Plüderhausen

Witziges und Fantasievolles von jugendlichen Fotografen aus Plüderhausen

Jugendfotopreis
Die Ausstellung ist im Plüderhäuser Rathaus zu sehen. Vorgestellt wurden die Fotografien am Dienstagabend zunächst bei einer Vernissage vor dem Gebäude. © Benjamin Büttner

„Wunder - verrückt - Sonnenuntergänge“, das war die herausfordernde diesjährige Themenvorgabe für den inzwischen 3. Jugendfotopreis Plüderhausen; ausgelobt vom Jugendhaus in Zusammenarbeit mit der Hohbergschule und „Gegenwart-Foto“ der Fotografin Simone Mathias.

Blick für die Schönheit unserer Welt

Die Beteiligung war mit 30 Jugendlichen richtig gut, und die eingereichten Fotografien allesamt fantasievoll, witzig und mit Gefühl und Gespür für die immer wieder abgefahren spleenige Schönheit unserer heillosen Welt. Ein doch sehr erfrischendes Zeichen im zweiten Corona-Jahr!

Die dreizehnjährige Lea Pickert etwa hat das Display einer Kamera fotografiert, auf dem der Kopf eines Lamas zu sehen ist, der so über das Gesicht einer Jugendlichen gehalten wird, als ob er aus der Verlängerung ihres Halses wüchse. Eine kauzige Mensch-Tier-Montage mit dem trockenen Titel „No Drama Lama“.

Sehr schön beobachtet von Pia Grau (12) ein Baumstamm, aus dem im flimmernden Schattenlicht des Waldes etliche Astaugen blicken. Als ob der Baum lebte und gleich anfängt, seine Geschichte zu erzählen. Ein Foto, das die Jury denn auch wie das von zehn weiteren jungen Fotobildnern auszeichnete.

Neun Jahre Freundschaft auch ein Wunder

Von faszinierender Schönheit die (ebenfalls ausgezeichnete) Serie „Frühlingsmorgen am See“ von Luna Frank (18). Tiefromantisch nebelverhangene Stimmung am Plüderhäuser Badesee, wenn diffus die Sonne durch Wolken bricht. Wunder also. So wie das Foto zweier Mädchen, zu dem die junge Fotografin sagt: „Neun Jahre Freundschaft ist auch ein Wunder!“ Kurz: Das Medium Fotografie scheint, wie in dieser Ausstellung eindrucksvoll zu sehen ist, die Jugendlichen ganz besonders zu eigener Kreativität anzuregen.

Seit 2019 gibt es den durch die Bürgerstiftung ermöglichten Jugendfotopreis, der, wie Bürgermeister Benjamin Treiber bei der Vernissage vor dem Rathaus sagte, „die Jugendlichen dazu anregen soll, ihre Sicht der Dinge zu zeigen“.

"Plüderhausen - traumhaft schön"

Die Plüderhäuser können sich davon nun im Rathaus überzeugen und dort auch für einen Publikumspreis votieren. Ende der Woche soll der Preisträger, die Preisträgerin dann feststehen, wie Betty Vollmar, Sozialarbeiterin im Jugendhaus und engagierte Organisatorin der Ausstellung, sich auf ein weiteres Highlight freute.

Und ein Schmuckstück für Plüderhäuser Wohnungen dürfte im kommenden Jahr auch der am Vernissage-Abend vorgestellte Kalender für 2022 sein: „Plüderhausen - traumhaft schön“. Herausgegeben von der Bürgerstiftung, sind dort wirklich eindrucksvolle Fotografien versammelt, die Plüderhausen Monat für Monat in einer traumhaft sinnlichen Perspektive zeigen.

Wo der Kalender zu haben ist

Fotografiert ausschließlich von Teilnehmern der vergangenen beiden Wettbewerbe, zeigt sich hier, wie lustvoll sich die Jugendlichen ihren Heimatort Plüderhausen und Walkersbach zur Brust beziehungsweise vor die Linse nehmen. Heimat, das ist immer auch ein bisschen Kino, ist hier zu sehen. Und warum auch nicht?

Carlo Fritz jedenfalls, der Vorsitzende des Stiftungsrates, freut sich über das Engagement der Jugendlichen und den gelungenen Kalender. Der ist nun in der Buchhandlung Donner und in den Apotheken Nickel und Hohberg für 9,50 Euro zu haben. Der Erlös fließt über die Bürgerstiftung in soziale Zwecke.

„Wunder - verrückt - Sonnenuntergänge“, das war die herausfordernde diesjährige Themenvorgabe für den inzwischen 3. Jugendfotopreis Plüderhausen; ausgelobt vom Jugendhaus in Zusammenarbeit mit der Hohbergschule und „Gegenwart-Foto“ der Fotografin Simone Mathias.

Blick für die Schönheit unserer Welt

Die Beteiligung war mit 30 Jugendlichen richtig gut, und die eingereichten Fotografien allesamt fantasievoll, witzig und mit Gefühl und Gespür für die immer wieder abgefahren

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