Baden verboten Verbotsschild
Bereits in der Vergangenheit war ein Absperrband am Badesee zum Einsatz gekommen (Archivbild). © ZVW/Gaby Schneider

Wie schon im vergangenen Sommer gibt es derzeit wieder eine erhöhte Blaualgen-Konzentration im Plüderhäuser Badesee. Insgesamt ist die Belastung nicht so groß, dass das Gesundheitsamt und die Gemeindeverwaltung Badeverbot für nötig halten würden. Die Empfehlung an alle Eltern lautet lediglich, ihre Kinder nicht ins Wasser zu lassen. Der Grund: Bei Ostwind sammeln sich die Blaualgen besonders im Nichtschwimmerbereich.

Deswegen hat Seewart Martin Dannenhauer die Anweisung, diesen Bereich als zusätzliche Warnung mit einem Absperrband zu versehen, wenn dort die Algen erkennbar grünlich das Wasser verfärben. Ansonsten weisen Schilder die Badegäste auf das mögliche Gesundheitsrisiko hin. Das Absperrband hat für etwas Verwirrung gesorgt. Fakt ist: Baden ist nicht verboten.

"Ich stehe hier und muss 150 Leute wegschicken"

Dem Zustrom der Badegäste hat die Situation am Wochenende keinen Abbruch getan, wie Martin Dannenhauer unserer Zeitung berichtet. „Ich stehe hier und muss 150 Leute wegschicken“, sagte er am Sonntagnachmittag am Telefon. Nur 2000 Menschen dürfen sich derzeit aufgrund der Corona-Verordnung am See aufhalten. Und so viele waren am Sonntagnachmittag bereits dort. „Da stehen Familien mit Kindern rum und ich darf sie nicht reinlassen“, ärgert sich der Seewart über die Restriktionen.

Blaualgen sind Cyanobakterien, deren Stoffwechselprodukte in hoher Konzentration für Menschen gesundheitsschädlich sein können. Mögliche Folgen bei Kontakt oder Verschlucken sind Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Durchfall, Fieber, Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg warnt: „Ernsthafte Gefahr kann vor allem beim Verschlucken größerer Mengen kontaminierten Wassers bestehen, dies gilt besonders für Kleinkinder, aber auch für mitgeführte Haustiere wie zum Beispiel Hunde.“