Rems-Murr-Kreis

Beratung zu Inklusion: Finanzierung gesichert

EUTB
Vier Mitglieder der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung EUTB. Sie sind für Menschen mit Handicap zuständig und leben oft selbst mit einem. © ALEXANDRA PALMIZI

Anlass zum Feiern für die ganz besonderen und aus eigenem Erleben kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EUTB-Beratungsstellen im Rems-Murr-Kreis: Das Bundesministerium für Arbeit hat die finanzielle Förderung für weitere zwei Jahre festgeschrieben. Bei den EUTB-Beratungsstellen – kurz für „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ – beraten Menschen, die selbst mit einer Behinderung leben, andere Menschen, die eine Behinderung haben oder davon bedroht sind – und das kostenlos. Auch beraten werden Menschen mit chronischen Erkrankungen und Angehörige.

Die Beraterinnen und Berater der EUTB nehmen die Meta-Ebene ein: Sie haben den Überblick über alles, was die Inklusion möglich und leichter machen kann. Sie wissen beispielsweise, wo und wie der Antrag zu stellen ist, durch den sich der Weg zum behindertengerechten Auto auftut. Sie kennen die Geldtöpfe für Hörgeräte, die Stellen, wo sich Integrationshilfen, Assistenten oder auch inklusionswillige Vereine finden oder die Hilfe nach der Schlaganfall-Reha.

„Auch und gerade die Situation in den vergangenen Monaten verdeutlichte einmal mehr die Wichtigkeit einer solchen Anlaufstelle“, heißt es von der EUTB: „Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen haben Menschen mit Behinderungen, aber auch deren Angehörige, in besonderem Maße belastet – und diese Belastung hält weiter an.“

Trotz aller Widrigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat es die EUTB im Rems-Murr-Kreis geschafft, die Präsenz in diesem Jahr auszubauen. Neben den Sprechstunden in Waiblingen (07151/50 28 351), Backnang (Kontakt über Waiblingen07151/50 28 351) und Schorndorf (07181/8877132) gibt es nun auch bereits eine Anlaufstelle in Murrhardt (Kontakt über Schorndorf07181/8877132). Für Fellbach und Winnenden sind Beratungsangebote in Planung.

Aufgrund der Corona-Krise beraten die EUTB-Fachleute zwar nach wie vor überwiegend am Telefon und per E-Mail. Bei Bedarf werden nach Vereinbarung aber auch Beratungsspaziergänge oder persönliche Beratungsgespräche angeboten – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen.