Rems-Murr-Kreis

Kärcher reinigt den Kölner Dom

Kärcher Reinigt Kölner Dom
Der Mosaikfußboden in Chor und Vierung des Kölner Doms zählt zu dessen größten Kunstwerken. Statt mit Putzlumpen und Schrubber werden die Böden künftig mit speziellen Scheuersaugmaschinen von Kärcher aus Winnenden gereinigt. © David Franck

Im Rahmen seines Kultursponsorings kooperiert der Winnender Reinigungsspezialist Kärcher mit der Dombauhütte des Kölner Domes: Der historische Sandstein- und Mosaikboden in dem Unesco-Weltkulturerbe erhält jetzt eine umfassende Reinigung. Darüber hinaus stellt Kärcher, ebenfalls kostenfrei, Know-how und Technik für künftige Arbeiten zur Verfügung.

„Mit der restauratorischen Reinigung des Bodens im ehrwürdigen Kölner Dom können wir einmal mehr einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Schutz eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler in Deutschland leisten“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG. Bereits 2019 hatte es bei der behutsamen Reinigung des mittelalterlichen Trachytmauerwerks am Chor eine Zusammenarbeit gegeben. Der stellvertretende Dombaumeister Dr. Ing. Albert Distelrath freut sich über die erneute Kooperation: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung. Zusammen mit Kärcher und der Steinrestaurierung der Dombauhütte haben wir ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Reinigung der Böden im Dom entwickelt, das wir auch in Zukunft weiterführen und weiterentwickeln wollen.“

Grundreinigung sorgt für deutliches Reinigungsergebnis

Nachdem im Dom bislang manuell gereinigt wurde, kommt jetzt erstmals moderne Technik zum Einsatz: Auf den 4000 Quadratmeter Sandsteinboden im Kirchenschiff lösen die Kärcher-Experten mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger in Verbindung mit einem Flächenreiniger den Schmutz mit 80 Grad heißem Wasser und ein bis zwei Bar Druck aus den Poren heraus. Das Ergebnis ist klar sichtbar: Der gereinigte Sandstein ist deutlich heller, die Strukturen des Steins sind wieder erkennbar. Das Schmutzwasser wird sofort aufgenommen. So kann sehr gezielt gearbeitet werden, ohne Wasser und Dampf zu verteilen. Vorab wurde bei gemeinsamen Tests mit den Steinrestauratoren der Dombauhütte ein gleichermaßen wirksames wie schonendes Verfahren erarbeitet.

Für die dauerhafte Unterhaltsreinigung aller Böden im Dom stellt Kärcher eine Scheuersaugmaschine für die größeren Flächen und eine kleinere Maschine für schwerer zugängliche Bereiche zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter der Dombauhütte in der Anwendung und Wartung der Geräte geschult. So wird auch die Hygiene für die Besucher optimiert: Verschmutzungen werden mit den Scheuersaugmaschinen zuverlässig aufgenommen und abtransportiert.

Ein eigenes Teilprojekt ist die Reinigung und Konservierung des aus den 1880er und 1890er Jahren stammenden 1300 Quadratmeter großen Mosaikbodens im Kirchenchor durch die Restauratoren der Dombauhütte, Jasper Völkert M. A. und Dipl.-Rest. Sandra Williger. Die über Jahrzehnte aufgetragene Wachs- und Pflegemittelschicht wird mit einer oszillierenden Einscheibenmaschine von Kärcher entfernt. Im Anschluss führen die Restauratoren Konservierungsarbeiten an dem Mosaik aus. Abschließend wird eine neu aufgetragene Wachsschicht mit einer Kärcher-Poliermaschine eingepflegt.

Nach der Erwerbung der Gebeine der Heiligen Drei Könige im Jahr 1164 wurde der Kölner Dom einer der bedeutendsten Pilgerorte Europas. Die heutige hochgotische Kathedrale wurde - mit einer Unterbrechung von fast 300 Jahren - zwischen 1248 und 1880 erbaut. Zur Zeit der Fertigstellung war sie das höchste Bauwerk der Welt. Neben der einzigartigen Architektur zeichnet sie sich durch bedeutende Kunstwerke wie das Gerokreuz (971) und den Dreikönigenschrein (um 1200) sowie Kirchenfenster aus dem 13. bis 21. Jahrhundert aus. Der Dom wird von bis zu sechs Millionen Besuchern im Jahr besichtigt. Mit einer Fläche von 1300 Quadratmetern ist der prächtige Mosaikfußboden in Chor und Vierung das größte Kunstwerk im Kölner Dom.

Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat im Rahmen seines Kultursponsoringprogramms seit 1980 weltweit über 150 Denkmäler restauratorisch gereinigt. Dazu zählen die Kolonnaden des Petersplatzes in Rom, das Brandenburger Tor in Berlin, die Christusstatue in Rio de Janeiro, die über 3.300 Jahre alten Memnonkolosse im oberägyptischen Luxor und die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore.